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Neuer Partner direkt nach Trennung


06.06.2005 12:37 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann



Ich bin seit mehreren Monaten mit einer verheirateten Frau( seit 26 Jahren) Ehemann seit Jahren fremdgeht.Nun hat sie sich endgültig von ihrem Mann getrennt und sich ab 1.6.eine eigene Wohnung genommen.
Ich lebe zwar formal noch bei meiner Familie, bin dort auch gemeldet, wohne dort aber seit Monaten in einer kleinen Wohnung bzw.möbiliertem Zimmer.
Nun nachdem sie ihre eigene Wohnung hat, bin ich natürlich sehr oft da und übernachte auch dort.Eigentlich möchte ich mein möbiliertes Zimmer auch aufgeben und ganz in ihre Wohnung einziehen.
Meine Freundin hat nun Angst, dass Ihr Mann ihr den Trennungsunterhalt bzw. nach der Scheidung den Unterhalt streichen kann, wenn ich so oft bei ihr bin oder dort wohne.Da es als eheähnliche Beziehung angesehen werden kann.

1.) Ist diese Angst berechigt obwohl ich ja offiziell noch bei meiner Familie wohne und auch für diese komplett sorgen muss ?

2.)Wie oft und lange darf ich mich denn in ihrer Wohnung aufhalten ohne dass Gefahr besteht, dass sie ihren Unterhalt verliert? Ich denke dabei an Wochenenden und auch an die Urlaubszeit?

3.)Ab wann wäre es möglich dass ich dort ganz einziehe,jedoch innoffiziell, da ich weiterhinn bei meiner Familie offiziell wohne und auch dort gemeldet bleibe.

Zusammenfassend stellt sich eigentlich die Frage, was müssen wir tun, dass ich möglichst oft bei ihr in der Wohnung sein kann ohne dass sie ihren Anspruch auf Unterhalt verliert.

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Solange Ihre Freundin Sie nicht heiratet (oder überhaupt wiederheiratet), wird sie Ihren Anspruch auf Unterhaltszahlungen nicht verlieren.

Erst eine Wiederheiratet würde den Anspruch komplett entfallen lassen.

Solange Sie Ihre eigene Wohnung behalten, und sich an den Haushaltskosten Ihrer Freundin nicht beteiligen, kommt auch keine Verringerung des Unterhalts in Betracht, da Ihr Einkommen, solange Sie nicht zusammenleben, nicht bedarfsmindernd berücksichtigt werden darf.

In diesem Zusammenhang möchte ich Sie auf die instruktive Antwort des Kollegen RA Breuning in einer Parallelfrage hinweisen. Solange Sie Ihre eigene Wohnung behalten und es getrennte Kassen gibt, wird eine Kürzung des Unterhalts nicht in Frage kommen, selbst wenn Sie Ihre Zeit überwiegend bei Ihrer Freundin verbringen sollten.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.


Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt



Nachfrage vom Fragesteller 06.06.2005 | 14:46

Ich sehe noch das Problem dass ich direkt nach ihrer Trennung in ihrer neuen Wohnung lebe auch wenn ich mich nicht an den Haushaltskosten finanziell beteilige.
Ich meine mal gehört zu haben, dass es unbillig wäre,direkt nach der Trennung mit einem neuen Partner zusammen zu wohnen. Dies würde als Grund der Trennung dargestellt worauf man dann seinen Anspruch auf Unterhalt verwirkt hat.Ein Zusammenleben mit einem neuem Partner wäre frühestens 2 Monate nach der Trennung ohne Auswirkung auf den Unterhalt. Stimmt dies so nicht???

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.06.2005 | 21:55

Eine Verwirkung des Unterhalts kommt bei schweren Verfehlungen in Betracht, wozu natürlich auch das Fremdgehen während der Ehe und vor der Trennung gehören kann.

Wenn ich Sie richtig verstehe, ist eine solche Verfehlung aber nicht ihr anzulasten, sondern eher dem Mann, der seit Jahren fremd geht.

Deshalb sehe ich unterhaltsrechtlich kein Problem darin, daß Sie mit Ihnen eine neue Partnerschaft eingeht.

Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann

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