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Neuvertrag nach Befristung


04.03.2006 17:13 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Markus Timm



Guten Tag,

nach einem 1,5 jährigem unbefristeten Anstellungsverhältnis mit Aufhebungsvertrag (und danach Abwicklungsvertrag)folgten ein
halbjähriger befristeter Anstellungsvertrag mit Sachgrund, ein anderthalbjähriger befristeter Anstellungsvertrag ohne Sachgrund und ein halbjähriger Anstellungsvertrag mit Sachgrund (der aber weder def. noch erkennbar war) in dem ich jetzt tätig bin.

Nach einem Gespräch sagte man mir einen Festvertrag zu, der mir jetzt auch angeboten wurde. Ich sagte zu, mit einer Aufteilung von 13 Monatsgehältern auf 12 einverstanden zu sein. der neue Vertrag unterschlägt aber zum einen ein halbes 13. Gehalt, auch hat man für das nächste Jahr mtl. um 8 Euro abgerundet.

Wenn ich nach Beendigung des befristeten Vertrages nicht mehr für meinen Arbeitgeber arbeiten möchte, muss ich dann kündigen? (weil es ja aufgrund der zahlreichen vorhergegangenen Verträge längst ein unbefristeter Vertrag ist)

und werde ich, wenn ich den neuen Vertag ablehne ohne zu kündigen
vom Arbeitsamt gesperrt? Ich habe mich drei Monate vorher gemeldet.

wenn ich den neuen Vertrag (nach Nachverhandlungen) unterschreibe, sind dann die vorherigen Anstellungsverträge nicht relevant? (in Bezug auf eine Abfindung bei Kündigung, Sozialplan)?


Besten Dank für Ihre Auskunft!

mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt summarisch beantworten will:

1. Zunächst haben Sie Recht, dass das Arbeitsverhältnis mittlerweile unbefristet ist (vgl. § 14 Abs. 1, Abs. 2 Satz 2, 3 i.V.m. § 16 TzBfG). Sie müssen nicht kündigen, damit das Arbeitsverhältnis zum vereinbarten Termin endet. Diese Pflicht obliegt nur dem Arbeitgeber (§ 16 TzBfG).


2.Ein Sperrzeittatbestand ist nicht ersichtlich. Nach Ihrer Schilderung haben Sie sich versicherungsgemäß verhalten.

3. Da keine Unterbrechungen zwischen den jeweiligen Arbeitsverhältnissen lagen, setzt sich die Beschäftigungsdauer aus der Summe der vorherigen und aus dem folgenden Arbeitsverhältnis zusammen. Die Beschäftigungsdauer spielt für die Frage der Abfindung bei einer Kündigung und die Kündigungsfrist, sowie bei dem Sozialplan eine entscheidende Rolle.

Da es zu den obigen Grundsätzen wiederum Ausnahmen gibt, rate ich Ihnen für den Fall, dass Schwierigkeiten in den Verhandlungen mit Ihrem Arbeitgeber entstehen, die Hinzuziehung eines Anwalts Ihres Vertrauens.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Auskunft weiter geholfen zu haben. Im Rahmen der Nachfragefunktion stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichem Gruß

Markus A. Timm
-Rechtsanwalt-
www.peukerttimm.de
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