Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Nichtabnahmeentschädigung für ein Forwarddarlehen

30.08.2014 09:49 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Zusammenfassung: Zur Nichtabnahmeentschädigung bei einem Forward-Darlehen.

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe letztes Jahr, ein Forwarddarlehen für mein in 2018 auslaufenden Hypothekenkredit (i.H.v. 200T€/Zinssatz 3,43) aufgenommen. Wie hoch ist die Nichtabnahmeentschädigung, wenn ich nun darauf verzichten möchte?

Vielen Dank.

Sehr geehrter Fragesteller,

ich gehe in der Annahme, dass es sich bei dem gegenständlichen Forward-Darlehen um eine Anschlussfinanzierung handelt. Nach Ablauf der gesetzlichen Widerrufsfrist von 14 Tagen ist der Darlehensnehmer vertraglich zur Abnahme des Darlehens verpflichtet. Wird ein bereits vertraglich vereinbartes Darlehen vom Darlehensnehmer dennoch nicht abgenommen, so wird seitens der Bank eine Nichtabnahmeentschädigung, die einer Vorfälligkeitsentschädigung bei Immobiliendarlehen ähnelt, in Rechnung gestellt. Die Entschädigung fällt deshalb an, weil die Bank die Mittel bereits im Vorfeld beschafft und bereitgestellt hat und ihr in diesem Fall Refinanzierungskosten entstehen.

Wie sich die Nichtabnahmeentschädigung konkret berechnet, hängt von den Konditionen Ihrer darlehensgebenden Bank ab und kann hier nicht pauschal beurteilt werden. Einige Banken berechnen die Nichtabnahmeentschädigung mit etwa 2 % der Darlehenssumme, andere wiederum legen einen Pauschalbetrag zugrunde. Nach Berichten der Verbraucherzentralen, die sich regelmäßig mit den Nichtabnahmeentschädigungen bei Forward-Darlehen beschäftigen, sind die geforderten Nichtabnahmeentschädigungen häufig überhaupt nicht richtig bemessen.

Sollten Sie das Forward-Darlehen lediglich aufgrund eines zinsgünstigeren Angebots einer anderen Bank nicht abnehmen wollen, so ist Ihnen grundsätzlich zu einer Abwägung zu raten. Denn die bankseits geforderte Nichtabnahmeentschädigung kann teuer werden. Was in Ihrem Fall sinnvoll ist, müsste einer Einzelfallprüfung unterzogen werden.

Nach alledem bleibt Ihnen anzuraten, sich mit Ihrer Bank bereits im Vorfeld in den Dialog zu begeben, nach der bei Ihrem Forward-Darlehen konkreten Bemessungsgrundlage zu fragen und gegebenenfalls in Verhandlung zu treten. Jedenfalls lässt sich eine konkrete Berechnung allein anhand Ihrer Angaben sowie ohne Einsicht in den gegenständlichen Vertrag und einer entsprechenden Prüfung nicht beantworten.

Abschließend möchte ich vorsichtig auf eine Möglichkeit hinweisen, die allerdings einer genauen anwaltlichen Prüfung bedarf. Unter gewissen Voraussetzungen ist es möglich, dass Sie aus Ihrem Forward-Darlehensvertrag gänzlich ohne eine Nichtabnahmeentschädigung herauskommen. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn die zu erteilende Widerrufsbelehrung entweder fehlt oder fehlerhaft ist. Dann nämlich beginnt die 14-tägige Widerrufsfrist nicht zu laufen und Sie hätten auch zum jetzigen Zeitpunkt noch die Möglichkeit, den Vertrag zu widerrufen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet und Ihnen weitergeholfen zu haben. Mit einem Dank für das mir entgegengebrachte Vertrauen verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen

Oliver Daniel Özkara
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 30.08.2014 | 12:40

Sehr geehrter Herr Özkara,

vielen Dank für Ihre Antwort. Der Grund meiner Abwägung ist die von der Bank geforderte Änderung "Rangrücktritt des Vorkaufsrechts" (Die Stadt hat das Vorkaufsrecht des Grundstücks vor allen Anderen. Diese Voraussetzung muss ich laut Kreditgeber vor der Auszahlung anstreben und nachweisen. Die Stadt möchte jedoch nicht darauf verzichten. Nach über einem Jahr Diskussionen und im Hinblick darauf, dass die Zinsen nun Kreditnehmer freundlicher geworden sind, verzichtet die Gegenpartei plötzlich auf diese, im Vertrag festgehaltene Voraussetzung. Ist eine solche Vorgehensweise möglich?

Vielen Dank für ein kurzes Feedback.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 30.08.2014 | 13:06

Sehr geehrter Fragesteller,

mit Ihrer Nachfrage schildern Sie einen völlig neuen Sachverhalt, der eine umfassende und komplett neue rechtliche Fragestellung aufwirft, die nicht unter die hiesige Erstberatung fällt und damit auch nicht mehr im diesem Rahmen sachgerecht beantwortet werden kann. Insoweit bitte ich vielmals um Ihr Verständnis, dass Ihre neue Frage einen erhöhten Prüfungsumfang erfordert, um diese seriös und verbindlich beantworten zu können.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Daniel Özkara
Rechtsanwalt

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70152 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,6/5,0
Die Antwort und die Argumentation des Anwaltes hat mir gut gefallen. Ich denke, dass ich ihn mit einem Mandat beauftragen werde. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Schnelle und kompetente Antwort. So gut, dass ich mit dem Anwalt meine Rechte in der Angelegenheit durchsetzen lassen werde. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Endlich mal ein Anwalt der eine eigene Meinung hat und nicht nur mit Allgemeinplätzen rumdruckst! ...
FRAGESTELLER
Jetzt Frage stellen