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Neue Arbeit - Vorstellungsgespräche


03.10.2006 13:12 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Hallo!

Nach einer betriebsbedingten Kündigung als Koch bin ich seit dem 26.09 arbeitlos.

Ab dem 05.10 könnte ich eine Stelle in einem Kleinbetrieb (2 Festangestellte und ca. 10 Teilzeitkräfte) anfangen.
Diese Stelle wurde mir "nicht" vom Arbeitsamt vermittelt.
Bei dieser Stelle hat man Betriebsbedingt Montag/Dienstag frei, die Stelle ist nur bis einschl. 26.12 befristet und Urlaub gibt es keinen!
Der Betrieb hat dann ab 27.12 bis 01.02 geschlossen und für die Zeit müsste ich mich erneut Arbeitslos melden. Ab dem 01.02 besteht evtl. die wiederaufnahme der Arbeit. Im August sind 2 Wochen Betriebsurlaub.

Nun habe ich die Möglichkeit auf ein Vorstellungsgespräch für einen besseren Arbeitsplatz im öffentlichen Dienst welches an einem Donnerstag (Arbeitstag) stattfindet.
Anderweilig laufen auch noch Bewerbungen zu deren Vorstellungsgesprächen ich auch gerne gehen würde.
Da ich mich bundesweit Beworben habe kann es vorkommen das ich meinen zukünftigen Arbeitsplatz, der in der Regel immer Nachmittags beginnnt, nicht rechtzeitig oder ganricht aufsuchen kann.

Nun meine Frage:
Muß mich mein zukünftiger Arbeitgeber für Vorstellungsgespräche freistellen?

MfG

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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Angaben wie folgt beantworten möchte.

Die Rechtsprechung wendet in Ihrem Fall die folgende Norm entsprechend an:

§ 629 BGB: Freizeit zur Stellungssuche
„Nach der Kündigung eines dauernden Dienstverhältnisses hat der Dienstberechtigte dem Verpflichteten auf Verlangen angemessene Zeit zum Aufsuchen eines anderen Dienstverhältnisses zu gewähren.“

Dies gilt grundsätzlich auch für befristete Arbeitsverhältnisse. Der betroffene Arbeitnehmer, der sich vorstellen möchte, hat daher grundsätzlich auch einen Anspruch auf eine bezahlte Freistellung von seiner Arbeit.

Allerdings gibt es einen solchen Anspruch erst dann, wenn eine fiktive Kündigungsfrist zu laufen beginnen würde. Mit anderen Worten: Es wird so getan, als läge ein unbefristetes Arbeitsverhältnis vor und es wird der Zeitpunkt ermittelt, wann (noch) gekündigt werden könnte. Wenn man von dem Ende (26.12.06) zurückrechnet, wäre eine Kündigung am 15.11.2006 zu diesem Enddatum möglich (Frist von vier Wochen zum 15. aus § 622 I BGB).

Dies bedeutet, dass eine bezahlte Freistellung für Vorstellungsgespräche in Ihrem Fall erst ab dem 16.11.2006 zu gewähren sein wird. Zuvor müssten Sie sich entweder anderweitig mit Ihrem derzeitigen Arbeitgeber arrangieren oder unverzüglich nach der Einladung zu einem Vorstellungsgespräch Ihre Situation schildern, so dass die Gespräche auf Ihre arbeitsfreien Tage gelegt werden können.

Es dürfte jedoch die Möglichkeit bestehen, Urlaub für das jeweilige Gespräch zu nehmen. Es ist im Übrigen nicht zulässig, dass Sie keinen Urlaub erhalten sollen. Ihnen steht der Mindestanspruch aus dem Bundesurlaubsgesetz zumindest anteilig zu. Weder die Befristung eines Arbeitsverhältnisses noch die Teilzeitarbeit dürfen als Rechtfertigung für eine Versagung des Urlaubsanspruchs angeführt werden.

Abschließend bitte ich zu beachten, dass diese Antwort zwar alle wesentlichen Aspekte des von Ihnen geschilderten Falles umfasst, jedoch daneben Tatsachen relevant sein könnten, die möglicherweise zu einem anderen Ergebnis führen würden. Verbindliche Auskünfte sind daher nur im Rahmen einer Mandatserteilung möglich, für die ich gerne zur Verfügung stehe.

Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben.

Mit freundlichen Grüßen


Tobias Kraft
Rechtsanwalt
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