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Nicht Arbeitsfähig wegen Trauma durch gesehenen Suizid am Arbeitsplatz.


| 03.07.2006 11:11 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Markus Timm



Guten Tag!

Ich bin 24 Jahre alt und seit 5 Jahren für einen Sicherheitsdienst am Empfang tätig.

Vor 2 Wochen wurde ich ungewollt Augenzeuge eines Suizids der sich in direkt neben meinem Arbeitsplatz geschehen ist. Seit dieser Zeit bin ich Krankgeschrieben und habe seit kurzem auch einen Psychologen der mir hilft dieses Trauma zu verarbeiten.

Leider ist es nicht absehbar wann ich genesen werde. Diese Frage kann mir auch keiner beantworten.

Ich habe nun folgende Fragen:

Meine Firma sucht jetzt einen Ersatz für mich. Könnte ich Probleme bekommen meine Stelle nach Genesung zu behalten?

Kann mich mein Arbeitgeber kündigen wenn ich nicht nach einer bestimmten Zeit wieder arbeitsfähig bin?

Erhalte ich in der Zeit wo ich krankgeschrieben bin mein volles Gehalt und wie lange?
Ich bekomme Festgehalt + Leistungszulagen + Fahrgeld.

Gilt meine Erkrankung als Arbeitsunfall?

Was ist wenn ich aus seelischen Gründen gar nicht mehr an meinem Arbeitsplatz arbeiten kann? Soll ich um eine Kündigung bitten, oder mir eine neue Stelle suchen?

Wie lange ist die Kündigungsfrist wenn ich eine neue Stelle hätte?
In meinem Arbeitsvertrag steht: „ Die Frist für die ordentliche Kündigung richtet sich nach den Gesetzlichen Bestimmungen“.

Ich hoffe das ich über diesen Weg antworten auf meine Fragen finde und bedanke mich im Voraus für Ihre Antworten.





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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt summarisch beantworten will:

1. Meine Firma sucht jetzt einen Ersatz für mich. Könnte ich Probleme bekommen meine Stelle nach Genesung zu behalten? Kann mich mein Arbeitgeber kündigen wenn ich nicht nach einer bestimmten Zeit wieder arbeitsfähig bin?

Die Frage nach einer Kündigungsmöglichkeit hängt von der davor zu klärenden Frage über die Anwendung des Kündigungsschutzgesetzes ab: Wenn es sich um einen Kleinbetrieb handelt (weniger als 6 Arbeitnehmer), dann besteht nur ein minimaler Kündigungsschutz. Ansonsten ist eine Kündigung nur möglich, wenn Sie dauerhaft außerstande sind, Ihre Arbeit zu erbringen. Hier muss Ihr Arbeitgeber aber auch die Möglichkeit mit einbeziehen, Ihnen einen anderen Arbeitsplatz in seinem Betrieb zuzuweisen.

2. Erhalte ich in der Zeit wo ich krankgeschrieben bin mein volles Gehalt und wie lange?
Ich bekomme Festgehalt + Leistungszulagen + Fahrgeld.

Zunächst erhalten Sie Ihr Gehalt in Höhe von 100 % des Bruttoeinkommens zzgl. der Leistungszulage, ohne Fahrtkosten von Ihrem Arbeitgeber. Nach sechs Wochen erhalten Sie Krankengeld (von Ihrer Krankenkasse) in Höhe von 70 % des regelmäßig erzielten Bruttoarbeitsentgeltes für die maximale Dauer von 78 Wochen.

3. Gilt meine Erkrankung als Arbeitsunfall?

Es spricht Einiges für die Annahme eines Arbeitsunfalls.

4. Was ist wenn ich aus seelischen Gründen gar nicht mehr an meinem Arbeitsplatz arbeiten kann? Soll ich um eine Kündigung bitten, oder mir eine neue Stelle suchen?
Wie lange ist die Kündigungsfrist wenn ich eine neue Stelle hätte?
In meinem Arbeitsvertrag steht: „ Die Frist für die ordentliche Kündigung richtet sich nach den Gesetzlichen Bestimmungen“.

Für diesen Fall wäre ein Aufhebungsvertrag der gangbare Weg: Eine Sperrzeit droht in diesem Fall nicht, da das Lösen des Arbeitsverhältnisses nicht von Ihnen verschuldet worden ist. Lassen Sie sich bitte von Ihrer Arbeitsagentur beraten. Sollten weiter Unklarheiten bestehe, ist der Gang zum Anwalt dringend anzuraten.
Grundsätzlich beträgt die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber bei einer Anstellung von fünf Jahren zwei Monate zum Ende eines Kalendermonats (§ 622 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 BGB). Bei der Berechnung werden aber Beschäftigungszeiten, die vor der Vollendung des 25. Lebensjahres lagen, nicht berücksichtigt. Deshalb gilt für Ihren Arbeitgeber wie für Sie als Arbeitnehmer eine Kündigungsfrist von vier Wochen zum 15. oder zum Ende eines Monats (§ 622 Abs. 1 BGB). Die Kündigung muss schriftlich erfolgen.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Auskunft weiter geholfen zu haben. Selbstverständlich stehe ich Ihnen im Rahmen der Nachfragefunktion zur Verfügung.

Mit freundlichem Gruß

M. Timm
-Rechtsanwalt-
www.peukerttimm.de
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