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Nebenkostenabrechnngen - Wasserschaden


21.09.2006 17:51 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von



Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,

ich habe zwei Fragen zu unserer letzten Mietwohnung und zu der neubezogenen Wohnung:

1. Zum 01.05.d.J. sind wir nach 11 Jahren wegen Eigenbedarfskündigung aus der Wohnung ausgezogen. Da wir eine sehr unangenehme Vermieterin hatten, haben wir zur Wohnungsübergabe einen Anwalt beauftragt und ihm bereis im Januar Unterlagen übergeben, damit er für uns frühzeitig tätig wird, nämlich die aus den 11 Jahren fehlenden 6 Betriebskostenabrechnungen, die ich auch während der Mietzeit schon öfters angefordert hatte, nochmals nachzufordern, da für den Mieter - im Gegensatz zum Vermieter - keine Verjährung eintritt. Die 4 uns auf einmal übergebenen Abrechnungen beinhalteten eine Nachzahlung, deshalb nehme ich an, dass die fehlenden evtl. ein Guthaben aufweisen.
Zum anderen hatten wir - da Gefahr im Verzug war - aufgrund Wasseraustritts am Abflußschlauch der Spülmaschine und einmal an der Dusche, eine Installationsfirma beauftragt, den Schaden zu beseitigen und zweimal eine Mischbattiere - insgesamt € 650 - bezahlt. Die Vermieterin war nie zu erreichen und hatte auch bei Bandaufsprechen nicht zurückgerufen, so dass es nicht zum Tragen kommt "wer Auftrag erteile - zahlt".

Nun zum Problem: Unser Anwalt hat bis heute den generischen Anwalt über diese Dinge nicht informiert. Auf meine diversen Nachfragen kommt immer nur "wollen Sie wirklich Unruhe in die Sache bringen?". Was sollen wir tun?

Und nun zur neuen Wohnung: Nach 2 Monaten, am 3.7.06 fiel die Pumpe in der Hebeanlage im Heizungskeller aus, dies wurde vom Installateur festgestellt. Der Hausverwalter, der bei uns war, nachdem wir feststellten, dass im UG, das meine Tochter bewohnt -plötzlich an den Teppichleisten ca. 30-40 cm die Wand durchnässt war und sich sehr schnell grünlicher Schimmel bildete - meinte aber, dies käme vom Schwitzen. Ein von der Gebäudehaftpflichtversicherung bestellter Gutachter stellte eindeutig fest, dass der Wasserschaden von der ausgefallenen Pumpe herrührt und ließ auch noch die Hausleitungen per Kamera überprüfen. Dabei wurde desweiteren festgestellt, dass einige Stellen u.d. auch in der Dusche im UG größere Risse sind, die ein Aufschlagen der gesamten Wand nötig machen. Dies war alles im Juli. Seitdem wurde der große Wohnraum trockengelegt, die Wände abgeschlagen und auch der Maler war bereits hier, um sich die von ihm zu erledigenden Arbeiten anzusehen.

Nun aber folgendes Problem: Der Hausverwalter, der zum Jahresende seinen Vertrag bereits gekündigt hatte, hat zum wiederholten Male gegenüber dem Sachverständigen und unserer Vermieterin betont, dass er nichts unternehmen und auch keine Aufträge erteilen wird. Unsere Vermieterin wohnt in Nürnberg und meint, sie will auch keine Aufträge erteilen, um nicht auf den Kosten sitzen zu bleiben, der Beirat, mit dem ich gesprochen hat, sieht auch keine Veranlassung etwas zu unternehmen und meint, man müsse abwarten bis zum Jahresende der Verwaltervertrag ausläuft. Dies bedeutet für uns, dass meine Tochter das gesamte UG nicht richtig bewohnen kann, nur mit zusammengestellten Möbeln, abgeschlagenen Wänden, die wir vor Einzug alle gestrichen haben. Wir haben zwar die Miete gekürzt, nur dies ist doch kein Zustand. Noch dazu, die Gebäudehaftpflichtversicherung, die Bayerische Versicherungskammer, würde ja zahlen, wenn die Aufträge erteilt werden. Sie hat allerdings auch schon an die Verwaltung geschrieben, bei einem neuerlichen Wasserschaden wird sie die Kostenübernahme ablehnen, da die jetzigen Schäden noch nicht alle beseitigt wurden. Auch die Rechnung an die Trockenlegungsfirma (Kamera) wurde nicht bezahlt.
Wir als Mieter haben keine Möglichkeit, unsere Vermieterin hilft uns auch nicht. Was sollen wir tun?

Entschuldigen Sie bitten, wenn ich Ihnen so ausführlich geschrieben habe.

Mit freundlichen Grüßen
Eingrenzung vom Fragesteller
21.09.2006 | 18:20
22.09.2006 | 10:26

Antwort

von


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Heinrich-Brüne-Weg 4
82234 Weßling
Tel: 08153 8875319
Web: www.anwaeltin-heussen.de
E-Mail:
Sehr geehrter Ratsuchender,

1.Ich kann ohne weitere Informationen nicht beurteilen, warum der Kollege nicht tätig wird. Wenn er Ihre Ansprüche nicht durchsetzt, müssen Sie das Mandat entziehen und einen neuen Anwalt beauftragen, der die Ansprüche prüft und dann gerichtlich durchsetzt. Wir stehen hier gerne zu Ihrer Verfügung.

2.Das zweite Problem ist schwieriger zu lösen.
Rohrreparatur: Die Vermieterin alleine kann nur dann einen Auftrag für die Gemeinschaft treffen, wenn Gefahr in Verzug ist. Ansonsten läuft sie Gefahr für die Kosten alleine aufkommen zu müssen.
Reparatur der Wand: Die Vermieterin muss entweder dafür sorgen, dass die Rohre umgehend repariert werden. Sonst muss sie die Wand wieder schließen lassen und dann muss gegebenenfalls die Wand erneut aufgeschlagen werden. Diese Kosten können gegebenenfalls der Gemeinschaft auferlegt werden, da diese untätig bleibt und hier ein Schaden am Gemeinschaftseigentum zu beheben ist.

3.Sie selbst haben nur die Möglichkeit, die Miete zu mindern oder dann schlussendlich -außerordentlich oder ordentlich- zu kündigen. Eine andere Möglichkeit sehe ich derzeit nicht. Nur Ihre Vermieterin kann eine Versammlung verlangen.


Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen.
Für eine weitere Beratung stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüssen
Nina Heussen
Rechtsanwältin
Weiler Rechtsanwälte
Sonnenstr. 2
80331 München
Tel: (089) 20604130
kanzlei@weiler-rechtsanwaelte.de
Abschließend darf ich mir erlauben, noch auf Folgendes hinzuweisen:

Meine Auskunft bezieht sich nur auf die Informationen, die mir zur Verfügung stehen. Eine umfassende Sachverhaltsermittlung ist für eine verbindliche Einschätzung unerlässlich. Diese Leistung kann im Rahmen der Online-Beratung nicht erbracht werden.
Darüber hinaus können eine Reihe weiterer Tatsachen von Bedeutung sein, die zu einem anderen Ergebnis führen. Bestimmte Rechtsfragen wie z. B. die Frage der Verjährung oder von Rückgriffsansprüchen gegenüber Dritten etc., können mit dieser Auskunft nicht abschließend geklärt werden, da es hier auf die Details im Einzelfall ankommt. Ferner sind verbindliche Empfehlungen darüber, wie Sie Ihre Rechte durchsetzen können, nur im Rahmen einer Mandatserteilung möglich.


ANTWORT VON

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