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Nennung von Mitarbeitern bei Veröffentlichungen


09.06.2006 16:47 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht



In meinem Arbeitsvertrag (architekturbüro)steht folgender Passus: "War die Mitarbeiterin wesentlich an Bauobjekten beteiligt, so hat sie der Arbeitgeber als Projektmitarbeiterin bei Veröffentlichung namentlich aufzuführen."
Das ist bisher noch nie der Fall gewesen, obwohl ich verschiedene Projekte vollkommen eigenständig von der Planung bis zur Ausführung realisiert habe. Mittlerweile ist das Arbeitsverhältnis zwar beendet, aber die Regelung greift doch auch rückwirkend?
Danke für Ihre Bemühungen!

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Sehr geehrte Ratsuchende,

ich danke für Ihre Online-Anfrage.

Tatsächlich dürfte der Anspruch auf die Nennung auch noch rückwirkend bestehen. Schließlich entsteht der Anspruch im Moment Ihrer Mitarbeit an dem jeweiligen Projekt für eventuelle Veröffentlichungen.

Zweifelhaft ist dies für Veröffentlichungen, die zwar ein von Ihnen betreutes Projekt betreffen, über die aber erst nach Ihrem Ausscheiden veröffentlicht wurde. Die Klausel impliziert nämlich, dass Sie zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Mitarbeiterin sind, indem dort von dem "Arbeitgeber" bzw. der "Projektmitarbeiterin" geschrieben wird.
Vertragliche Ansprüche werden häufig durch vertraglich Regelungen eingeschränkt. Daher ist es möglich, dass in Ihrem Vertrag eine weitere Regelung aufgenommen wurde, der Ihr Recht aus dem Vertrag auf wenige Monate beschränkt, etwa derart, dass nach drei Monaten nach Vertragsbeendigung alle Ansprüche aus dem Vertrag nicht mehr weiterbestehen. Sie erklären praktisch Ihren Verzicht.

Andererseits dürfte Ihr Urheberrecht berührt sein. Dies führt dazu, dass Sie auch noch weiterhin den Anspruch auf Veröffentlichung haben. Gem. § 12 UrhG steht dem Urheber eines Werkes das Recht zu, zu bestimmen wie und wo ein Werk veröffentlicht wird. Das Urheberrecht ist an sich auch nicht verzichtbar (§ 29 UrhG).

Ihr Anspruch als Urheber verjährt aber nicht ohne weiteres. Das Urheberrecht besteht sogar noch 70 Jahre nach dem Tod.

Ich möchte Ihnen raten, weiteren anwaltlich Rat einzuholen, um Ihre Interessen zu wahren. Ihnen stehen eventuell Schadensersatzansprüche zu.

Ich hoffe, Ihre Anfrage zunächst zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben. Für weitere Hilfe stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung!

Mit freundlichem Gruß!
RA Dipl.-Jur. THOMAS KRAJEWSKI

NEUER KAMP 30
Eingang C
20375 HAMBURG

TEL.: 040 / 43 209 - 227
FAX: 040 / 43 209 - 229

EMAIL: KRAJEWSKI@HAFTUNGSRECHT.COM
URL: WWW.HAFTUNGSRECHT.COM
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