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Nich Krankenversichert - zurück in gesetzliche mit Trick?

| 13.03.2012 21:50 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Hallo liebe Wissenden,

durch Eigenverschulden bin ich seit ca. 7,5 Jahren nicht krankenversichert.
Ich war zuletzt in einer Versicherung, als ich noch bei der Bundeswehr war.

Vorgeschichte:

Nach dem ich meine Ausbildung gemacht hatte - ging ich im Jugendlichenleichtsinn
in die Selbstständigkeit. Jedoch interessierten mich Themen wie Versicherung nicht
(damals noch über die Eltern mitversichert).
Ich hatte auch keine Fördergelder in Anspruch genommen.

Dann kam der Bund - ich blieb weiterhin selbstständig und war somit in der freien Heilfürsorge.
Danach war ich zu alt für die Familienversicherung und bin seither ohne Versicherung.

Bis heute bin ich also ohne Versicherung aber selbstständig - ich wollte mich nicht mit einer
Versicherung in die Schuldenfalle begeben - da ich mir das schlichtweg nicht leisten konnte
und mich auch einfach schlecht informiert habe.


Heute / aktuelle Lage:

Mittlerweile läuft alles ganz gut und ich würde mich nun gerne versichern
(bin gesund keine bekannten Probleme!). Auf meine Anfrage bei einem "Versicherungsexperte"
wurde mir dann offenbart, dass ich einiges an Rückzahlungen zu leisten hätte wenn ich mich
in eine Private oder Gesetzliche KV begebe - wenn diese mich überhaupt aufnimmt.

Nun würde mich ein befreundetes Unternehmen einstellen das
ich wieder in eine Versicherung komme nun stellen sich aber folgende Fragen:

1. Kann ich überhaupt ohne diese Rückzahlung als Angestellter wieder versichert werden?
2. Drohen uns hier rechtliche Konsequenzen hinsichtlich eines Betruges?
3. Müsste ich meine Selbstständigkeit aufgeben?
4. Wie lange müsste ich in der Gesetzlichen bleiben, bis ich in eine Private kann?

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts beantworten möchte:

1. Ja, wenn Sie als Angestellter in ein pflichtversichertes Arbeitsverhältnis eintreten,
wären Sie nach § 5 I Nr. 1 SGB V in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert. Die Kasse kann Sie nicht ablehnen. Allerdings droht in der Tat eine Rückzahlung, wenn Sie sich einfach wieder bei einer gesetzlichen Krankenkasse anmelden. Die Versicherung fragt nach der letzten Versicherung und wird dann feststellen, dass Sie zuvor nicht versichert waren. Die Krankenversicherung hat zwar die Möglichkeit, Nachzahlungen teilweise zu erlassen oder zu stunden, wird aber in der Regel nicht darauf verzichten. Bei privaten Krankenversicherungen wird die Nachforderung unterschiedlich gehandhabt. Von der privaten könnte man dann durch Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung wieder in die GKV wechseln, weil eine Vorversicherung bestanden hat.

2. Ein Betrug liegt nicht vor, wenn Sie korrekte Angaben machen. Das Arbeitsverhältnis muss natürlich ernsthaft sein und auch tatsächlich praktiziert werden. Wenn nur ein Scheinarbeitsverhältnis vorliegt, würde gar keine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung vorliegen. Bei einem Scheinarbeitsverhältnis könnte auch ein Betrug vorliegen.

3. Die Selbstständigkeit könnte als Nebenbeschäftigung bestehen bleiben, aber nicht als Haupbeschäftigung. Sie wären als Hauptberuflich Selbstständiger nach § 5 V SGB V nicht pflichtversichert.

4. Sie müssten ein Jahr pflichtversichert sein um wieder in eine private Krankenversicherung wechseln zu können.



Bitte bedenken Sie, dass jede Ergänzung des Sachverhalts zu einer veränderten Beurteilung führen kann.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeits- und Familienrecht

Paulistr. 10
31061 Alfeld
Tel.05181/5013
Fax 24163
mail:anwaltwoehler@googlemail.com

Bewertung des Fragestellers 13.03.2012 | 23:40

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