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Nicht versteuerte Mieteinnahmen

20.06.2012 18:54 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ernesto Grueneberg, LL.M.


Folgendes Problem: ich habe während meiner Studienzeit eine Eigentumswohnung an der Uni erworben und immer mal wieder ein Zimmer untervermietet an Freunde. Allerdings habe ich überhaupt keine Belege dafür (Mietvertrag o.ä.) außer den Eingängen auf dem Konto per Dauerauftrag. Jetzt würde ich seit Jahren gerne mal meine Einkommensteuererklärungen machen (die letzte ist von 2007) und schiebe das eben wegen dieser Schwierigkeiten und weil ich seitdem mehrfach umgezogen bin ständig vor mir her. Meine Unterlagen sind ein Trauerspiel.

Langsam befürchte ich, dass ich, wenn ich dann mal damit anfange, richtig Ärger bekomme, weil das Finanzamt dann mit Recht sagen wird, dass das zu spät ist. Bisher kam keine Aufforderung, weil ich davor nur im Angestelltenverhältnis verdient habe.

Was kann mir denn schlimmstenfalls passieren?
Danke im voraus für die Beantwortung.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Wenn Sie Mieteinnahmen erzielt, diese aber nicht deklariert haben, dann haben Sie sich wegen Steuerhinterziehung durch Unterlassen strafbar gemacht. Vgl. § 370 Abs. 1 Nr. 2 AO.

Dies wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Sie können dies aber noch verhindern, wenn Sie Selbstanzeige nach § 371 AO erstatten und die hinerzogene Steuer einschließlich Zinsen zeitnah nachzahlen.

Straffreiheit tritt aber nicht ein, wenn
1.
bei einer der zur Selbstanzeige gebrachten unverjährten Steuerstraftaten vor der Berichtigung, Ergänzung oder Nachholung
a)
dem Täter oder seinem Vertreter eine Prüfungsanordnung nach § 196 bekannt gegeben worden ist oder
b)
dem Täter oder seinem Vertreter die Einleitung des Straf- oder Bußgeldverfahrens bekannt gegeben worden ist oder
c)
ein Amtsträger der Finanzbehörde zur steuerlichen Prüfung, zur Ermittlung einer Steuerstraftat oder einer Steuerordnungswidrigkeit erschienen ist oder
2.
eine der Steuerstraftaten im Zeitpunkt der Berichtigung, Ergänzung oder Nachholung ganz oder zum Teil bereits entdeckt war und der Täter dies wusste oder bei verständiger Würdigung der Sachlage damit rechnen musste oder
3.
die nach § 370 Absatz 1 verkürzte Steuer oder der für sich oder einen anderen erlangte nicht gerechtfertigte Steuervorteil einen Betrag von 50 000 Euro je Tat übersteigt.

Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben.
Mit freundlichen Grüßen

Ernesto Grueneberg, LL.M.
Abogado
Mitglied der Rechtsanwaltskammern Berlin & Madrid

Köthener Straße 44
10963 Berlin

info@kanzlei-potsdamerplatz.de
Tel.: 030 2318 5608
Fax.: 030 577 057 759

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