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Nichtbeförderung bei Busunternehmen

25.03.2008 14:48 |
Preis: ***,00 € |

Reiserecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Anwälte,

ich habe eine Busfahrt, Preis ca. 65Euro für eine Hinfahrt von Nürnberg nach Kattowitz/Polen und eine Rückfahrt von Kattowitz/Polen nach Nürnberg mind. 1 Monat vorher gebucht.

Eine Woche vor Abfahrt, wurde die Hinfahrt storniert und wir einigten uns dass ich einen Tag früher mit einem anderen Bus fahren kann.

Am Tag der Rückfahrt habe ich ca. 30Min auf den gebuchten Bus gewartet, der nicht gekommen ist. Ich rufte bei der polnischen Gesellschaft an, diese teilte mir lediglich mit dass es kein Ticket mit meiner Ticketnr. im System gibt.
Ich rufte bei der deutschen Gesellschaft an (dort wurde das Ticket gekauft). Man teilte mir lediglich mit, ich soll mich um einen Ersatztransfer kümmern und eine Beschwerde schreiben.
Ich habe keinerlei Hilfe erhalten, um die Fahrt durchzuführen.

Folglich habe ich mir von Bekannten ein KFZ geliehen, und bin damit nach Deutschland gefahren. (Benzinkosten ca. 95Euro). Dieses KFZ habe ich innerhalb von 4Tagen wieder zurückbringen müssen (ebenfalls 95Euro Benzinkosten) und um die Kosten gering zu halten, bin ich mit einer Mitfahrgelegenheit für 30Euro und Zug ca. 10Euro wieder nach Deutschland gefahren.

Ich habe einen Schadenersatz in Höhe von 250Euro gestellt für:
1) Nichtbeförderung
2) Telefonkosten
3) KFZ Beschaffung
4) Benzin, Rücktransport

Dieser wird mir verweigert, lediglich 73,19Euro möchte man mir erstatten bestehend aus:
216 PLN / 3,53 = 61,19 EUR
10% Ermäßigung für die Hinfahrt 6,-EUR
Telefonkosten, pauschal 6,-EUR


Die Begründung lautet:

Ich hätte ein anderes Busunternehmen suchen müssen oder den Zug nehmen und die Kosten gering halten.

Ich bin der Meinung dass ich)
1) Die Kosten den umständen entsprechend gering gehalten habe
a) KFZ von Bekannten anstatt Mietwagen
b) lediglich Benzinkosten + RÜcktransport + Telefonkosten
c) Anstatt Roaming Gebühren habe ich das Telefon von Freunden verwendet

2) Man kann nicht von mir erwarten, dass ich sämtliche Busunternehmen auswendig kenne, die mir eine alternative Rückfahrt angeboten hätten.

3) Preisvergleiche am Telefon durchführe, um die kostengünstigste Rückfahrt zu finden.

Die Begründung im Wortlaut:
"Da am Tag Ihrer Abfahrt, am 10.03.08 ab Katowice nach Nürnberg 4 weitere Busunternehmen gefahren sind und Sie die Möglichkeit hatten, Ihre Reise auf dem anderen unkompliziertem Wege zu organisieren, können wir von Ihnen den geforderten Betrag nicht übernehmen."

Da das Unternehmen die RÜckfahrt nicht durchführte, ich nicht darüber benachrichtigt wurde dass die Fahrt nicht stattfindet und weder ein Mitarbeiter in Deutschland noch in Polen in der Lage war, mir diese 4Unternehmen zu nennen und mir die Rückfahrt zu organisieren, möchte ich diesen Schadenersatz in Höhe von 250Euro erhalten.

Kann ich dies verlangen oder muß ich mich lediglich mit einer Fahrtkostenerstattung des günstigsten Unternehmens abfinden?
Ich hätte sonst auch zu Fuß gehen können, das hätte 0Euro gekostet...


Ich bitte um Hilfe.


25.03.2008 | 16:44

Antwort

von


(452)
HInter der Twiete 28
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Tel: 040-41186796
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Sehr geehrter Ratsuchender!
Vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Angaben wie folgt beantworten möchte.

Sie haben gem. § 651 a BGB durch den Ticketkauf einen Reisevertrag mit dem Busunternehmen geschlossen.
Sofern Sie noch im Besitz der Tickets sind, kann dies mühelos bewiesen werden.
Vertragstypische Pflichten sind die Reiseleistung einerseits und die Bezahlung andererseits.

Die Reiseleistung wurde hier nicht, wie im Ticket angegeben, erbracht.
Dadurch wurden vom Reiseveranstalter Vertragspflichten verletzt.

Zunächst einmal wurde der Hinreisetag verlegt. Hier wurde zunächst einmal eine Kürzung des Ticketpreises um 10 % angeboten.
Bei der Vorverlegung der Hinreise um einen Tag handelte es sich um eine absolute Vertragsänderung (AG München, AZ - 272 C 6400/03 ).
Grds. halte ich eine Reisepreisminderung von 10% für sehr gering. Es wird aber bzgl. der Hinreise schwierig sein, eine höhere Minderung herauszuholen,da Sie mit dem neuen Termin einverstanden und mit dem Reiseunternehmen diesbezüglich einig waren.

Bzgl. der Rückreise sollten Sie jedoch Schadensersatzansprüche gegenüber dem Busunternehmen bzw. dem Reiseunternehmen geltend machen gem.§ 651f BGB i. V. m.§§ 280 ff. BGB .
Das Ticket war im System nicht erfasst. Dies ist wohl dem Reiseunternehmen anzulasten.
Da Sie den Mangel auch angezeigt haben, Ihnen jedoch nicht weiter geholfen wurde, hat das Reiseunternehmen Ihren entstandenen Schaden zu ersetzen.
Der Schaden setzt sich zusammen aus den Kosten für das Auto, Benzin, Telefonkosten,usw.
Ihnen kann nicht vorgehalten werden, Sie hätten sich an eine der 4 anderen Busreisen an besagtem Tag halten können, da Sie von diesen Reisen offenbar nichts wußten.
Sie müssen Ihren Schadenersatz nicht an den Kosten des günstigsten Reiseveranstalters messen lassen.

Ich hoffe, Ihre Fragen zunächst beantwortet zu haben.

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Gerne bin ich Ihnen im Rahmen der Mandatierung behilflich.


Mit freundlichem Gruß,

Rechtsanwältin Wibke Schöpper.


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