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Neuberechnung des versorgungsausgleich wegen Anrechnung von Kindererziehungszeiten

| 15.01.2015 12:44 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


Zusammenfassung:

Zur Möglichkeit der Abänderung des Versorgungsausgleichs nach der Scheidung

Hallo,
wurde in 1984 geschieden nach 14 Jahren Ehe.Frau Rentenansprüche ausgezahlt, also bei Versorgungsausgleich mein bis dahin erworbener Pensionsanspruch zu gleichen Teilen geteilt.Ex erhält jetzt etwa 600,00 € von meiner Pension
Bis etwa zum 50. Geburtstag ( 1994 ) meiner EX zahlte ich Unterhalt. Dann arbeitete sie bis zur Rente ganztags als Angestellt in ihrem ehemaligen Beruf bei der Post.
Wegen der drei Kinder, bis 1978 geboren,und der Neuregelungen bezüglich Erziehungszeiten möchte ich einen Antrag auf Neuberechnung des Versorgungsausgleich stellen.
Laut Hinweis beim Familiengericht, das "könne auch nach hinten gehen", bin ich verunsichert und meine Frage lautet:
Besteht noch heute generell die Möglichkeit, dass meine Ex im Gegenzug eine Forderung stellen kann, bezüglich einer weiteren Ausgleichszahlung bezüglich meiner jetzigen Pension und ihren Bezügen. Leider kenne ich nicht die Höhe ihrer Rente, weiß aber , dass sie die 600,00 € schon von mir erhält.
Vielen herzlichen Dank im voraus
mfg

15.01.2015 | 14:47

Antwort

von


(567)
Hagenburger Str. 54A
31515 Wunstorf
Tel: 05031/951013
Web: http://www.anwaeltin-holzapfel.de
E-Mail:
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Sehr geehrter Fragesteller,



Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:


Wenn Sie ein Abänderungsverfahren anstrengen, führt dies zu einer kompletten Neuberechnung des Versorgungsausgleichs, und zwar nach dem erst nach Ihrer Scheidung eingeführten Versorgungsausgleichsgesetz. Der Richter wird - wenn die Voraussetzungen für eine Neuberechnung vorliegen - für beide Parteien neue Auskünfte der Versorgungsträger anfordern.

Die dann eingehenden Auskünfte werden für die Neuberechnung zugrundegelegt. Ob sich - bezogen auf Ihre eigenen Anwartschaften - ergibt, dass nach heutigem Recht ein höherer oder ein geringerer Teil zu übertragen ist, lässt sich nicht vorhersagen, ohne die genauen Versicherungsverläufe zu kennen. Theoretisch denkbar ist in der Tat, dass sich durch Veränderungen in Ihrem Berufsleben und die geänderte Berechnungsweise nach dem neuen Gesetz ergibt, dass nicht nur Sie von den Anwartschaften Ihrer früheren Frau einen höheren Anteil (Kindererziehungszeiten) beanspruchen können, sondern dass Sie von Ihren Anwartschaften auch mehr abgeben müssen.

Zwar können Sie Ihren Abänderungsantrag, wenn sich eine Verschiebung zu Ihren Lasten abzeichnet, u. U. zurücknehmen. Ihre Frau hat dann allerdings auch Kenntnis davon, dass ihr ggf. nach neuem Recht mehr zusteht und könnte selber einen eigenen Abänderungsantrag stellen. Sie hätten dann also "schlafende Hunde geweckt".


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.



Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-
-Fachanwältin für Familienrecht-


Rückfrage vom Fragesteller 15.01.2015 | 15:29

Hallo Frau Holzapfel,
danke, aber Sie haben gerade die mich bewegende Frage nicht beantwortet.
Ich gehe davon aus, dass zur damaligen Zeit der Versorgungsausgleich unter Berücksichtigung aller bis dahin erworbenen Ansprüche gesetzeskonform berechnet wurden.
Die entscheidende Frage lautet: bitte siehe oben
d.h.gibt es einen gesetzlichen Hintergrund aus der Sicht des alten oder des neuen Scheidungsrechtes,
für eine Neuberechnung von Unterhaltsleistungen
aufgrund von unterschiedlich hohen Beträgen von
von meiner Pension zur Rente meiner Ex-Frau.
Hinweis: Ich habe nur bis zum Beginn der Arbeitsaufnahme in 1954 Unterhalt gezahlt
Mfg Klaus

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 15.01.2015 | 15:48

Sehr geehrter Fragesteller,


gern beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Soweit Sie befürchten, erneut zu Unterhaltszahlungen herangezogen zu werden, weil Ihre Pension höher ist als die Rente Ihrer geschiedenen Frau, kann ich Sie beruhigen: die Rechtsprechung erfordert eine "durchgehende Kette" von Unterhaltstatbeständen. Wenn Sie also seit zwanzig Jahren keinen Unterhalt mehr gezahlt haben, weil Ihre frühere Frau zwischenzeitlich vollschichtig erwerbstätig war, kann sie jetzt keinen weiteren Unterhalt mehr verlangen. Dass der Lebensstandard im Rentenalter unterschiedlich ist, muss hingenommen werden, ohne dass Sie dies ausgleichen. Eventuelle Nachteile durch die Kinderbetreuung während der Ehe sind nach der Rechtsprechung durch den Versorgungsausgleich abgegolten.

Sollte es damals einen Vollstreckungstitel über den Unterhalt gegeben haben, gehe ich davon aus, dass auf diesen seitens Ihrer Frau bei Arbeitsaufnahme verzichtet wurde.

Darauf, dass wegen der unterschiedlichen Berechnungsmethoden beim Versorgungsausgleich 1984 und heute eine Veränderung der auszugleichenden Beträge auch zu Ihren Lasten möglich ist, hatte ich bereits hingewiesen. Unterhaltsrechtlich sehe ich für Sie aber keine Gefahr.


Ich hoffe, Ihre Nachfrage damit beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen aus Wunstorf

Anja Holzapfel

Bewertung des Fragestellers 15.01.2015 | 18:02

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