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Negativen Schufaeintrag vorzeitig löschen


06.09.2007 09:12 |
Preis: ***,00 € |

Wirtschaftsrecht, Bankrecht, Wettbewerbsrecht



Hallo,
ich habe seit 2006 einen negativen Schufaeintrag. Da ich mit meinem Girokonto nicht mehr zufrieden war, habe ich die Bank gewechselt und ein neues Girokonto eröffnet. Bei dem alten Konto war der Dispo mit 460 € belastet. 2006 hatte ich dann einen Unfall und war längere Zeit im Krankenhaus und anschließend auf Reha. Als ich von der Reha zurückkam, hatte ich zwei Schreiben von der Bank - letzteres mit dem Vermerk der Kündigung des Kontos, Vermerk an die Schufa und die Weitergabe an ein Inkassobüro. Ich habe sofort den Restbetrag überwiesen und in der Schufa wurde erledigt vermerkt.
Kann ich den negativen Schufaeintrag vorzeitig (Ablauf 3 Jahren) löschen lassen?
Vielen Dank.

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich im Rahmen dieser Erstberatung wie folgt beantworten:

I. Hier gehe ich zunächst davon aus, dass Sie zum Ausgleich des Betrages unter Fristsetzung angemahnt worden sind.
Diese Mahnung(en) haben allerdings erst nach Ablauf der Zahlungsfrist erhalten, da Sie im Krankenhaus und später in der Reha waren. Insoweit träfe Sie an der „Versäumnis“ wohl kein Verschulden.
Der Schufa-Eintrag könnte daher nach Ihren Schilderungen rechtswidrig sein, da Ihnen die Mahnungen nicht zugegangen sind und Sie so die Zahlung nicht vor Weitergabe an das Inkassounternehmen begleichen konnten. (Hier unterstelle ich, dass der SCHUFA-Eintrag erst erfolgte, nachdem die Forderung an das Inkassounternehmen abgegeben wurde, da Sie sich somit aus Sicht des Gläubigers in Verzug befanden; bzgl. der Möglichkeit eines zeitlich früheren Eintrags siehe unten) Insoweit liegen nämlich keine erheblichen Zweifel an Ihrer Zahlungsfähigkeit bzw. -willigkeit vor, da Sie den Betrag sofort nach Zugang der Schreiben beglichen haben.

II. Sollte hier der SCHUFA-Eintrag sofort mit „Fälligstellung“ des Dispokredits erfolgt sein (also bereits vor Übergabe an das Inkassounternehmen), so halte ich dieses Vorgehen ebenfalls für rechtswidrig, da es insoweit nur um ein „Druckausüben“ seitens der Bank ging, was die Begleichung der Forderung angeht. Anzeichen für eine Zahlungsfähigkeit oder -unwilligkeit können zu diesem Zeitpunkt aber eigentlich nicht vorgelegen haben. (Wobei der ganze Sachverhalt hier natürlich nicht bekannt ist.) Insoweit lagen die Voraussetzungen des § 28 BDSG hinsichtlich der Datenweitergabe nicht vor.

III. In Ihrem Fall bestehen daher nach Ihren Schilderungen durchaus Chancen, den Negativeintrag löschen zu lassen.
Sie können Ihr Begehren direkt an die SCHUFA richten. (Alternativ könne Sie die Bank zum Widerruf der Datenübermittlung auffordern.) Ich empfehle dabei die Unterstützung durch einen Rechtsanwalt.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Stephan André Schmidt, LL.M.
Rechtsanwalt
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