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Neuwagenkauf Mängel


| 14.02.2005 23:50 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht



Guten Tag,
Ich habe im Juni letzten Jahres einen Neuwagen gekauft. Ich stellte nach einiger Zeit fest, dass die Klimaanlage nicht richtig funktionierte. In der Werkstatt wurde der Fehler behoben und es stellte sich heraus, dass die Belüftungsanlage vollkommen falsch verkabelt gewesen war.
Einige Wochen später erhielt ich einen Rückruf, weil die elektronische Feststellbremse bei der gesamten Serie defekt war.
Jetzt im Winter stellte ich fest, dass die Standheizung nicht richtig funktionierte. Es verstellte sich auch die Uhr und ähnliche Kleinigkeiten.
Nachdem plötzlich das Auto morgens nicht mehr startete, rief ich den Service an, der mir Starthilfe gab. Die Batterie war leer.
In der Werkstatt bekam ich einen Ausschnitt von einer Kopie eines Faxes. Hier ein Auszug:
"Bitte weisen Sie Ihre Kunden darauf hin, dass die Heizzeiten der kraftstoffbetriebenen Standheizung nicht aktiviert werden dürfen. Eine dauerhafte Lösung wird zurzeit entwickelt und steht in Kürze zur Verfügung."
Die Nachricht bekam ich am 08.02.05.
Ich kann also meine Standheizung nur sehr eingeschränkt nutzen. Ich müsste 1/2 Stunde vor der Fahrt nach draussen gehen und sie aktivieren, was z.B. am frühen Morgen natürlich auch ein früheres Aufstehen zur Folge hat und damit sehr unpraktikabel ist. Dafür ist sie ja normalerweise programmierbar.
So, wie ich die Werkstatt verstanden habe, betrifft das alle Autos gleichen Typs. Die Software ist fehlerhaft, so dass die Standheizung zu allen möglichen Zeiten anfängt, die Belüftungsanlage des Autos zu starten und damit die Batterie leersaugt.
Frage 1: Kann ich verlangen, dass mir der Autohersteller oder die Werkstatt für die Zeit der Reparatur (ich muss ja wieder hin, wenn der Fehler behoben ist)einen Mietwagen zur Verfügung stellt?
Frage 2: Kann ich den Kaufpreis im Nachhinein mindern oder eine Wandlung erzwingen, da der Wagen mehrere Herstellerfehler hat?

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Guten Morgen,

bei einem Neuwagenkauf haftet der Händler stets für zumindest ein Jahr für die Mangelfreiheit des Wagens. Ein Mangel ist im Juristendeutsch die negative Abweichung der Ist-Beschaffenheit von der Soll-Beschaffenheit.

Bei dem von Ihnen beschriebenen Mangel an der Standheizung liegt ein derartiger Mangel vor. Dieser Mangel muß auch zum Zeitpunkt der Übergabe des Wagens vorhanden gewesen sein, was aber bei dem von Ihnen geschilderten technischen Mangel ebenfalls der Fall ist.
Sie müssen nun Ihrem Verkäufer zunächst Gelegenheit geben,diesen Mangel abzustellen. Hierzu sollten Sie auffordern. Die Mängelbeseitigung muß natürlich auf Kosten des Verkäufers erfolgen. Erst wenn diese Nachbesserung fehlschlägt, können Sie den Kaufpreis mindern oder den gesamten Vertrag rückgängig machen.

Für den Zeitraum der Reparatur haben Sie Anspruch darauf, daß Ihnen der Verkäufer ein Fahrzeug gleicher Art und Güte zur Verfügung stellt, ansonsten können Sie Nutzungsentschädigung verlangen.

Ich hoffe, ich habe Ihnen weitergeholfen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß
Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht
Esenser Straße 19
26603 Aurich
Tel. 04941 60 53 47
Fax 04941 60 53 48
e-mail: info@fachanwalt-aurich.de

Nachfrage vom Fragesteller 15.02.2005 | 07:12

Guten Morgen,
Eine kleine Nachfrage habe ich noch:
Habe ich den Anspruch auf ein Ersatzfahrzeug nur dem Verkäufer gegenüber oder bei jedem Fordhändler? (ich habe den Wagen 300 km von meinem Wohnort entfernt gekauft)

Vielen Dank und viele Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.02.2005 | 13:55

Guten Tag,

Ansprüche bestehen grundsätzlich nur Ihrem Vertragspartner gegenüber, also dem Verkäufer. Vielleicht ist es möglich, daß Sie sich mit diesem zur Vermeidung von weiteren Reisekosten für die Nachbesserung, die ebenfalls von dem Verkäufer zu tragen wäre, auf eine kostengünstigere Lösung einigen.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß

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Viele Grüße
"
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