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Nicht Abgegebene Steuererklärungen


18.04.2005 03:20 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich habe für die vergangenen Jahre kein Gewerbe angemeldet und auch keine Steuererklärungen abgegeben.

Ich habe aber aus Geldnot Rechnungen (auch noch mit ausgewiesener Umsatzsteuer) an Firmen ausgestellt. Nun ist eine dieser Firmen geprüft worden und dabei sind meine Rechnungen aufgefallen und es werden wohl Kontrollmeldungen gemacht. Dies wurde mir von der betreffenden Firma mitgeteilt.

Nun sitz ich ganz schön in der Klemme, da wohl über kurz oder lang das Finanzamt mit einer Prüfung auf mich zukommen wird. Ich würde ja gerne schon vorher eine Selbstanzeige machen und die Steuererklärungen abgeben sowie die Steuern zahlen. Allerdings liegen mir keinerlei Belegkopien vor so dass ich überhaupt nicht mehr weiß, wem ich was wann in Rechnung gestellt habe. Ich kann nur die ungefähren Beträge schätzen.

Nun ist guter Rat teuer und ich weiß nicht, was ich jetzt machen soll und wo ich anfange. Vielleicht kann mir jemand eine erste Beurteilung der Sachlage und einen Rat geben. Dafür wäre ich schon mal dankbar.

mit freundlichem Gruß

xxx
Guten Morgen,

bevor das Finanzamt auf Sie zukommt, sollten Sie auf das Finanzamt zukommen.

Ihr Verhalten ist steuerrechtlich in zweierlei Hinsicht bedenklich: Erstens hätten Sie die Umsatzsteuer, die Sie vereinnahmt haben, auch an das Finanzamt abführen müssen. Zweitens müssen Sie Ihre Einnahmen ordnungsgemäß versteuern.

Sie haben die Möglichkeit, um ein Steuerstrafverfahren zu vermeiden, eine sogenannte strafbefreiende Selbstanzeige abzugeben. Zeitlich können Sie dies tun, solange Ihnen unbekannt ist, ob eine Steuerstrafverfahren eingeleitet ist.
Eine derartige Anzeige macht aber nur Sinn, wenn Sie Ihre Einkünfte und die gezogene Umsatzsteuer vollständig angeben können. Sie sollten deshalb zunächst, sei es über die Rechnungsempfänger, sei es über die Bank, die vollständigen Umsätze ermitteln. Geben Sie dann die Steuererklärungen in Form der Selbstanzeige ab. Die Finanzbehörde wird dann die zu zahlende Steuer ermitteln und Ihnen eine Frist zur Zahlung geben. Danach haben Sie es hinter sich.

Sie sollten allerdings, um formelle Fehler zu vermeiden, einen Anwalt oder Steuerberater hinzuziehen.

Ich hoffe, ich habe Ihnen weitergeholfen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß
Rechtsanwalt und auch Fachanwalt für Arbeitsrecht
Esenser Straße 19
26603 Aurich
Tel. 04941 60 53 47
Fax 04941 60 53 48
e-mail: info@fachanwalt-aurich.de

Nachfrage vom Fragesteller 18.04.2005 | 12:11

Vielen Dank fuer die Antwort. Aber genau hier liegt ja mein Problem. Die Vorfaelle wurden alle bar abgewickelt, also ist eine Umsatzermittlung ueber Bank nicht moeglich. Da die Vorgaenge auch schon weit zurueck liegen (1999-2001) bekomme ich auch nicht mehr alle Empfänger zusammen. Und wenn ich jetzt alles aufliste, was mir noch bekannt ist und nachher stellt sich heraus, das es nicht vollstaendig war, was mache ich dann ? Welches Finanzamt ist dann jetzt eigentlich zusatendig, da ich mehrfach umgezogen bin. Das Finanzamt, bei dem ich damals die Erklärungen hätte abgeben müssen oder mein jetziges Wohnsitz-Finanzamt ? Mit freundlichen Grüßen. xxx

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.04.2005 | 17:46

Guten Abend,

Sie sollten dringend einen juristischen Berater direkt vor Ort kontaktieren. Ich kann anhand Ihrer Angaben nicht abschließend entscheiden, wie Sie taktisch vorgehen sollten. Wenn Sie nicht alle Umsätze angeben, laufen Sie Gefahr, daß die gesamte Selbstanzeige für die Katz war.

Örtlich zuständig ist das jetzt für Sie zuständige Finanzamt. Das bisherige Finanzamt kann allerdings mit Zustimmung des jetzt zuständigen Finanzamtes ein Verwaltungsverfahren, welches noch oder schon geführt wird, weiterführen.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß

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