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Nicht waschbeständige Farbe in neuer Wohnung


26.06.2006 11:13 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle



Hallo,

wir sind vor kurzem umgezogen. Da unsere Vormieter nicht vernünftig renoviert haben, haben wir uns mit dem Vermieter auf einen Neuanstrich von 3 Zimmern, Küche und Flur geeinigt. Der Vermieter hat dn Maler beauftragt und die Kosten für die normale Renovierung übernommen. Wir haben nach Rücksprache mit Vermieter und ausführender Firma (Hausmeisterservice, kein Fachbetrieb) zusätzlich dezent bunte Farben gewünscht. Die Regelung war dahingehend, dass wir den Aufpreis für die bunte Farbe zahlen, der Vermieter die Kosten, die bei einem weißen Anstrich fällig gewesen wären. Eine spezielle Farbe oder Qualität wurde nicht vereinbart, alle Absprachen waren mündlich.

Jetzt haben wir leider feststellen müssen, dass die Farbe alles andere als waschbeständig ist. Sobald man nur leicht mit einem feuchten Tuch über die Wand geht, löst sich die Farbe ab und ein weißer Fleck bleibt zurück. Außerdem ist die Farbe nicht stoßfest. So sind z.B. die Stellen, an denen wir die unbenutzte Leiter angelehnt haben, bereits deutlich angestoßen. Die ausführende Firma hat die billigste weiße Baumarkt-Farbe genommen, die bei OBI zu finden war. Die bunten Farben wurden nach unserer Anforderung beigemischt.

1. Können wir auch ohne direkte Absprache nicht einen zumindest halbwegs waschbeständigen Anstrich verlangen? (Die betreffende Euronorm hat die Nummer 13300.)
2. Kann sich der Vermieter auf die von uns gewüschte Farbbeimischung berufen, da Flecken dann deutlicher zu sehen sind und unter Umständen der Abrieb erhöht ist?
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),


da die Norm 13300 offenbar nicht vereinbart worden ist, können Sie eine Erfüllung der Vermieterpflichten hiernach nicht verlangen.

Verlangt werden kann nur die fachmännische Ausführung mittlerer Art und Güte (BGH RE WM 88, 294), so dass dann die von Ihnen zitierte Norm nicht eingreift.

ABER: Auch diese mittlere Art und Güte muss nun dazu geeignet sein, den vertragsgemäßen Gebrauch zu gewährleisten.

Wenn schon eine Leiter nicht angestellt werden kann, ohne dass es zu Farbabplatzungen kommt, steht hier vielmehr zu vermuten, dass die Arbeiten eben nicht fachgerecht ausgeführt worden sind und einfach mit billiger Farge auf sich schon lösenden Untergrund gestrichen worden ist, so dass eine Verbindung zwischen Untergrund und Oberflächenfarbe nicht gegeben ist.

Hier sollten Sie einen Fachbetrieb bitten, diese Mängel zu begutachten und einen genauen Kostenvoranschlag zu erbitten, indem auch auf die Mängel hingewiesen wird. Dann kann damit der Vermieter aufgefordert werden, die Arbeiten auszuführen; dazu sollten Sie dann eine Frist von drei Wochen setzen.


Der Vermieter kann NICHT damit gehört werden, dass eine Farbbeimischung vereinbart worden ist, da dieses nicht mit der Qualität zu tun hat. Wäre eine Unverträglichkeit gegeben, hätte der Maler VORHER darauf hinweisen müssen.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle
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