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Neuer Zaun zum Nachbargrundstück

02.04.2014 22:34 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


Wir sind eine WEG mit 8 Parteien. Auf dem Nachbargrundstück wurde gebaut, dabei wurde von dem neuen Nachbarn der Maschendrahtzaun zu 3 unserer Parteien abgerissen. Jetzt geht es um die Kostenverteilung eine neuen Zaunes, der 13.000 € kosten soll. Die 3 Parteien wollen einen hochwertigen Sichtschutzzaun. Meine Fragen: 1. Muss ich mich überhaupt an den Kosten beteiligen? Meiner Meinung nach muss der neue Nachbar auf seine Kosten den Zaun ersetzen. Wenn unsere Parteien mehr als den Maschendraht wollen, dann sollen sie die Mehrkosten selber tragen.
2. Wenn ich mich beteiligen muss: Wird der Anteil durch die Anzahl der Wohneinheiten ermittelt oder durch die jeweiligen 1000stel?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1.
Hat der Nachbar den Zaun abgebaut, kann ich somit keine Kostenpflicht der WEG bzw. von Ihnen erkennen.

Das ist dann als eigenwilliges Verhalten des Nachbarn zu bewerten, was schon schon keine Kosten für die WEG auslösen kann.

Zudem wäre ein Beschluss der WEG mit entsprechender Mehrheit herbeizuführen, was hier nicht gegeben wäre, zumal sich überhaupt die Frage dazu stellt, wenn lediglich drei WEG-Parteien betroffen sind. Denn kann eine Kostenlast der anderern Eigentümer nicht entstehen.

Vor diesem Hintergrund würde ich mich an Ihrer Stelle dagegen wehren.

2.
Ja, wenn da die Teilungserklärung nichts anderes vorsieht, wäre dieses die zutreffende Verteilung.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 03.04.2014 | 08:45

Sehr geehrter Herr Hengstenberg,
gibt es einen Paragraphen im Nachbarrecht Bayern o ä. der den Ersatz des Zaunes bei Baumaßnahmen auf dem Nachbargrundstück regelt? Es ist ja nicht unüblich, dass der Zaun durch die Bauarbeiten kaputt geht oder abgerissen werden muss.
Wie sieht die zutreffende Verteilung genau aus? Ich hatte die Alternativen "Anzahl Wohneinheiten" oder "Anteil 1000stel" genannt. Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.04.2014 | 09:22

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Nachfrage möchte ich Ihnen gerne wie folgt beantworten:

Nein, leider nicht, es entspricht allgemeinen Rechtsgrundsätzen.

Dort steht im AGBGB Bayern im Teil Nachbarrecht nur etwas zur Kommunmauer, was hier nicht anwendbar ist.

Zu 2.:
Entschuldigung, die Alternative hatte ich nicht gesehen. Entscheidend ist zunächst die Teilungserklärung.

Jedem Wohnungseigentümer gebührt ein seinem Anteil entsprechender Bruchteil der Nutzungen des gemeinschaftlichen Eigentums. Der Anteil bestimmt sich nach dem im Grundbuch eingetragenen Verhältnis der Miteigentumsanteile, also nach dem Anteil 1000stel.

Jeder Wohnungseigentümer ist den anderen Wohnungseigentümern gegenüber verpflichtet, die Lasten des gemeinschaftlichen Eigentums sowie die Kosten der Instandhaltung, Instandsetzung, sonstigen Verwaltung und eines gemeinschaftlichen Gebrauchs des gemeinschaftlichen Eigentums nach dem Verhältnis seines Anteils (s. o.) zu tragen.

Dieses steht In § 16 WEG.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Hesterberg, Rechtsanwalt

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