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Neuberechnung Kindesunterhalt

| 31.01.2008 10:48 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


Guten Tag,

es geht um die Kindesunterhaltsneuberechnung für die Kinder meines Mannes zum jetzigen Zeitpunkt und ab September 2008, weil dort der Sohn 18 Jahre wird, geht allerdings noch bis zum 20 Lebensjahr zur Schule.

Zu den Daten:

Monatliches durchschnittlicher Nettolohn meines Mannes: 2.300,-- € er bezieht sein Einkommen aus Luxemburg als Grenzgänger.
Monatliches Einkommen der Mutter: geschätzt auf ca. 1000 ,-- €

Einfache Entfernung zum Arbeitsplatz 15 km (8 x pro Woche)
Andere berufsbedingte Aufwendungen: Wöchentliche Heimfahrt einfache Strecke 130 km (Freitag und Montag = gesamt 260 km). Ich weiß nicht wie man das monatlich ausrechnet, da mal 4 oder 5 Wochenenden)

Zweitwohnsitz Luxemburg: Monatliche Warmmiete Euro 267,00
2 Kinder im Alter von 17 Jahren

Kindergeld von Luxemburg (gezahlt an die Kindsmutter) insgesamt pro Kind 349,00 Euro ab dem 1.1.2008 (nicht wie in D Euro 154,00).

Der Kindesunterhalt wurde von der Anwältin der Exfrau im August noch mal neu berechnet und beträgt derzeit 510 Euro für beide Kinder. Hierin ist das hälftige Kindergeld von 268,88 (bis 31.12.07) Euro berücksichtigt. Wie bereits oben erwähnt ab Januar 08 Euro 349,00. Die Anwältin kam auf ein bereinigtes Nettoeinkommen von ca. 2186 Euro, da hier nur die 5% berufsbedingte Aufwendungen berücksichtigt wurden (114 Euro).

Inwieweit kann mein Mann, denn die tatsächlichen Aufwendungen geltend machen? Denn die Kosten sind ja nun mal da. Er ist ja nur nach Luxemburg gegangen, weil er dort mal mehr verdient als in Deutschland. Sein damaliges Netto bei der selben Firma in Deutschland war 1500 Euro netto inkl. Freibetrag für Fahrtkosten. Ich finde die Unkosten die durch den Arbeitsplatzwechsel entstehen, werden nur unzureichend berücksichtigt.

Die Berechnung erfolgt auch Wunsch der Exfrau (sie ist Deutsche und lebt in Belgien mit den Kindern), vertreten durch eine deutsche Anwältin, nach der Düsseldorfer Tabelle. Bislang war es ja immer so, dass sich der Bedarf des Kindes nach der Stufe 6 (Euro 389,00) der Düsseldorfer Tabelle errechnet hat. Auch in der Zeit, wo er nur 1500 Euro verdient hat (damaliger Unterhalt 307 Euro pro Kind (384 Euro-77 Euro deutsches Kindergeld). Hier durfte dann auch wieder das hälftige Kindergeld abgezogen werden. Wie ist das heute, mit der neuen Düsseldorfer Tabelle, dort ist die Stufeneinteilung ja anders?

Ich lese hier immer etwas von einem Titel. Was heißt dass? Ich habe mir vor wenigen Tagen die alten Unterlagen vorgenommen und mal sortiert. Dort habe ich eine alte von meinem Mann unterschriebene Zahl-Unterhaltsverpflichtung (1998) von je 100 DM pro Kind vom Jugendamt gefunden. Außerdem existiert ein Gerichtsurteil von 1998 in dem ein fester Zahlbetrag von DM 236 pro Kind festgelegt wurde. Ist das der Titel???? In diesem Gerichtsurteil steht aber nichts darüber wie lange dieser Betrag gezahlt werden muss und ob sich der Betrag mit Änderung der Düsseldorfer Tabelle automatisch ändert. Aufgrund des Älterwerdens der Kinder und der damit verbundenen Höherstufung in eine andere Altersklasse wurde der Kindesunterhalt auf Wunsch der Exfrau immer wieder neu berechnet, sodass mein Mann zum Schluss bei 307 Euro pro Kind waren. Hat mein Mann hier alles richtig gemacht oder hätte dass aufgrund des Gerichtsurteils gar nicht so gemacht werden müssen.

Ich hoffe, ich habe alle notwendigen Daten mitgeteilt.

Für eine hilfreiche Antwort wäre ich den Spezialisten hier sehr verbunden.

MFG
31.01.2008 | 12:42

Antwort

von


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Sehr geehrte Ratsuchender,


ein Titel ist die Urkunde, mit der die Zwangsvollstreckung betrieben werden kann. In Ihrem Fall also die Verpflichtung, die gegenüber dem Jugendamt abgegeben worden ist, die dann offenbar durch das Gerichtsurteil (neuer Titel) modifiziert worden ist.

Nach diesem Urteil sind die Zahlungen zu leisten; eine Äbänderung kommt entweder nur freiwillig oder durch ein Abänderungsurteil in Betracht. Da beides noch nicht vorliegt, gilt der alte Titel, das Gerichtsurteil, also weiter.


Hinsichlich des Unterhaltes ist zunächst die 5% Berufspauschale in Abzug zu bringen. Diese umfasst in der Regel auch die Fahrtkosten.

Da aber hier hohe Fahrtkosten anfallen, können diese dann gesondert in Abzug gebracht werden, sind allerdings nachzuweisen. Pro Kilometer werden dabei 0,30 EUR angenommen, so dass 300 EUR in Abzug zu bringen sind. Auch die doppelten Wohnkosten werden angerechnet, so dass das bereinigte Nettoeinkommen Ihren Mannes bei rund 1.700,00 EUR liegen wird.

Bei der Frage der Anrechnung der Fahrtkosten wird aber gesondert geprüft werden müssen, ob die Heimfahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln durchgeführt werden könnten.

Ausgehend von diesem Einkommen erfolgt bis September 2008 die Einstufung in die Gruppe 2 der Düsseldorfer Tabelle. Unter Berücksichtigung des Kindergeldes ( hier hälftig 174,50 EUR ) wären pro Kind 209,50 EUR zu zahlen.


Ab Volljährigkeit sind beide Elternteile zum Unterhalt verpflichtet.

Die Bedarfsberechnung für das noch 17 jährige Kind bleibt das gleiche. Ohne Kindergeld beträgt dieser Bedarf 384,0O EUR. Der Bedarf des volljährigen Sohnes beträgt dann aber 470,00 EUr, weil er sich nach dem zusammengerechneten Einkommen beider Elternteile richtet.

Hiervon ist das Kindergeld in voller Höhe abzuziehen, so dass noch 121,00 EUR als Bedarf offen sind.

Hiervon hätte Ihr Mann 103,50 EUR zu zahlen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle





Rückfrage vom Fragesteller 31.01.2008 | 13:00

Guten Tag,

vielen Dank. Die Antwort hat schon einiges klar gestellt. Was muss mein Mann machen, damit ihm die berufsbedingen Aufwendungen auch so anerkannt werden. Die Gegenanwältin wird natürlich immer die 5% nehmen?

MFG

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 31.01.2008 | 13:25

Sehr geehrte Ratsuchende,


hier sollte Ihr Mann anhand von Belegen den Nachweis führen, dass er auf das Auto angewiesen ist und öffentliche Verkehrsmittel nicht zur Verfügung stehen.

Dann sollte er den Betrag abziehen. Das Einverständnis der Gegenseite ist nicht notwendig.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

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