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Nicht im Haushalt lebendes Kind als Grund für Lebensmittelpunkt

25.03.2019 16:02 |
Preis: 75,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Mein leibliches Kind wohnt bei meiner Ex-Partnerin im Ort A. Ich wohne mit meiner neuen Partnerin im Ort B ca. 550 km entfernt. Meine Arbeitsstätte, sowie die meiner Partnerin, befinden sich ebenfalls im Ort B. Im Ort A habe ich eine Wohnung, die ich bewohne damit mich mein Kind an den Wochenenden besuchen kann. Daher ist auch mein Lebensmittelpunkt vom FA im Ort A anerkannt.
Meine neue Partnerin und ich haben geheiratet. Es stellt sich nun die Frage, ob sie Ihren Lebensmittelpunkt ebenfalls nach Ort A verlegen kann, obwohl wir zusammen im Ort B wohnen. Denn schließlich habe ich im Ort A meinem Lebensmittelpunkt und eine, meiner Meinung nach, gleichwertige Bindung, nämlich zu meinem minderjährigen Kind.

Vielen Dank für die Antwort
Grüße D
25.03.2019 | 17:28

Antwort

von


(31)
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Sehr geehrter Fragensteller,

Ihre Anfrage möchte ich aufgrund der vorliegenden Informationen gern wie folgt beantworten:

Ich gehe davon aus aber, dass es bei Ihnen thematisch um die steuerliche Geltendmachung von Kosten der doppelten Haushaltsführung geht. Diese sind als Werbungskosten von Ihren Einkünften aus nichtselbstständiger Tätigkeit absetzbar, wenn Ihr Lebensmittelpunkt im Ort A liegt (aufgrund des leiblichen Kindes) und Sie im Ort B nur eine Wohnung haben, da dort Ihre Tätigkeitsstätte liegt und somit beruflich bedingte Kosten vorliegen.

Ihre neue Frau müsste angeben und darlegen, dass sich aufgrund der Heirat ihr Lebensmittelpunkt nun ebenfalls im Ort A befindet und ihr Aufenthalt in B nunmehr ausschließlich beruflich bedingt ist und sie somit am Ort B ebenfalls Werbungskosten der doppelten Haushaltführung hat (ich gehe davon aus, hierauf zielt Ihre Frage letztlich ab). Eine Wegverlegung des Lebensmittelpunktes weg vom Beschäftigungsort ist durchaus von den Finanzgerichten anerkannt worden, wenn die tatsächlichen Lebensumstände sich derart verändert haben. Tenor: Eine aus beruflichem Anlass begründete doppelte Haushaltsführung liegt auch dann vor, wenn ein Steuerpflichtiger seinen Haupthausstand aus privaten Gründen vom Beschäftigungsort wegverlegt und er darauf in einer Wohnung am Beschäftigungsort einen Zweithaushalt begründet, um von dort seiner bisherigen Beschäftigung weiter nachgehen zu können.

Hierfür ist es aber meines Erachten in den OAUAWs notwendig, dass Ihr beider privater Lebensmittelpunkt und die gemeinsame Hauptwohnung sich dann belegbar am Ort A befinden und sich hier wesentliche Teil der Freizeit und Aufenthaltszeiten (z.B. Ferien, Wochenenden, Feiertage) dort abspielen. Dies gilt auch für Größe und Ausstattung der Familienwohnung am Ort A gegenüber der doppelten Haushaltswohnung am Ort B. Auch andere soziale Bindungen sollten sich dann in Richtung Ort B verlagern.

Ihr Anfrage und neuen Lebensverhältnisse durch Heirat und Zusammenziehen im Ort B könnten natürlich auch vom Finanzamt genau anders bewertet werden, wenn die o.g. tatsächlichen Lebensumstände zu einer anderen Bewertung führen. Die Zweitwohnung darf nicht zum neuen Lebensmittelpunkt werden, denn sonst endet die doppelte Haushaltsführung unter Umständen für Sie! Auch dies ist anhand einer Gesamtwürdigung aller Umstände im spezifischen Einzelfalls zu beurteilen. Es gelten die o.g. Punkte, also Aufenthaltszeiten, Ausstattung und Größe der Wohnungen, Bindungen etc. . Bei kam in einer Begründung einer gemeinsamen Wohnung mit einem neuen Partner am Beschäftigungsort ist dies durchaus auch schon so beurteilt worden. Wichtig ist, dass die Zweitwohnung in Größe und Ausstattung die Hauptwohnung am Ort A nicht übertrifft. Dann spricht vieles dafür, dass bei Ihnen die eigentliche Haushaltsführung und der Lebensmittelpunkt nicht an den Beschäftigungsort verlegt wurden. Ist z.B. die Zweiwohnung mehr als doppelt so groß wie die Hauptwohnung, kann durch das Finanzamt von einer Verlegung des Lebensmittelpunktes ausgegangen werden.

Ich hoffe, Ihre Anfrage wurde beantwortet, ansonsten machen Sie bitte von der Nachfrage-Option Gebrauch.


Mit freundlichen Grüßen

Nils Hoefer
Rechtsanwalt und Steuerberater


Rechtsanwalt Nils Hoefer

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