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Neue Familie gegründet - wie berechnet sich Unterhalt für Kind aus erster Ehe?

03.04.2018 18:58 |
Preis: 51,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab


Guten Tag,

bin seit 06/2014 geschieden, zahle keinen Ehegattenunterhalt mehr.
Der Sohn aus erster Ehe ist 11/2009 geboren, lebt bei der Mutter. Aktuell zahle ich 434€ Unterhalt für ihn, dazu Zuschuss zur Nachmittagsbetreuung von 116€.
Die letzte Selbstauskunft ggüber meiner Exfrau war 08/2015. Seitdem wurde ich nicht mehr "angefragt".
Verdiene aktuell 3.167€ netto mit Stkl. 3, bin seit 06/2016 verheiratet (diesmal glücklich!) und wir haben einen gemeinsamen Sohn, der 09/2017 geboren wurde. Meine Frau ist bis 09/2018 im Erziehungsurlaub und bekommt ca. 670€/Monat.
Ich möchte nicht wegen paar Euro "rumtun". Es besteht kein Kontakt mit der Exfrau, den Sohn bekomme ich auch nicht zu sehen, trotz einiger Kontaktversuche (tel./persönlich, Jugendamt, usw.). Hab in dem Falle, obwohl es sehr sehr traurig ist, aufgegeben.
Auch will ich nicht, dass mich die Exfrau wieder "anfragt", da ich jedes Jahr im August einen Bonus von meinem AG erhalte (ca. 4-10T€).
Wie viel Unterhalt sollte ich aktuell bezahlen? Weiterhin die Gesamtsumme von 550€ und "ruhig" sein?
Hat das Einkommen der Exfrau eine Bedeutung? Sie lebt seit der Trennung in einer Beziehung ist aber mit dem LG nicht verheiratet (soweit der Stand vor ca. 2 Jahren).
Oder 382€ und die 116€? Habe dann nur die Bedenken, dass ich wieder "die Hosen runterlassen" muss und die Bonuszahlungen "ans Licht" kommen.
Danke für eine aufschlussreiche Antwort.

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Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Aufgrund Ihrer Angaben beläuft sich der Tabellenunterhalt für den Sohn aus erster Ehe auf 459,00 €. Hinzuzurechnen ist der Betrag von 116,00 € für die Ganztagsbetreuung, so dass sich eine Summe von 575,00 € errechnet. Hiervon abzuziehen ist das hälftige Kindergeld von 97,00 €, d. h. der monatlich zu zahlende Unterhalt beträgt insgesamt 478,00 €.

Dabei habe ich ausschließlich die Zahlen zugrunde gelegt, die Sie hier genannt haben. Ggf. können noch Abzüge von Ihrem Nettoeinkommen vorgenommen werden, z. B. in Gestalt berufsbedingter Aufwendungen (Fahrtkosten).

D. h. Sie liegen mit Ihren Unterhaltszahlungen in etwa im Bereich des geschuldeten Unterhalts auf der Grundlage Ihrer Angaben.


2.

Vor diesem Hintergrund dürfte es empfehlenswert sein, den jetzigen Unterhalt auch weiterhin zu zahlen.


3.

Auf die Einkünfte Ihrer geschiedenen Ehefrau kommt es beim Kindesunterhalt für minderjährige Kinder nicht an. Ihre geschiedene Ehefrau leistet Unterhalt durch Betreuung, während Sie barunterhaltspflichtig sind. Erst wenn Ihr Sohn aus erster Ehe volljährig ist, ändert sich die Situation. Dann werden zur Unterhaltsberechnung die Einkünfte beider Elternteile herangezogen und zueinander entsprechend der Höhe ins Verhältnis gesetzt. Wer das höhere Einkommen erzielt, zahlt dann den höheren Anteil am Kindesunterhalt.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt


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