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Neuwagen gekauft - Viele Mängel + Getriebenummern unkenntlich gemacht


| 15.01.2007 20:32 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht



Hallo,

wir haben uns im Jahr 2002 einen Neuwagen, Marke Skoda Fabia gekauft. Baujahr des Wagens ist 2000, somit stand der PKW anscheinend schon 2 Jahre im Verkaufsraum, warum auch immer.

Bereits bei der Übernahme des Fahrzeugs, viel uns auf, dass diverse Gänge des Getriebes klemmen. Der erste Gang ließ sich nur schwer einlegen und sprang gerne mal wieder raus. Ebenso hakten Rückwärtsgang, sowie der fünfte Gang.

Dieses haben wir natürlich direkt beim Vertragshändler reklamiert und der Wagen wurde in die Werkstatt gegeben.

Nach einigen Tagen bekamen wir den Wagen wieder. Der VK sagte, es wäre kein Mangel festgestellt worden und gab uns den Wagen wieder zurück, natürlich mit einer saftigen Rechnung.

Nach einiger Zeit, da die Probleme natürlich immernoch nicht behoben waren, gaben wir den Wagen erneut, wegen dem gleichen Problem in die Werkstatt. Nach einigen Tagen konnten wir den Wagen wieder abholen & man teilte uns mit, dass die Gänge neu eingestellt worden sind.

Gemacht wurde natürlich nichts, da die Gänge nach wie vor hakten und einfach während der Fahrt heraussprangen.

In der Garantiezeit traten noch viele weitere Defekte beim Fahrzeug auf, ewig waren die Fensterheber defekt, irgendwelche Leitungen undicht. Alles wurde auf "Kulanz" wieder hergerichtet ( wenn man es so nennen darf ). Es folgten immer saftige Rechnungen.

Neuerdings sind beim Fahrzeug, dass nun aus der Garantiezeit raus ist, wiederholt Mängel am Getriebe (näheres gleich).
Ebenso wurden bereits drei Mal die Radlager auf beiden Seiten getauscht und wiederholt waren die Fensterheber defekt, Schalter sind einfach abgerochen etc.

Ebenfalls sind die Antriebsmanschetten beidseitig gerissen und der Wagen hat nun auch einen Getriebeschaden und Kupplungsschaden, die aufs falsche/defekte Getriebe zurückzuführen ist. Der Wagen wurde direkt bei bemerken des Kupplungsschadens in die Werkstatt des Vertrauens gegeben. Ebenfalls ist die Steuerung für die Servolenkung nun ausgefallen.

Laufleistung des PKW´s sind gerade mal 50.000KM.

Bei der Überprüfung des Wagens hat sich nun herausgestellt, dass an der Getriebenummer des PKW´s hantiert worden ist.

Die Getriebenummer wurde teilweise stark "rausgeschmiergelt", sprich unkenntlich gemacht. Selbst mit einer Lupe ist nur sehr schwer nachzuvollziehen, um was für eine Nummer es sich handelt.

Dies stellte sich dadurch raus, als ein Getriebeersatz bestellt worden ist und vorne und hinten absolut nicht passte. Sprich die Teilenummer stimmt nich überein und das Getriebe passt nicht. Daraufhin wurde die unkenntlich gemachte Getriebenummer entdeckt.

Ebenso die Achsmanschetten sind an stellen gerissen, an denen es unmöglich ist, dass diese reissen können.

Unser KFZ Meister erhebt nun wirklich den Verdacht, dass das Getriebe gar nicht für das PKW ausgelegt ist und daher die folgeschäden, wie defekte Achsmanschetten sowie die stetig defekten Radlager zu folge hat. Sprich das Getriebe wurde gegenüber dem Orginalzustand getauscht.

Er spricht schon fast von Betrug, da offensichtlich die Getriebenummern beim Händler unkenntlich gemacht worden sind.


-
Frage nun:

Welche Möglichkeiten hat man nun, was gegen diese Art von Betrug zu unternehmen? Die Reperaturkosten decken ja so langsam schon den Neuwert des Wagens. Gibt es eine Möglichkeit auf Wertminderungen oder ähnliches?

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Sehr geehrter Fragesteller,

in einem Fall wie dem Ihren sind grundsätzlich zwei Anspruchsgrundlagen denkbar: zum einen Ansprüche aus Gewährleistung, zum anderen aus unerlaubter Handlung.

Ansprüche aus Gewährleistung wären seit 2004 verjährt, so daß in Ihrem Fall nur noch Ansprüche aus unerlaubter Handlung zu prüfen bleiben. Hierzu müßte dem Händler eine ebensolche unerlaubte Handlung nachgewiesen werden. In dem bloßen Austausch eines Getriebes dürfte eine solche aber noch nicht zu sehen sein (unabhängig von der Frage, ob der Austausch durch den Händler erfolgte oder aber er den Wagen selbst bereits in dieser Form vom Werk bzw. von seinem Händler erhielt). Denn hierfür reicht nicht ein fehlerhafter Austausch, es wäre hierzu vielmehr noch erforderlich, daß der Händler diesen Austausch vornahm in der Absicht, Ihnen einen Vermögensschaden zuzufügen. Solange dies nicht nachgewiesen werden kann verbleiben nur die "normalen" Gewährleistungsansprüche, die Ihnen im vorliegenden Fall durchaus zugestanden hätten, die zwischenzeitlich jedoch, wie gesagt, bereits verjährt sind.

Mit freundlichen Grüßen
Udo Meisen
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 15.01.2007 | 20:47

Guten abend,

nun laut Aussage unseres KFZ-Meisters resultieren die defekte am Getriebe, durch die Änderung der Schaltung am Getriebe, da diese neu eingestellt worden ist.

Ich denke nicht, dass dem Händler "absicht" zu unterstellen ist.
Vielmehr hantierte wohl ein Lehrling m.E.n. an dem Getriebe.


Stellt sich nur noch die Frage, warum die Getriebenummer unkenntlich gemacht worden ist.

Meinen Sie, wir sollen den Händler mal "an die Wand stellen" und Ihn zur Rede stellen, warum die Getriebenummern unkenntlich gemacht worden sind? ( Am Getriebe sind offensichtliche Schleifspuren & das Getriebe passt gar nicht zur Fahrzeugmotorisierung ).

Rechtlich gesehen, kann man nur sehr schwer einen Vorsatz nachweisen, dass ist es leider.


Für eine kurze Rückmeldung wäre ich dankbar.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.01.2007 | 20:50

Sehr geehrter Fragesteller,

Sie gehen selbst von einer fehlerhaften Reparatur/Nachbesserung aus, so daß ein deliktischer Vorsatz wohl in der Tat ausscheiden dürfte. Dies soll Sie natürlich nicht hindern, den Händler hierauf anzusprechen - wobei eine unkenntliche Getriebenummer an sich noch kein Mangel ist.

Mit freundlichen Grüßen
Udo Meisen
Rechtsanwalt

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