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Nennung der Social Media Plattformen bei Kursen oder Dienstleistungen

| 28.07.2020 15:48 |
Preis: 50,00 € |

Urheberrecht, Markenrecht, Patentrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alexander Dietrich


Guten Tag,

ich hoffe, ich kann mein Anliegen einigermaßen verständlich ausdrücken......

Was muss man beachten, wenn man Kurse, Dienstleistungen oder Beratungen für Social Media Plattformen oder Marktplätze anbietet?

Zur Verdeutlichung führe ich hier mal Konkrete Beispiele an:

Man bietet einen LinkedIn Online Kurs an.
- Darf man im Angebot /auf der Webseite / bei Digistore schreiben:
"Ich helfe Unternehmen, auf der Plattform LinkedIn erfolgreich zu sein".
Muss da ein TM oder ein anderes Zeichen dahinter?
- Darf man sich "LinkIn Experte" nennen?

Der zweite Teil der Frage bezieht sich auf Amazon.
Hier habe ich oft gesehen, dass Amazon nicht ausgeschrieben wird, sondern mit Amz abgekürzt wird.
Frage:
Wenn ich "Amazon Consulting" anbiete, darf ich dann werben mit
- "Ich helfe Unternehmen, auf der Plattform Amazon durchzustarten"
Muss da ein Zeichen hinter Amazon oder darf ich das gar nicht ausschreiben?
- Darf ich beispielsweise ein digitales Produkt im Digistore anlegen, das ich
"Amazon Strategiecall" nenne oder "Amazon Coaching Programm"??
- Und darf ich mich "Amazon Experte" nennen?

Analog bezieht sich das auch auf Facebook, Instagram oder Pinterest (!!!)

Ich bitte um detaillierte Antwort zu den Fragen bzw. gern auch Angaben zur generalisierenden Sichtweise oder vertiefender Literatur.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Ja Sie dürfen sich als LinkedIn Experte bezeichnen, die Begrifflichkeit Experte ist nicht geschützt oder an besondere Voraussetzungen geknüpft.

Es ist nicht erforderlich ein Trademark hinter LinkedIn zu setzen. Sie dürfen auch schreiben, dass Sie helfen auf der Plattform erfolgreich zu sein. In diesem Zusammenhang muss man jedoch etwas vorsichtig sein und sichert sich am besten über die AGB ab, indem man schreibt, dass kein Erfolg geschuldet wird, weil ein Dienstvertrag geschlossen wird. Dies betrifft aber nicht das Verhältnis zwischen Ihnen und LinkedIn, sondern zwischen Ihnen und Ihren Kunden.

Zusätzlich sollte im Domainnamen, Produktnamen oder dem Firmennamen nicht LinkedIn auftauchen. Die kann eine Markenverletzung darstellen und führt schnell zur Abmahnung.

Bei Amazon und den anderen Plattformen ergeben sich keine Unterschiede zu LinkedIn.

Hier sollten Sie wie oben schon kurz erwähnt aber keine Dienstleistungen anbieten, wo in der Produktbezeichnung Amazon auftaucht. Dies kann als Markenrechtsverletzung gewertet werden. Also nennen Sie es nicht Amazon Coaching Programm etc. als Produkt. In der Beschreibung hingegen darf der Name Amazon verwendet werden.

Falls ich Ihnen bei der Erstellung von Rechtstexten (AGB, Datenschutzerklärung, Impressum und Widerrufsbelehrung) oder einer rechtlichen Überprüfung Ihrer Webseite behilflich sein kann, können Sie sich gerne bei mir via E-Mail melden.

Mit freundlichen Grüßen
Alexander Dietrich
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 29.07.2020 | 10:15

Guten Tag Herr Dietrich,

vielen Dank für Ihre Antwort.

Ich möchte gern zusammenfassen, wie ich es verstanden habe:
- Keine Namen in Domains oder Firmenname (Klar)
- Keine ausgeschriebene Nennung im Produkt
- Mein Produkt dürfte so bei Digistore aussehen:

"Amz Strategie-Call 90 Minuten 1:1" (Produktname'')
Klarheit für Dein Amazon-Business (Untertitel)
In den 90 Minuten beantworte ich Dir alle Fragen die Du in Bezug auf Dein Amazon-Business hast. (Beschreibung)


************** Ist das korrekt? ********************

Wenn ja, eine Frage in diesem Zusammenhang, für die ich die Nachfragefunktion nutzen möchte:

Ich darf also KEIN konkretes PRODUKT bei Digistore erstellen und auch nicht bewerben, das heißt:
"LinkedIn Kurs für Einsteiger"???
Wie soll ich das denn sonst nennen?
Alle nennen ihre Kurse "LinkedIn Kus" oder "Facebook Kampagnen Manger" oder "Pinterest Marketing Kurs".
Das ist dann ja schon problematisch.
Habe ich hier einen Denkfehler?

Vielen Dank!!!!!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.07.2020 | 10:53

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung.

Ja dies haben Sie so korrekt zusammengefasst.

Bei der Nennung des Produktes bei Digistore kommt es darauf an, dass dieses nicht den Eindruck erwecken darf, dass es sich um ein Produkt des Rechteinhabers handelt.

Bei LinkedIn Kurs ... wird deutlich dass es kein offizielles Produkt ist. Wenn Sie aber es etwa mit Amazon Coaching Programm benennen, hört es sich so an als wäre es ein offizielles Programm von Amazon. Der Grat dabei ist recht schmal. Aus diesem Grund nutzen auch viele statt Amazon einfach AMZ. Umgehen kann man dies meist indem man es sprachlich anders wählt wie "Coaching-Programm für ... (Name)."

Viele Grüße
Alexander Dietrich

Bewertung des Fragestellers 29.07.2020 | 11:16

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