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Neuwagen Motorschaden - Rückabwicklung Kaufvertrag


11.04.2006 20:19 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht



Hallo,

im Dez´05 habe ich einen Neuwagen gekauft und habe bereits nach knapp 1.200 (Autobahn-)km das erste Mal eine Liter Öl nachfüllen dürfen. Diesen hohen Verbrauch habe ich dem Händler sofort gemeldet. Allerdings sind keine weiteren Schritte eingeleitet worden. Ich sollte bis 5.000 km warten.
Mit Erreichen dieser Laufleistung wurde dann eine sogenannte Ölverbrauchsmessung durchgeführt - mit dem gleichen Ergebnis: Verbrauch von 1 Liter Öl auf 1.250 km! Darüber habe ich auch eine schriftliche Bestätigung bekommen.
Meine Nachfragen bei div. Werkstätten und anderen Besitzern des gleichen Motortyps sowie Recherchen im Web bestätigten natürlich meine Vermutungen, dass mein Verbrauch unverhältnismäßig hoch und so noch nicht vorgekommen wäre. Allerdings wurde ich trotz dieser Hinweise vom Händler mit der Pauschalaussage abgewiesen, dass während der ersten 10.000 km (welche als Einfahrphase angenommen werde) keine weiteren Überprüfungen durchgeführt werden können!

Nun ist es leider zum Äußersten gekommen: Panne auf Grund eines Motorschadens! Das Fahrzeug steht jetzt seit 9 Tagen ca. 150 km von meinem Wohnort entfernt in der Werkstatt. Alle Informationen zur Ursache musste ich mühsam telefonisch erfragen.

Der Servicetechniker hat mir gestern noch mitgeteilt, dass seitens Hersteller der Austausch des Motors vorgeschlagen wird. Bis 10.000 km Laufleistung gäbe es einen Neuen (0 km gefahren) und darüber einen Austauschmotor, aber man wollte Kulanz zeigen. Ich habe zu verstehen gegeben, dass ich dem Tausch gegen einen komplett neuen Motor zustimmen würde.

Heute allerdings teilt man mir mit, dass der entsprechende Distriktleiter nur einen Austauschmotor (instandgesetzt/generalüberholt) genehmigt hat!!!

Grundsätzliche Fragen:
1) Kann ein solcher Ausstausch ohne meine Zustimmung erfolgen oder muss ich nicht zu jeder -egal welcher- Reparaturmassnahme vorher befragt werden?

2) Wie muss ich vorgehen, um entweder a) auf dem Einsatz eines komplett neuen Motors zu bestehen oder b) falls dafür keine Bereitschaft gezeigt wird, die Rückabwicklung des Kaufvertrages zu verlangen?

Vielen Dank für Ihre Antwort!

PS. Leider konnte ich mich nicht kürzer fassen.

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Sehr geehrter Fragesteller,

da Sie das Fahrzeug noch kein halbes Jahr benutzen, besteht eine gesetzliche Vermutung dafür, dass der Motorschaden auf einem Mangel beruht, der von Anfang an vorhanden war. Sie können daher vorliegend eine Nachbesserung verlangen. Eine solche Nachbesserung ist aber nur dann adäquat, wenn sie den Wagen in einen solchen Zustand versetzt, in dem er sich ohne den Mangel auch befinden würde. Wenn die Laufleistung noch nicht zu hoch ist (was ich unterstelle) brauchen Sie sich daher nicht auf einen Austauschmotor verweisen zu lassen.
Verweigert der Händler diese Nachbesserung, können Sie vom Vertrag zurück treten.
Beachten Sie jedoch, daß Ihr Ansprechpartner für diese Gewährleistungsrechte nicht der Hersteller ist, sondern der Händler, von dem Sie das Auto gekauft haben. Auch diesem gegenüber müssen Sie daher Ihre Rechte geltend machen.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen ersten Angaben geholfen zu haben.
Für eine weitergehende Unterstützung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Udo Meisen
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 11.04.2006 | 20:59

Sehr geehrter Herr Meisen,

danke für´s schnelle Antworten.

Das Fahrzeug hatte zum Zeitpunkt der Panne einen km-Stand von 10.650 km. Meine Vermutung und auch die des Technikers, dass der hohe Ölverbrauch mit dem ursächlichen Mangel zusammenhängt, ist noch nicht endültig bestätigt. Dazu müsste der Motor wohl in einer Spezialabteilung untersucht werden.

Allerdings bedindet sich das Fahrzeug nicht beim dem verkaufendem Händler sondern wie erwähnt in der Nähe der Pannenstelle (150km entfernt). Also wie kann ich den Händler, von dem ich das Auto gekauft habe, zu Gewährleistungsfragen oder sogar Rückabwicklung ansprechen, wenn der das Fahrzeug nicht in der Werkstatt hat bzw. hatte? Ich möchte vor allem den Vorgang stoppen, der jetzt für den Einsatz eines Austauschmotors bereits in die Wege geleitet wurde.

Vielen Dank!
TomDB

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.04.2006 | 21:27

Fordern Sie Ihren Händler zur Nachbesserung auf. Weisen Sie ihn dabei darauf hin, wo sich der Wagen befindet. Fragen Sie ihn dabei, ob er die Nachbesserung durch den Händler am Standort des Wagen vornehmen lassen oder den Wagen zurück holen will.

Mit freundlichen Grüßen
Udo Meisen
Rechtsanwalt

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