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Neuausgabe eines Buches aus dem Jahr 1860

| 27.08.2010 16:07 |
Preis: ***,00 € |

Urheberrecht, Markenrecht, Patentrecht


Ich plane die Neuausgabe eines Buches aus dem Jahr 1860, das also gemeinfrei sein müsste. Es soll nicht einfach eingescannt und als image-pdf veröffentlicht werden, sondern soll komplett neu formatiert werden, ohne aber den Text inhaltlich zu ändern. Ich möchte als Herausgeber fungieren, die Originaldaten des Bandes sollen selbstverständlich auf dem Titelblatt erscheinen.

Gibt es dabei irgendwelche Fallstricke zu beachten?

Fällt meine Neuausgabe dann unter das Copyright? Der Text ja sicher nicht, aber meine Neuausgabe, also Neuformatiertung. Abschreiben wäre dann also wohl erlaubt, aber Kopieren nicht. Sehe ich das richtig?

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

gerne beantworte ich Ihre Fragen auf Grundlage Ihrer Angaben und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt:

Für den Urheber (Verfasser) des Buches aus dem Jahre 1860 galt das Preußische Gesetz zum Schutze des Eigentums an Werken der Wissenschaft und Kunst gegen Nachdruck und Nachbildung. Danach galt für das Urheberrecht eine Schutzfrist von 30 Jahren nach dem Tode des Urhebers.
Das Buch ist zum heutigen Zeitpunkt also gemeinfrei, so dass Ihr Vorhaben urheberrechtlich unbedenklich ist.

Soweit Sie bei der Neuausgabe aber auf Erzeugnisse Dritter (Drucke, usw.) zurückgreifen wollen, können sich aus dem Wettbewerbsrecht § 1 ff. UWG Schranken ergeben.

Weiterhin könnte ein Inhaber von Werktiteln (Verlag) Schutzrechte aus den §§ 5, 15 MarkenG geltend machen, wenn das Buch bzw. einzelne Inhalte des Buches durch eine Titelschutz-Anzeige geschützt sind.

Durch ihre Neuauflage könnten Sie ein eigenes Urheberrecht haben, wenn von Ihnen irgendeine eigene schöpferische Leistung erbracht wurde. Die bloße Neuformatierung dürfte als solches nicht Ausdruck einer schöpferischen Leistung sein und damit kein schutzfähiges Werk nach § 2 UrhG sein.
Anderes wäre es, wenn Sie bei der Neuformatierung Verzierungen der einzelnen Seiten vornehmen und damit eine schöpferische Leistung erbringen.

Ansonsten haben Sie ein Urheberrecht an eines von Ihnen geschriebenen Vorwortes bzw. Einleitung.

Abschließend hoffe ich, Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage vermittelt zu haben und bedanke mich für eine positive Bewertung.

Bewertung des Fragestellers 27.08.2010 | 18:32

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