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Neuer Hauseigentümer (Erbe) stellt Saldo des Mietkontos in Frage

| 09.12.2019 22:34 |
Preis: 48,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Robert Weber


Ich bin langjähriger Mieter eines kleinen Hauses auf dem Lande. Anfang 2018 war der Vermieter plötzlich "verschollen" und es stand kein Ansprechpartner zur Verfügung, es hiess, er sei im Ausland. In dieser Zeit waren eine dringende Heizungsreparatur und eine Heizöllieferung unausweichlich und wurden von mir veranlasst und verauslagt (und die Miete eigenmächtig gekürzt). Später erfuhren wir vom Suizid des Vermieters und es meldete sich ein Nachlassverwalter, der Mietrückstände anmahnte und eine Kündigung bei Nichtzahlung in den Raum stellte. In einem klärenden Gespräch wurde die Gegenverrechnung mit den verauslagten Rechnungen einvernehmlich geregelt und alle entsprechenden Belege übergeben.
Ende 2018 beendete der Nachlassverwalter seine Arbeit mit Übergabe an die rechtmässige Erbin. Mit einem entsprechenden informativen Schreiben teilt er mir den Stand des Mietkontos mit - es lag eine versehentliche Überzahlung / einmalige Doppeltzahlung meinerseits vor und mir wurde empfohlen eine Mietzahlung auszulassen. Dies tat ich 2019 und damit begannen die Probleme mit der Erbin / neuen Vermieterin. Obwohl ihr und dem von ihr beauftragten Anwalt zwischenzeitlich alle alten noch vorhandenen Unterlagen zugesandt wurden, will sie den Saldenstand aus Dez 2018 nicht akzeptieren und macht sogar angebliche Mietrückstände aus 2016 geltend. Richtig ist, dass damals nicht alle Mietzahlungen durch Üerweisung, sondern auch durch Barzahlung getätigt wurden und sie kontrolliert nun vergebens die alten Konten. Auf dieser Basis wurde uns nun ein Mietrückstand von ca.3.000 EUR unterstellt und die fristlose Kündigung ausgesprochen?
Frage: Kann ich mich auf den Saldenabgleich mit dem Nachlassverwalter von 2018 (und nachfolgende regelmässige Überweisungen abzüglich der Überzahlung) verlassen (also kein Kündigungsgrund) oder muss ich mich auf einen Rechtsstreit einlassen, der die Jahre 2016/17/18 neu aufrollt?
Vielen Dank

Sehr geehrter Ratsuchender,

leider müssen Sie sich durchaus auf einem Rechtsstreit einlassen, da die Gegenseite auf die fristlose Kündigung vermutlich eine Räumungsklage folgen lassen wird.

Sie sollten sich also vorsichtshalber auf das Schlimmste einstellen. Der Nachlassverwalter kann jedoch als Zeuge für Sie dienen, wenn er aussagt, dass die Mietsalden 2018 korrekt und von ihm bestätigt wurden.

Dann muss nämlich die Gegenseite beweisen, dass die Salden 2018 fehlerhaft sind und der Nachlassverwalter Fehler gemacht hat.

Ich empfehle daher, einen örtlichen Anwalt für Mietrecht jetzt schon einzuschalten, damit Sie bei einer Räumungsklage optimal vorbereitet sind.

Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Rückfrage Funktion.

Mit freundlichen Grüßen,
Robert Weber
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 10.12.2019 | 11:04

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"Habe auch am späten Abend unerwartet die Frage innerhalb 1,5 h beantwortet bekommen, sehr verständlich. Meine Frage von 3/4 Seite wurde in 5-6 Zeilen konkret beantwortet, keine Ausflüchte. So möchte man es immer haben, auch wenn es manchmal "weh tut" die Wahrheit zu lesen. Vielen Dank"