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Nicht erklärte Einkünfte


| 15.05.2005 16:26 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

neben meinem Hauptberuf (Vollzeit als Angestellter) arbeite ich seit 09/2002 nebenbei für ein Online-Unternehmen.

Jedes Monat habe ich diesem Unternehmen eine Rechnung geschrieben, jedoch ohne ein Gewerbe angemeldet zu haben (2002 waren es ca. 3000,- EUR, 2003 ca. 9000,- EUR und 2004 ca. 13000,- EUR).

Diese Einkünfte habe ich auch nicht auf meiner Einkommenssteuererklärung ausgewiesen.

Mein Gewerbe (Kleinunternehmerregelung) habe ich im Oktober 2004 angemeldet und seit diesem Zeitpunkt meine Einkünfte auch angegeben - erstmals in der Steuererklärung für 2004 (wobei die Rechnungen vor Oktober 2004 fehlen).

Vor einigen Wochen wurde bei diesem Unternehmen eine Steuerprüfung für 2003 durchgeführt, wodurch auch eine Kontrollmeldung über meine Einkünfte an mein Finanzamt erging.

Daraufhin habe ich einen Brief vom Finanzamt erhalten, in dem ich über die nicht erklärten Einkünfte aus 2003 zur Auskunft gebeten werde.

Konkret geht es in diesem Schreiben darum, ob ich 2003 bereits selbständig oder gewerblich tätig war, in welcher Höhe die Einkünfte waren, warum diese nicht erklärt wurden und ob ich davor bereits nicht erklärte Einkünfte hatte.

Die Rechnungen liegen mir alle noch vor, jedoch ist es nun für eine Selbstanzeige zu spät - oder gibt es hierzu noch Möglichkeiten?

Ich wäre dankbar für eine Beurteilung der Sachlage, wie ich am Besten weiter vorgehen kann/soll (telefonisch? schriftlich?) und was mich erwartet.

Mit freundlichen Grüßen
15.05.2005 | 17:04

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

nach Ihren Schilderungen besteht der Verdacht, dass Sie durch das Verschweigen Ihrer Einkünfte, sich der Steuerhinterziehung strafbar gemacht haben könnten.

Was haben Sie also zu erwarten?
Nach meinen Erfahrungen wird bei Steuerhinterziehungen über 2500 EUR wird in vielen Fällen eine Einstellung des Strafverfahrens gegen Zahlung einer Geldauflage (§ 153a StrafPO) erreicht.


Soweit eine Einstellung des Verfahrens nicht erfolgt, kommt es zu einer Verurteilung die in den meisten Fällen zu empfindlichen Geldstrafen führt und für den Betroffenen einen Eintrag in das Strafregister (vorbestraft) bedeutet.

Allerdings hat der Gesetzgeber mit der Vorschrift des § 371 AO die Möglichkeit geschaffen, nicht versteuerte Einkünfte beim Finanzamt straffrei nachzuerklären (§ 153 AO). Dies ist aber dann nicht möglich soweit die Straftat bereits vor der Aufklärung durch die Strafverfolgungsbehörden stand. Ob in Ihrem Fall eine solche Selbstanzeige noch möglich ist, bedarf einer intensiveren Recherche in der Steuerrechtsliteratur. Ich bin am Monatg im Büro und werde Ihnen dann einen konkreten Vorschlag per email zukommen lassen.


Mit freundlichen Grüßen

Marcus Alexander Glatzel
Rechtsanwalt



Rechtsanwalt Marcus Alexander Glatzel, Dipl.-Jur.

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