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30.12.2009 15:40 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich stehe seit zwölf Jahren unter Vertrag (NV Solo) bei einem großen deutschen Staatstheater in der Sparte Schauspiel.
Nun möchte ich mich um die gleiche Stelle an der Staatsoper der gleichen Stadt bewerben.
Können mir schon durch meine Bewerbung Nachteile entstehen? Wenn ja, welche? Oder muß mein Ansprechpartner meine Bewerbung vertraulich behandeln?

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Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Bei der Beantwortung Ihrer Frage gehe ich davon aus, daß Sie Nachteile bei Ihrer derzeitigen Arbeitsstelle befürchten, sollte seitens der Staatsoper dem Staatstheater mitgeteilt werden, daß Sie sich um eine Anstellung bei der Staatsoper beworben haben.


2.

Grundsätzlich stehen die Daten, die seitens der Staatsoper anläßlich einer Bewerbung erhoben werden nicht zur Disposition des Arbeitgebers. Das ergibt sich einerseits aus dem Bundesdatenschutzgestz (BDSG) und andererseits aus allgemeinen persönlichkeitsrechtlichen Grundsätzen.

Wenn Ihre Bewerbung erfolglos bleiben sollte, hätten Sie analog § 1004 BGB auch einen Anspruch auf Vernichtung des Personalfragebogens, da die dauerhafte Aufbewahrung dieser persönlichen Daten einen Eingriff in das Persönlichkeitsrecht des Bewerbers darstellt.

D. h., seitens der Staatsoper ist Ihre Bewerbung vertraulich zu handhaben. Ggf. ist es zu empfehlen, die Staatsoper darauf hinzuweisen, man möge die Bewerbung vertraulich behandeln.


3.

Unabhängig von dieser rechtlichen Betrachtungsweise werden Sie allerdings kaum verhindern können, daß man seitens der Staatsoper beim Staatstheater nachfragt und damit bekannt gibt, daß Sie sich beworben haben. Von einen derartigen "vertraulichen" Gespräch zwischen den beiden Arbeitgebern werden Sie im Zweifel keine Kenntnis erlangen.

Ob Ihnen dadurch an Ihrem jetzigen Arbeitsplatz tatsächlich Nachteile entstehen, kann man ohne konkrete Anhaltspunkte nicht beurteilen. Grundsätzlich ist eine Bewerbung bei einem anderen Arbeitgeber kein negativ zu bewertender Akt. Natürlich werden Sie nicht gänzlich ausschließen können, daß sich das Bekanntwerden der Bewerbung z. B. auf die Vergabe von Rollen auswirkt, sollte das Staatstheater Ihre Bewerbung bei der "Konkurrenz" als persönlichen Affront werten.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt
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