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Nebentätigkeit als Fahrer - Mündl Vereinbarung - Gehltsabzug wgn Schaden


28.11.2017 17:27 |
Preis: 25,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Guten Tag,

Kurzfassung:
Ich war einmalig als Fahrer tätig (nebenberuflich), hatte einen Kratzer am Auto, bekomme nun nicht das vereinbarte Geld, weil ich SB selbst zu tragen hätte, obwohl ich nicht von dieser Regelung in Kenntnis gesetzt wurde vor Beginn.

Lange Fassung:
Dez 2016, eine Firma suchte innerhalb 1 Tag Ersatz für zwei Sprinter (gemietet für den Zeitraum), damit diese deren Artisten in Frankreich rumfahren sollen (eine Tournee). Die französische Seite des Projektes hätte Fahrer organisieren sollen, es aber verschlafen.
Eine Freundin von mir (selbstständig, nicht angestellt von der Firma) fragte mich (auch selbstständig), ob ich aushelfen könnte. Ich willigte ein. Projekt ging zwei Wochen, davon fuhr sie eine Woche und ich. Der Auftraggeber wusste, dass wir uns die Zeit und das Entgeld aufteilten.

Übergabe erfolgte in Frankreich. Den zweiten Wagen fuhr ein Freund von mir (auch selbstständig), den ich organisieren konnte. Wir taten also der Freundin einen Gefallen. Das Geld sollte per Rechnung von der Freundin an die Firma gestellt werden und wir wiederum per Rechnung an diese. Es bestand keine schriftliche Vereinbarung, weder mit der Freundin, noch mit der Firma. Details über die Abwicklung zwischen der Freundin und der Firma waren mir auch nicht bekannt.

Bei Übergabe des Autos wurde per formlosem Protokoll und Unterschrift festgelegt, ob und wo Schäden am Auto waren (nichts vorhanden).

Innerhalb meiner Zeit erfolgte dann ein Schaden an der Tür. Der Auftraggeber (jene Firma) hat bis ca. 20.11.17 sich davor gedrückt überhaupt etwas zu zahlen. Es hieße dann, dass nur abzüglich der entstandenen Kosten gezahlt werden würde. Zudem wurde nur per Paypal gezahlt, anstatt wie ausgemacht per Banküberweisung.

1. Ich habe keinen Vertrag unterzeichnet (da auch ich dieser Freundin einen Gefallen tun wollte und diese wiederum jener Firma). Auch die Freundin hat keine schriftliche Vereinbarung mit der Firma.
2. Die Fahrerin, mit der ich die Zeit teilte, hat bei Mietwagen-Abholung einen Vertrag bezügl. Versicherung mit Selbstbeteiligungsregel unterzeichnet.
3. Ich habe nicht gewusst, dass es eine Selbstbeteiligung gibt. Ich habe nichts von der Versicherung unterschrieben, noch wurde ich von der Freundin mündlich darüber aufgeklärt, dass es eine SB gebe. Mit gutem Glauben (leider) ging ich davon aus, dass bei unprofessionellen Fahrern eine Vollkasko abgeschlossen wurde.

Frage:
Habe ich einen rechtlichen Anspruch darauf, dass die Firma mir meinen Anteil ohne Abzug der Selbstbeteiligung zahlt? Welche Möglichkeiten habe ich, wie sollte ich nun vorgehen, eine Mahnung durch ein Amtsgericht schicken lassen?

Vielen Dank für Ihre Hilfe.
28.11.2017 | 18:31

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Hier wird es zunächst darauf ankommen, wie der Schaden verursacht worden ist. Auch ist die Schadenshöhe sowie die Höhe der Selbstbeteiligung (wenn diese überdurchschnittlich hoch sein sollte, wäre der Gegenseite ggf. ein Verstoß gegen die Schadenminderungspflicht anzulasten) zu prüfen.

Im nächsten Schritt ist zu untersuchen, wie die einzelnen Vereinbarungen bewiesen (etwa über Zeugen) werden können. Womöglich hätte die Freundin Ihnen die Selbstbeteiligung mitteilen müssen, was zur Folge haben könnte, dass diese die Differenz als Schadenersatz zu bezahlen hätte.

Ohne die Kenntnis aller Details ist eine abschließende Beurteilung leider nicht möglich.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 01.12.2017 | 18:27

Herzlichen Dank für Ihre Rückmeldung. Hier die Antworten:

- Zwei Schäden:
1. Beim Einparken einen Betonklotz am Boden mit der Seite geschliffen.
2. Verzogene Anhängerkupplung durch Fahrt mit einem Anhänger, die vorher nicht besprochen war. Der Chef hatte keine Lust den Anhänger selbst mitzunehmen am nächsten Tag und fragte daher, ob ich bereit wäre, das zu machen.

Schadenshöhe: 650EUR
SB: bis 1200EUR bei Vollkaskoschäden oder bis 300 Teilkaskoschäden. Bei uns voll ersteres, da auf Rechnung steht, dass Betrag im Rahmen der SB sei.

Vereinbarungen wurden nur mündliche gegeben von jener Freundin, keine Zeugen. Mit dem Auftraggeber selbst hatte ich keinen Kontakt. Erst als die Artisten zurückgebracht worden. Die Freundin selbst hat auch erst bei Wagenabholung von der SB erfahren. Das wurde vom Auftraggeber vorher nicht kommuniziert.

Ergebnis nun ist: "Gehalt" für zwei Wochen waren 1200EUR. Für dieses Geld waren wir zT auch 12h am Fahren, ohne ordentliche Pausen. Mein Anteil die Hälfte, 600EUR, mir bleibt also gar nichts.

Ich frage mich nun daher, welche Möglichkeiten mir bleiben, ob ich eine Mahnung stellen kann, ob ich ihm mit Darlegung einiger Fakten, die er hätte beachten müssen, die er falsch gemacht hat "drohen" kann, dass wir ansonsten einen Anwalt uns suchen oder ob wir direkt zB Sie engagieren, um das Problem noch weiter auszuarbeiten, sollte es zu komplex sein.

Vielen Dank noch einmal!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.12.2017 | 17:15

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Nachfrage beantworte ich gerne wie folgt:

Sofern der Schaden nicht grob fahrlässig oder vorsätzlich verursacht worden ist, besteht die Möglichkeit, den Lohn zu fordern, da dann der Auftraggeber das Risiko tragen müsste. Dies kann an dieser Stelle jedoch nicht abschließend beurteilt werden.

Sie können den Gegner unter Setzung einer Frist von einer Woche zur Zahlung auffordern und für den Fall der Nichtzahlung auch eine Klage androhen.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

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