Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Nichteheä- LG / Unterhalt Frau


| 06.08.2006 22:17 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann



Situation:
Meine Partnerin und ich (ein Kind 11 Monate) trennen uns jetzt.Wir haben beide das Sorgerecht. Das Kind bleibt bei der Mutter.

Ist für die Berechnung des Unterhaltes das Vermögen der Frau )über EUr 200.000.-) entscheidend? Außerdem besitzt das Kind auch schon ein nicht gerade geringes Vermögen. Spielt das eine Rolle?

Für den Fall, dass mein Einkommen nicht für den Unterhalt ausreichen sollte, ist da mein Vermögen entscheidend?

Ich bin selbstständig. Wie wird das Einkommen ausgerechnet? Ich habe mal was vom Durchschnitt der letzten drei Jahre gehört. Eine Steuererklärung für 2005 habe ich noch nicht eingereicht, da ich ohnehin nur nachzahlen muss. Welche Jahre sind also entscheidend?

Die Mutter war Ärztin im Krankenhaus. Durch Übertunden und Dienste hat sie ihr Einkommen um gut EUR 1000.- im Monat aufgebessert. Was ist da bei der Berechnung für den Unterhalt entscheidend? Wenn jemand 80 Stunden arbeitet, verdient er eben auch mehr. Das kann ja wohl dann nicht die Grunlage für eine zukünftige Berechnung sein.

Viele Dank für Ihre Antworten!

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Der Unterhaltsbedarf der Mutter wird durch ihre Lebensstellung bestimmt, §§ 1615l Abs. 3, 1610. Seit 1. 1. 2002 beläuft sich der Bedarf in der Regel mindestens auf 730 Euro, bei Erwerbstätigkeit 840 Euro (FamRZ 2001, 806, 809).

Im Gleichklang mit der Rechtsprechung zur Bedarfsbemessung beim Ehegattenunterhalt ist der Bedarf nach den individuellen Einkommens- und Vermögensverhältnissen zu bemessen. Anknüpfungspunkt kann das von der Mutter vor der Geburt des Kindes erzielte Einkommen sein (OLG Köln NJW-RR 2001, 364), bei der arbeitslosen Mutter das früher erzielte Einkommen, wenn dies später mit hoher Wahrscheinlichkeit erneut erzielbar erscheint (OLG Koblenz NJW-RR 2000, 1531; OLG Naumburg FamRZ 2001, 1321). Zu den entsprechenden Einkünften zählen selbstverständlich auch Zulagen durch Überstunden und Bereitschaftsdienste.

Der Unterhaltsbedarf ist aber der Höhe nach durch den Halbteilungsgrundsatz begrenzt. Der Mutter steht danach nicht mehr Unterhalt zu, als dem Vater selbst verbleibt (BGH Urt. v. 15. 12. 2004 – XII ZR 121/03).

Es wird also nicht nur auf den Bedarf der Mutter, sondern auch auf Ihre Leistungsfähigkeit ankommen. Diese richtet sich nach Ihrem Einkommen und Ihren Einkünfte (Zinseinkünfte, Mieteinnahmen etc.) der letzten 3 Jahre. Das Vermögen der Mutter und des Kindes bleiben außer Betracht.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben und stehe Ihnen für Rückfragen und die weitere Vertretung selbstverständlich gerne zur Verfügung.



Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt




--
Rechtsanwalt A. Schwartmann
Gleueler Str. 249 D-50935 Köln
Tel: (0221) 355 9205 / Fax: (0221) 355 9206 / Mobil: (0170) 380 5395
Sipgate: (0221) 355 333915 / Skype: schwartmann50733
www.rechtsanwalt-schwartmann.de
www.mietrecht-in-koeln.de
www.net-scheidung24.de
www.online-rechtsauskunft.net
<img src="http://www.andreas-schwartmann.de/logo.gif">

Nachfrage vom Fragesteller 06.08.2006 | 22:45

Sehr geehrter Herr RA,

vielen Dank für die superschnelle Bearbeitung der Frage.
Sie schreiben, dass der "Anknüpfubgspunkt kann das von der Mutter usw." Wie ist "kann" zu verstehen?

Weiter schreiben Sie, dass der "Mutter nicht mehr Unterhalt zusteht, als dem Vater selbst verbleibt". Wie wird der mir verbleibende Anteil ausgerechnet.

Für eine erneute Antwort bin ich dankbar.

Mit freundlichen Grüßen


Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.08.2006 | 11:33

Sehr geehrter Ratsuchender,


grundsätzlich ist das in der Vergangenheit erzielte Einkommen der Mutter zugrundezulegen, soweit sie ein solches gehabt hat. Etwas anderes kommt in Betracht, wenn sie aus anderen Gründen, als der Schwangerschaft, die Berufstätigkeit aufgegeben hat.

Die Regel, daß die Mutter nicht mehr erhalten darf, als dem Vater selbst verbleibt, führt dazu, daß das zu bereinigte Nettoeinkommen also höchstens geteilt werden darf und die Mutter keinesfalls mehr, als die Hälfte davon erhält, da Sie sonst mehr bekommen würde, als beim Vater verbleibt.

Ich hoffe, Ihre Nachfragen beantwortet zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann

Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Es wurde leider eine Frage aus meinem Anschreiben nicht beantwortet. Außerdem wurde meine erneute Frage auf die Antwort des RA bis jetzt zumindest nicht zur Kenntnis genommen. Schade!
Ansonsten kam die Antwort sehr schnell, und sie hat auch teilweise geholfen. "
FRAGESTELLER 2/5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER