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Neue Arbeitsstelle /Schwangerschaft eingetreten. Welche Rechte habe ich?

| 28.01.2008 21:38 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Meine derzeitige Arbeitsstätte befindet sich 100km (1 Richtung) von meinem Wohnort entfernt. Da die Entfernung zu weit ist, habe ich mich um eine neue Stelle in meinem Wohnort beworben und eine Stelle gefunden. Den Arbeitsvertrag mit meinem neuen Arbeitgeber wurde Ende Dezember unterschrieben. Daraufhin habe ich mein bestehendes Arbeitsverhältnis gekündigt. Meine Kündigungsfrist sind 3 Monate, d.h. ich kann ab April meine neue Stelle antreten.

Nun wurde bei mir bei einem Arztbesuch letzte Woche eine unerwartete Schwangerschaft festgestellt.

Meine Frage ist nun, ob ich die neue Arbeitsstelle trotzdem antreten kann oder ich damit rechnen muss, dass der Arbeitsvertrag gelöst wird. Ich bitte um Ihren Rat, was ich tun kann um nicht arbeitslos zu werden.

Sehr geehrte Fragenstellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Anhand Ihrer Angaben beantworte ich Ihre Fragestellung wie folgt:

Sie brauchen keine Befürchtungen zu hegen, Sie können den neuen Arbeitsplatz antreten und werden nicht arbeitslos, da Sie nicht gekündigt werden können bzw. eine Vertragsaufhebung nicht in Betracht kommt.

Während der Dauer einer Schwangerschaft sind Sie vor dem Verlust des Arbeitsplatzes geschützt. Nach § 9 Mutterschutzgesetz darf Ihnen der Arbeitgeber während der gesamten Dauer der Schwangerschaft und bis zu vier Monaten nach der Geburt nicht kündigen.

Dieses Kündigungsverbot greift aber nur ein, wenn Ihr Arbeitgeber vom Vorliegen der Schwangerschaft weiß oder Sie ihm die Schwangerschaft innerhalb von zwei Wochen nach Ausspruch der Kündigung mitteilen. Daher sollten Sie die Schwangerschaft dem neunen Arbeitgeber per Einschreiben mitteilen.

Spricht Ihr Arbeitgeber eine Kündigung aus, obwohl er von Ihrer Schwangerschaft weiß, sollten Sie Klage beim Arbeitsgericht erheben. Vor dem Arbeitsgericht brauchen Sie keinen Rechtsanwalt und können auch selbst auftreten.

Bietet Ihnen Ihr Arbeitgeber während der Schwangerschaft einen Aufhebungsvertrag an und haben Sie für dessen Abschluss keinen Anlass gegeben, sollten Sie auf Zahlung einer Abfindung bestehen. Die Abfindung sollte auf jeden Fall so hoch sein wie die finanziellen Ansprüche, die Ihnen gegen Ihren Arbeitgeber für die Dauer der Schwangerschaft und die nachgeburtliche Schutzfrist zustehen. Da Sie mit dem Abschluss eines Aufhebungsvertrags im Gegenzug Ihren Arbeitsplatz verlieren und bei dem neuen Arbeitgeber auch noch nicht lange beschäftigt sind, sollten Sie ganz genau abwägen, ob es nicht besser ist, sich den Arbeitsplatz zu sichern und bei Bedarf bis zu drei Jahre in Elternzeit zu gehen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen mit diesen ersten Einschätzungen weiterhelfen konnte und verweise bei Unklarheiten auf die kostenlose Nachfragefunktion.

Einstweilen verbleibe ich

mit besten Grüßen


Inga Dransfeld-Haase
Rechtsanwältin
E-Mail: dr-haase@dr-schwoebbermeyer.de



Ich bitte noch folgendes zu beachten:

Die Beratung ist beschränkt durch die von Ihnen gegebenen Informationen. Es kann entsprechend den vorliegenden Bedingungen nur ein erster Überblick geboten werden, der eine abschließende, umfassende und verbindliche Anwaltsberatung nicht ersetzen kann. Der Umfang der Antwort steht weiterhin in Abhängigkeit zu Ihrem eingesetzten Honorar.

Bewertung des Fragestellers 01.10.2009 | 19:51

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