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Negativer Vaterschaftstest

| 05.07.2020 12:16 |
Preis: 45,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


13:34
Guten Tag, ich hatte schon einmal nach Unterhalt gefragt und wurde gut beraten. Jetzt ein sehr schwerwiegendes Problem: Mein Sohn wird im August 18 und nach sehr beleidigende Worte seiner Seite haben wir einen Vaterschaftstest gemacht wo sein und mein Speichel entnommen worden für eine DNA Analyse bzw. Abstammungsgutachten. Die Kindesmutter hat geschworen es sei mein Kind. So nun haben wir das Ergebnis bekommen: Vaterschaft ausgeschlossen.. Kann ich eine Vaterschaftsaberkennungsklage einreichen weil ich rechtlich für nichts mehr aufkommen möchte? Kann ich mir durch Straftaten gezahlte Anwaltskosten bzw Gerichtskosten von der Kindesmutter zurückholen welche das Kind verursacht hat? Das Kind wurde in der Ukraine geboren und lebt seit 13 Jahre in Deutschland immer mit mir, seit einer Woche bei der Kindesmutter.
Da er drogenabhänig ist, möchte ich rechtlich sicher sein und nicht immer aufkommen für ihn.
Ich habe noch zwei Kinder welche bei mir wohnen 12 und 16..
danke für eine Antwort
05.07.2020 | 12:44

Antwort

von


(541)
Hagenburger Str. 54A
31515 Wunstorf
Tel: 05031/951013
Web: http://www.anwaeltin-holzapfel.de
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Sehr geehrter Fragesteller,



Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:


Sie sollten die Vaterschaftsanfechtungsklage erheben. Wenn Sie bisher geglaubt haben, der Vater zu sein und erst jetzt durch den Test davon erfahren haben, dass Sie es nicht sind, beginnt die Frist für die Vaterschaftsanfechtung erst mit der Kenntnis vom Testergebnis zu laufen.

Mit dieser Vorgehensweise können Sie zumindest dafür sorgen, dass Sie in Zukunft nicht mehr zum Unterhalt verpflichtet sind. Außerdem entfällt auch die erbrechtliche Bindung zwischen Ihnen und dem Kind.

Regressansprüche gegen die Mutter sind schwierig durchzusetzen und scheitern häufig darüber hinaus an der fehlenden Leistungsfähigkeit der Mutter. Erfolgversprechender ist der sogenannte Scheinvaterregress. Damit können Sie ggf. Ansprüche gegen den leiblichen Vater durchsetzen. Erforderlich ist aber, dass dessen Vaterschaft anerkennt oder festgestellt wird. Und auch hier ist die unterhaltsrechtliche Leistungsfähigkeit erforderlich.

Sie sollten die Vaterschaft anfechten, in Erfahrung bringen, wer als Vater in Betracht kommt und dann ggf. die weiteren Schritte einleiten, um zu verhindern, dass eventuell durchsetzbare Ansprüche verjähren.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.


Mit freundlichen Grüßen aus Wunstorf

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-
-Fachanwältin für Familienrecht-


Rückfrage vom Fragesteller 05.07.2020 | 13:04

Noch kurz eine Frage: man kann es sich ja auch Titulieren lassen , dann hat man 30 Jahre zeit gegen die Kindesmutter vorzugehen und kann ggf. durch einen Gerichtsvollzieher prüfen lassen ob sie zahlen kann. Der leibliche Vater wird aus der Ukraine sein weil wir uns dort kennengelernt haben. danke

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 05.07.2020 | 13:34

Sehr geehrter Fragesteller,


gern beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Das Problem besteht schon in der Titulierung: Einen Schadensersatzanspruch gegen die Mutter nimmt die Rechtsprechung noch nicht an, wenn die Möglichkeit einer anderweitigen Vaterschaft verschwiegen worden ist. Es müssen weitere Aspekte, die eine sittenwidrige vorsätzliche Schädigung im Sinne des § 826 BGB begründen, hinzukommen. Ich verweise insoweit auf die Entscheidung des BGH vom 20.2.13, AZ: XII ZB 412/11 .

Sie sollten einen Kollegen vor Ort beauftragen, der als erstes die Vaterschaftsanfechtung einreicht. Parallel kann dann überprüft werden, ob eine Inanspruchnahme der Mutter unter Berücksichtigung aller Umstandes des Einzelfalls - auch unter Kostengesichtspunkten - ausreichend erfolgversprechend erscheint.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg.

Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel

Bewertung des Fragestellers 05.07.2020 | 14:23

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