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Nebenkostenabrechnung-Verteilerschlüssel


| 14.12.2006 17:34 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Guten Tag, ich wohne seit zwei Monaten in einer Doppelhaushälfte mit Einliegerwohnung.Ich bewohne die Hauptwohnung.Bis jetzt haben die Mieter die Nebenkosten unter sich selbst geregelt- rein nach Wohnfläche. Mittlerweile wurden Warm-Kaltwasseruhren und Wärmeverbrauchszähler eingebaut und ab Januar soll eine neue Regelung gelten. Unser Vermieter schlägt die Regelung 60/40 vor. 60% nach tatsächlichem Verbrauch und 40% nach Wohnfläche.Ich selbst bin damit nicht glücklich, da sowohl in der ELW als auch in der Hauptwohnung die meiste Zeit nur 1-2 Personen leben.Des weiteren möchten wir einen Kaminofen anschaffen und werden dadurch weniger Heizöl verbrauchen.Welche Regelung kann ich verlangen, ohne, daß ich mich benachteiligt fühle. Schon jetzt kann man an den Wärmezählern der Heizanlage (die sich in unserem Teil befindet) feststellen, daß die ELW annähernd soviel heizt wie die Hauptwohnung. Wir haben es kühl, da wir sparen wollen und die Jungs in der ELW haben es heiss,so,daß sie ständig in Unterhose und kurzärmeligem T-shirt in der Wohnung anzutreffen sind.Wie wird in einem solchen Fall der Wasserverbrauch,Heizöl,Schornsteinfeger,Öltankreinigung,Gebäudeversicherung,Grundsteuer etc. abgerechnet?Danke vielmals für eine Antwort.
14.12.2006 | 17:56

Antwort

von


252 Bewertungen
Heinrich-Brüne-Weg 4
82234 Weßling
Tel: 08153 8875319
Web: www.anwaeltin-heussen.de
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Sehr geehrter Ratsuchender,

1.Zunächst müssen Sie nur dann Nebenkosten bezahlen, wenn das in Ihrem Mietvertrag auch vereinbart wurde. Hier sollten Sie in Ihrem Vertrag nachsehen.
2.Wenn eine Vereinbarung enthalten ist, müssen Sie nur diejenigen Betriebskosten entrichten, die dort aufgeführt sind. Wenn auf die Betriebskostenverordnung verwiesen wird, sind sämtliche umlagefähigen Betriebskosten von Ihnen zu tragen.
3.Ist im Vertrag kein Umlageschlüßel vereinbart, hat die Umlage gemäß § 556a Abs. 1 BGB nach der Wohnfläche zu erfolgen. Das gilt für die so genannten verbrauchsunabhängigen Kosten (z.B. die Grundsteuer). Für die verbrauchsabhängigen Kosten gibt es keine konkrete gesetzliche Regelung. Die Umlage muss dem Verbrauch Rechnung tragen. Nach Ihrer Schilderung verbraucht die ELW genauso viel Öl wie Ihre Hauptwohnung. Es ist daher sinnvoll, die Abrechnung nach Verbrauch zu bemessen.
4.Allerdings haben Sie keinen Anspruch auf Bereitstellung der notwendigen Messeinrichtungen. Der Vermieter kann unter Anwendung von billigem Ermessen einen Schlüssel vorgeben. Da Ihr Vermieter offenbar bereits bestimmte Messgeräte angebracht hat, sollten Sie versuchen, mit ihm die weiteren Geräte, die für eine ordnungsgemäße Abrechnung erforderlich sind, unter einer Kostenbeteiligung anzuschaffen. Der Vermieter kann sich weigern, die Abrechnung nach Verbrauch zu erstellen, wenn der Aufwand unverhältnismäßig ist. Das dürft bei zwei Wohnungen nicht der Fall sein.

Insgesamt können Sie nur mit Ihrem Vermieter verhandeln und gegebenenfalls sich mit einem kleinen Teil an den Anschaffungskosten beteiligen.




Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen.
Für eine weitere Beratung stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Nina Heussen
Rechtsanwältin
Weiler Rechtsanwälte
Sonnenstr. 2
80331 München
Tel: (089) 20604130
kanzlei@weiler-rechtsanwaelte.de
Abschließend darf ich mir erlauben, noch auf Folgendes hinzuweisen:

Meine Auskunft bezieht sich nur auf die Informationen, die mir zur Verfügung stehen. Eine umfassende Sachverhaltsermittlung ist für eine verbindliche Einschätzung unerlässlich. Diese Leistung kann im Rahmen der Online-Beratung nicht erbracht werden.
Darüber hinaus können eine Reihe weiterer Tatsachen von Bedeutung sein, die zu einem anderen Ergebnis führen. Bestimmte Rechtsfragen wie z. B. die Frage der Verjährung oder von Rückgriffsansprüchen gegenüber Dritten etc., können mit dieser Auskunft nicht abschließend geklärt werden, da es hier auf die Details im Einzelfall ankommt. Ferner sind verbindliche Empfehlungen darüber, wie Sie Ihre Rechte durchsetzen können, nur im Rahmen einer Mandatserteilung möglich.


Nachfrage vom Fragesteller 15.12.2006 | 10:17

Danke für die kompetente Auskunft.Wir haben bereits Messgeräte für alle Arten des Verbrauchs.Wenn ich Ihre Antwort richtig verstanden habe,können nun verbrauchsabhängige Kosten rein nach Verbrauch berechnet werden und verbrauchsunabhängige Kosten nach einem Verteilerschlüssel.Darf der Vermieter den Verteilerschlüssel festlegen? Danke für Ihre Antwort auf meine Nachfrage.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.12.2006 | 10:43

Sehr geehrte Ratsuchende,

der Vermieter hat tatsächlich einen Ermessensspielraum, nach dem er den Verteilerschlüssel grundsätzlich bestimmen kann. Wenn jedoch für alle Verbrauchsabhängigen Posten Messgeräte vorhanden sind, kann er nach Verbrauch abrechenen. Leider gibt es hier keine gesetzliche Regelung, die genau Ihren Fall betrifft. Es ist nicht ersichtlich, warum erst Messgeräte eingebaut werden und dann nach einem Verteilerschlüssel des Vermieters abgerechnet werden soll. Sie sollten Ihren Vermieter zur Abrechnung nach Verbrauch auffordern. WEigert er sich, können Sie gegebenenfalls im Klageweg Ihre Forderung durchsetzen oder selbst anhand der Geräte nachrechnen.

Mit freundlichen Grüssen
Nina Heussen
Rechtsanwältin

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