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Nicht möglich, Fahrschein zu erwerben. Trotzdem erhöhtes Endgeld der deutschen Bahn?

| 31.10.2016 13:03 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Raphael Fork


Ich bin aus dem Ausland (Belgien) mit einem Flugzeug am Flughafen Berlin Schönefeld gelandet. Ich erreichte den Bahnhof Schönefeld zehn Minuten vor Abfahrt eines Zuges, den ich dringend nehmen musste, um eine Veranstaltung rechtzeitig zu erreichen. Am Bahnhof gab es zu diesem Zeitpunkt nur drei sichtbare Automaten vor denen sich jeweils ca. 20 Personen aufhielten. Nachdem mir klar wurde, dass ich nicht rechtzeitig eine Fahrkarte würde erwerben können machte ich einige Fotos von den Menschenschlangen vor den drei Automaten.

Ich ging zum Bahnsteig des Zuges. Dort sprach ich mit einer Mitarbeiterin der DB, die mir sagte, dass ich ja auch ein Ticket mit meinem Handy kaufen könne. Das ging jedoch nicht, da ich kein Android oder Apple-System habe und die DB nur hierfür Apps anbietet. Ich wohne in Belgien und kann von dort auch keine Tickets im Voraus kaufen.

Also bin ich in den Zug eingestiegen und ich war mir sicher, dass ich unter diesen Umständen ein Ticket nachlösen könnte oder die DB sich bei der Schilderung des Vorgangs als kulant erweisen würde. Die Kontrolleurin verlangte jedoch die üblichen 60€ für Schwarzfahren und die Deutsche Bahn schrieb mir trotz einer ausführlichen Darstellung der Umstände sowie der von mir gemachten Fotos, dass ich die 60€ zahlen müsse.

Besonders ärgerlich ist, dass ich nun bei einer erneuten Reise gesehen habe, dass die Bahn ca. vier Wochen später statt drei Automaten zehn Automaten im Bahnhofsgelände aufgestellt hat. Es ist also kein singuläres Problem gewesen.

Bin ich unter den beschriebenen Umständen tatsächlich im Unrecht und muss das erhöhte Endgelt bezahlten?

Alternativ hätte ich eine Stunde auf den nächsten Zug warten oder ein Taxi nehmen müssen. Ein Taxi wäre vermutlich noch teurer geworden und mit dem nächsten Zug hätte ich einen wichtigen Termin verpasst.

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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworte:




Frage 1:
"Bin ich unter den beschriebenen Umständen tatsächlich im Unrecht und muss das erhöhte Endgelt bezahlten?"


Das hängt davon ab, ob Sie sich sofort nach Einsteigen in den Zug an das Bahnpersonal im Zug gewandt haben oder ob Sie ohne Fahrkarte Platz nahmen und erst bei der Kontrolle den Sachverhalt offenbarten.

Im ersteren Fall sollte nach den Beförderungsbedingungen der DB gute Chancen bestehen, das erhöhte Beförderungsentgelt zu vermeiden.

Im zweiten Fall dagegen dürften Ihre Chancen tendenziell eher schlechter liegen, da Sie nach den Beförderungsbedingungen verpflichtet sind, einen Fahrschein vor Besteigen des Zugs zu erwerben oder sich anderenfalls unvermittelt nach Einsteigen aktiv an das Zugpersonal wenden müssen.

Dass dies aufgrund der Schlange vor den Automaten, Ihrer Verspätung bei der Anreise oder eines exclusiven Handybetriebssystems nicht möglich war, liegt dagegen grundsätzlich in Ihrer Verantwortungsshäre. Hier hätte Sie dann nur ein zielgerichtetes Aufsuchen des Bahnpersonals im Zug vor dem erhöhten Beförderungsentgelt bewahrt.



Mit freundlichen Grüßen

Raphael Fork
-Rechtsanwalt-


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