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Nicht abgeholte Warensendung bei Ebay Auktion - Versandkosten


| 04.01.2007 14:45 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ingo Bordasch



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich vertreibe gewerbsmäßig Waren aller Art über Ebay.

Rund die Hälfte der Waren verschicke ich als Warensendung mit der deutschen Post. Das ich als gewerblicher Händler für den Versand an den Endkunden verantwortlich bin ist mir klar.

Ich hatte jedoch vor kurzem einen ganz speziellen Fall. Bin mal gespannt wie hier die Rechtslage aussieht.

Ich habe einem Kunden eine Ware per Warensendung mit der deutschen Post geschickt. Nach etwa zwei Wochen kam die Ware zurück mit dem Vermerk "NICHT ABGEHOLT". Als erstes dachte ich der Käufer hätte eine falsche Adresse angegeben, habe ihn also kontaktiert. Die Versandkosten in der Ebay Auktion habe ich mit 2,99EUR angegeben, der Warenwert war 3,99EUR. Der Käufer bestätigte mir, dass die angegebene Adresse korrekt sei. Also habe ich bei der Post nachgefragt. Die hat mir folgendes mitgeteilt. Wenn die Warensendung zu groß für einen Briefkasten sei wirft der Postbote ähnlich bei einem Paket eine kurze Benachrichtigung in den Briefkasten die Sendung doch bitte auf der nächsten Post abzuholen binnen einer Woche. Danach würde die Sendung zurück an den Absender (mich) gehen. Die Sendung wurde also nicht abgeholt und wieder an mich zurück geschickt, mit dem Vermerk "SENDUNG NICHT ABGEHOLT".

Dies habe ich dem Käufer auch so mitgeteilt, behauptet dieser jedoch nie ein Benachrichtigungsschreiben der Post erhalten zu haben. Ich habe ihm mitgeteilt, wenn ich die Ware noch einmal versenden soll, würden die Versandkosten in Höhe von 2,99EUR noch einmal fällig. Der Käufer beharrt jedoch darauf nie eine Info der Post bekommen zu haben die Sendung auf der Poststelle abzuholen.

Ich habe ihm nun angeboten entweder zahlt er noch einmal 2,99EUR für einen erneuten Versand oder ich erstatte ihm den Betrag abzüglich meiner Versandkosten zurück.

Wie sieht die rechtslage also aus wenn der Käufer die ware nicht abholt auf der Poststelle??

Bin mal gespannt wer hier genaues weiß.

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Sehr geherter Fragesteller,

ich gehe davon aus, dass Sie keine AGB haben, die diesen Fall regeln.

Ihr Kunde hat bei einem vereinbarten Warenversand eine Mitwirkungspflicht. Diese umfasst insbesondere die bestellte Ware anzunehmen/abzuholen. Nimmt er also die Ware nicht an oder holt sie nicht vom Zusteller ab macht er sich, bei erneuter Zusendung schadensersatzpflichtig. D,h er muß Ihre doppelten Versandkosten zahlen.

Allerdings ist er dazu nur verpflichtet, wenn er seine Mitwirkungspflicht schuldhaft versäumt hat. Wenn, wie in Ihrem Fall, der Kunde behauptet kein Benachrichtigungsschreiben erhalten zu haben, handelte er nicht schuldhaft und ist nicht schadensersatzpflichtig.

In diesem Falle können Sie sich nun an die Post halten, die sich Ihrerseits wiederum möglicherweise nicht an den Beförderungsvertrag mit Ihnen gehalten hat, so der Paketzusteller wirklich versäumt hat das Benachrichtigungsschreiben einzuwerfen.

Das Problem ist in Ihrem Fall das Sie beweispflichtig sind für das schuldhafte Handeln Ihres Kunden bzw. das fehlerhafte Handeln der Post.

Ich hoffe, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, weitergeholfen zu haben.
Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

Tel.: 030 - 293 646 75
Fax.: 030 - 293 646 76
frag-einen-anwalt@RA-Bordasch.de

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