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Neue Fenster in anderer Farbe als Teilungserklärung

| 29.08.2014 14:48 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jan Wilking


2009 ist ein Messi in meiner Wohnung gestorben und erst nach längerer Zeit gefunden worden. Die komplette Wohnung und die Fenster waren zu erneuern.
Bestandsfenster in dem Hochhaus waren aus Alu und im laufe der Zeit durch ähnlichfarbige Kunststofffenster ersetzt worden. Hierfür wurden 3 Alufarben seitens der Eigentümer festgelegt.
Als obiger Fall bei mir eintrat, habe ich mich in der Gesamtanlage (2 große Hochhausblocks) umgesehen und festgestellt, dass einige weiße Fenster eingebaut hatten.
Die gewünschten Alufarbenen sahen je nach Stockwerk und Lichteinfall ebenfalls weiß aus.
Diverse Fensterbauer waren damals nicht in der Lage kurzfristig die notwendigen Farben zu liefern.
Mindestlieferzeit 3 - 4 Monate, Aufpreis 30 %.
Daraufhin habe ich die damalige Hausverwaltung angerufen und den Notfall geschildert, sowie die optische und tatsächliche Situation im Objekt.
Es wurde mir gesagt, "dann bauen Sie halt weiße Fenster ein". Leider habe ich mir das nicht
bestätigen lassen. Die HV ist nun auch seit zwei Jahren abgewählt.
Nun kommt der Verwaltungsbeirat nach rund fünf Jahren und fordert den Austausch der Fenster wegen falscher Farbe.
Ist diese Forderung nicht unverhältnismäßig?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Zwar ist es nach Ihrer kurzen Schilderung durchaus möglich, dass der WEG ein Beseitigungsanspruch grundsätzlich zusteht (wobei ggf. die optische Beeinträchtigung im konkreten Fall zu prüfen wäre).

Allerdings dürfte dieser Anspruch in Ihrem Fall bereits verjährt sein.

Beseitigungsansprüche zwischen Wohnungseigentümern unterliegen der Regelverjährung des § 195 BGB (OLG Hamm, Beschluss v. 4.12.2008, 15 Wx 1982/08). Wenn die Hausverwaltung 2009 über die Änderung informiert wurde, begann ab dieser Kenntnis die Frist zu laufen. Die anderen Wohnungseigentümer müssen sich dieses Wissen des Verwalters zurechnen lassen, sodass der Anspruch am 01.01.2013 verjährt ist (vgl. AG Wiesbaden, Urteil vom 10. Februar 2012 - Az. 92 C 5584/11).

Sie sollten den vom Verwaltungsbeirat geltend gemachten Anspruch daher die Einrede der Verjährung entgegenhalten.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 29.08.2014 | 16:07

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