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Nicht zugestellte Kündigung

| 21.08.2019 15:35 |
Preis: 30,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Mein Arbeitgeber behauptet mir am 14.8.2019 eine Kündigung von 2 Mitarbeitern in meinen Briefkasten zugestellt zu haben. Die Mitarbeiter hätten dafür unterschrieben.

In meinem Briefkasten war keine Kündigung.

Ich habe den Briefkasten dann am 18.08. 2019 ausgetauscht gegen ein anders Modell, andere Farbe, woanders hingehängt und Sticker darauf geklebt.

Dann meinen Arbeitgeber gebeten den Briefkasten zu beschreiben und siehe da, man beschrieb mir den neuen Briefkasten den ich am 18.08.19 aufgehängt habe und nicht den vom 14.08.19 in dem sich die Kündigung hätte befinden müssen.

Es geht mir nicht um die Kündigung, ich hatte 3 Tage später selber gekündigt ( und vom Arbeitsrecht her lohnt sich das nicht ) sondern um diesen offensichtlichen Betrug. Kann ich da Anzeige mit Aussicht auf Erfolg bei der Polizei erstatten? Oder macht das keinen Sinn?

Zeugen vom Aufhängen des Briefkasten gibt es reichlich und das Gespräch mit meiner Chefin ist gesichert.

Sehr geehrte Ratsuchende,

eine Anzeige wegen versuchten Betruges können Sie stellen.

Natürlich ist das Verhalten der Chefin (und auch der anderen Mitarbeiter, sollten die es tatsächlich unterschrieben haben) nicht hinzunehmen.

Da Sie selbst kündigen wollten, keinen Vermögensschaden durch diese Lügerei erlitten haben, wird es aber nur sein.

Die Polizei muss die Strafanzeige aufnehmen und wird es dann an die Staatsanwaltschaft weiterleiten.

Und diese wird dann wahrscheinlich das Verfahren einstellen, da es sich dann um eine zivilrechtliche Streitigkeit handelt. So wird in der Regel mit solchen Anzeigen umgegangen.

Wenn Sie arbeitsrechtlich nichts unternehmen wollen, wird also vermutlich nichts aus der Strafanzeige werden.

Aber trotzdem würde ich sie stellen, denn so ein verhalten mit vorgetäuschten Kündigungszugang ist ein absolutes Unding.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 21.08.2019 | 16:18

Zivilrechtlich heißt, ich könnte auch einen Anwalt damit beauftragen, ich habe Privathaftpflichtversicherung und der würde sich darum kümmern, verstehe ich das richtig mit dem Zivilrecht?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.08.2019 | 16:29

Sehr geehrte Ratsuchende,

nein, das haben Sie nicht richtig verstanden:

Die Staatsanwaltschaft prüft die strafrechtliche Seite. Da tritt keine Versicherung ein.

Die Staatsanwaltschaft wird vermutlich das Strafrecht aber in den Hintergrund stellen, da es mehr eine arbeitsrechtliche (zivilrechtliche) Streitigkeit ist.


Zivilrechtlich ist es eine reine arbeitsrechtliche Auseinandersetzung.

Da tritt dann auch nicht die Privathaftpflichtversicherung ein.

Sie müssten zur Kostenabdeckung eine Rechtsschutzversicherung für Arbeitsrecht haben, da Sie sonst bei arbeitsrechtlichen Angelegenheiten, die dem Zivilrecht auch unterliegen, die Kosten des Anwaltes immer selbst zahlen müssen.

Und das lohnt sich dannei kleinen Beträgen meistens für den Arbeitnehmer insgesamt nicht mehr.


Sie können also Strafanzeige stellen. Machen Sie es selbst, kostet es nichts. Beauftragen Sie einen Anwalt, kostet die Fertigung der Strafanzeige eben Rechtsanwaltsgebühren.

Sie können zusätzlich arbeitsrechtlich (Zivilrecht) gegen die Kündigung vorgehen. Nehmen Sie einen Anwalt, zahlen Sie die Anwaltsgebühren selbst, wenn keine Rechtsschutz dafür eintritt.

Die Privathaftpflichtversicherung greift hier in keinem Fall ein.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

Ergänzung vom Anwalt 21.08.2019 | 16:52

Fragen Sie bei der Privatrechtsschutz nach, ob auch Arbeitsrecht abgedeckt wird. Das kann gut möglich sein. Aber beachten Sie auch eine mögliche Selbstbeteiligung, die Sie dann selbst tragen müssen. Besteht aber Deckungszusage, sollte auch arbeitsrechtlich gegen die Kündigung vorgegangen werden, was in drei Wochen an angeblichen Zugang erfolgen müsste,

Bewertung des Fragestellers 21.08.2019 | 16:49

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"Vielen Dank für die schnelle und verständliche Antwort. Ich meinte natürlich Privatrechtsschutz und nicht Haftpflicht konnte es aber nicht mehr korrigieren. Schade, das man sich so etwas gefallen lassen muss ich werde es trotzdem versuchen und zur Anzeige bringen."
FRAGESTELLER 21.08.2019 5/5,0
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