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Neuwagenmängel


14.02.2005 13:36 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe 09/2003 einen Neuwagen (Smart Cabrio) gekauft. Seitdem bin ich ziemlich häufig in der Smart Werkstatt gewesen wg. Mängeln wie:

-Probleme mit ABS
-Undichtes Verdeck
-Kondenswasser in der Bremsleuchte
-3xdefektes Brems- und Rücklicht
-Defekte Schlüssel (mehrmals umprogrammiert, schon zwei mal abgeschleppt deswegen)
-Defekt der Zentralelektrik
-Defekte Fensterscheibe
und und und...

Bisher ist alles immer behoben worden, da Garantiedauer 2 Jahre. Ich befürchte aber, dass auch nach Ablauf der 2 Jahre erneut wieder Mängel und Probleme auftauchen und ins Geld gehen.

Habe ich Anspruch auf Umtausch des Fahrzeugs (sogenannte Wandlung) oder Entschädigung (Wegen Zeitaufwand, Wertminderung etc.)???

Da der Smart kein billiges Auto ist, ist der Ärger doppelt so groß!

Für eine kompetente Antwort wäre ich dankbar. Bitte um konkrete Info, ob ich den Fall rechtsanwaltlich weiterverfolgen sollte (bin rechtschutzversichert) und ob ich mir realistische Chancen erhoffen kann.

MFG Alexander Zielke

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Sehr geehrter Ratsuchender,

zunächst kommt es auf den Kaufvertrag und die dort sicherlich mit vereinbarten AGB´s an. Allein deshalb wird der Gang zum Rechtsanwalt fast unvermeidlich sein.

Wichtig ist nätürlich auch, die Gesamtliste der Mängel zu erfahren, da Sie ja entsprechend abgekürzt haben.

Unabhängig von des AGB´s steht Ihnen der Rücktritt unter den Voraussetzungen zu, wenn der Wagen von der Ist-Beschaffenheit erheblich abweicht. Weiter müßten Sie dann den Verkäufer zur Beseitigung der Mängel auffordern und die von Ihnen gesetzte Frist müsste verstreichen. Auch darf Ihnen die Nacherfüllung (Reparatur) nicht unzumutbar sein. Sollte ein Mangel zweimal vergeblich repariert worden sein, gilt schon wieder etwas anderes; dann brauchen Sie den Verkäufer nicht nochmals auffordern.

Allein anhand dieser Antwort sehen Sie, dass ein Rechtsanwalt eingeschaltet werden muss, auch hinsichtlich der für den Fall des Rücktritts von Ihnen zu zahlenden Nutzungsentschädigung.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 14.02.2005 | 14:17

Sehr geehrte Frau True-Bohle,

ich danke Ihnen für die rasche und kompetente Antwort.

Sie schreiben: "Weiter müßten Sie dann den Verkäufer zur Beseitigung der Mängel auffordern und die von Ihnen gesetzte Frist müsste verstreichen."

Was mache ich, wenn derzeit keine Mängel vorhanden sind. Es sind ja alle bisher beseitigt worden? Ich habe allerdings Bedenken, dass in den nächsten Monaten wieder welche auftauchen... Ich möchte ungern die Zeit verstreichen lassen - habe das Befürchten, dass ich nach Ablauf der 2 Jahre keine rechtlichen Chancen habe.

Was bedeutet übrigens der Satz "Auch darf Ihnen die Nacherfüllung (Reparatur) nicht unzumutbar sein."?

Ich danke im Voraus für Ihre Antwort und wünsche noch weiter gute Erfolge mit Ihrer Kanzlei.

Mit freundlichen Grüßen

Alexander Zielke

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.02.2005 | 14:33

Wenn derzeit keine Mägnel mehr vorhanden sind, wird auch ein Rücktritt nicht möglich sein. Der vorbeugende Rücktritt, so wie Sie Ihn wünschen, ist nach dem gesetz nicht möglich. Da kommt es dann auf Ihr Verhandlungsgeschick mit dem Händler an, den man ja vielleicht in Hinblick darauf, dass er ansonsten einen Kunden verliert, zur freiwilligen Rücknahme bewegen kann.

Bei den Mängeln, die bisher abgestellt worden sind, wird die Verjährungsfrist neu zu laufen beginnen.

Da der Rücktritt das "härteste" Mittel ist, darf es sich nicht um einen zumutbaren Mangel (z.B. Schramme an der Seite bei einem Einbaukühlschrank) handeln; dann würde Ihnen nur die Minderung zustehen.

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