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Nebenkosten und Mietzahlung


| 09.03.2006 18:23 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Wir hatten zum 30.09.2005 fristgerecht gekündigt.Aufgrund von Bauverzögerungen baten wir die Hausverwaltung um zwei Wochen Verlängerung, worauf man uns sagte das es ab dem 15.10.2005 einen neuen Mieter gäbe und man uns nur eine Woche gewähren könnte. Also einigten wir uns mit den Nachmietern das wir die Schönheitsrep. lassen und sie das übernehmen, damit diese fristgerecht einziehen konnten. Wir zogen also bis zum 09.10.2005 aus. Die Hausverwaltung hatte uns vorab mitgeteilt, dass wir uns mit dem Hausmeister in Verbindung setzen sollen zwecks der Wohnungsübergabe. Wir teilten dem Hausmeister mit ( unter Zeugen), dass wir bis zum Sonntag den 09.10.2005 ausziehen und dann eine Abnahme erfolgen kann. Diese Abnahme verweigerte der Hausmeister am 09.10.05 nicht nur uns gegenüber sondern auch dem Nachmieter.Er übt diese Tätigkeit nur nebenberuflich aus und ist in der Woche immer auf Montage, so dass er die Ab-und Übergabe erst eine Woche später machen wollte. Am Montag den 10.10.05 rief dann der Nachmieter und auch wir die Hausverwaltung an um ihr das mitzuteilen. Daraufhin wurde ein Termin für den 12.10.05 ausgemacht. Diesen führte dann aber die Hausmeisterfrau durch. Auf dem Abnahmeprotokoll stand dann die eine Summe und das die Miete bis zum 12.10.2005 übernommen werden soll. Wir unterschrieben. Dagegen haben wir bislang vergeblich versucht Widerspruch einzulegen. Desweiteren haben wir Widerspruch gegen die NK- Abrechnung 04 im speziellen gegen die Hausmeisterkosten eingelegt. Im Jahr 2004 hat man uns eine Kopie des Hausmeistervertrages zugeschickt. Darin sind Pos. enthalten die eindeutig die Hausverwaltung betreffen. Desweiteren sind Pos. in diesem Vertrag die es garnicht mehr gibt. Die Hausverwaltung teilte uns mit das die Eigentümerin 20% der Kosten trägt, was aber bislang nicht belegt werden konnte. Nach Prüfung der einzelen Positionen haben wir nun mehr festgestellt, dass es nur noch 50% der Hausmeisterleistungen erbracht werden. In diesem Zusammenhang, haben wir der Hausverwaltung mitgeteilt, dass wir die noch zuzahlende Miete reduzieren um 50% der Hausmeisterkosten, sowie um die Differenz der Miete von 10.10.05-12.10.05. Jetzt hat uns die Hausverwaltung mit Anwalt und Mahnbescheid gedroht wenn wir nicht bis zum 14.03.06 bezahlen, wobei dieses Schreiben am 03.03.06 geschrieben und erst am 07.03. versand und damit erst am 08.03.05 bei uns einging. Jetzt meine Frage: Wie sollen wir uns jetzt verhalten? Sollen wir die Summe zahlen oder sollen wir den Mahnbescheid dann anfechten? Alle Angaben können vor Gericht belegt oder bezeugt werden.
Sehr geehrter Ratsuchender ich möchte Ihre Frage wie folgt beantworten:

Aus Ihren Angaben kann ich Ihnen leider nicht sagen, welches Verhalten richtige ist, denn ich kann hier nicht überprüfen, ob Ihr Abzug bezüglich der Hausmeisterkosten durch Sie richtig vorgenommen wurde.

Grundsätzlich ist folgendes zu sagen:
1) Für die Übergabe der Wohnung wäre es grundsätzlich nicht erforderlich gewesen, dass Sie mit dem Hausmeister ein treffen vereinbaren, wenn sich dieser weigert. In solch einem Fall hätten Sie der Hausverwaltung oder dem Eigentümer den Schlüssel persönlich gegen Übergabe einer Quittung bringen können oder diesen per Post durch Einschreiben mit Rückschein übersenden.

Da Sie am 09.10.2005 ausgezogen sind und zum 10.10. 2005 die Wohnung wieder zur Verfügung gestellt haben, ist der Eigentümer nicht berechtigt für die weiteren Tage bis zum tatsächlichen Übergabetermin das Geld zu verlangen.
Da Sie aber diese Verpflichtung im Übernahmeprotokoll dennoch übernommen haben, sind Sie verpflichtet die Kosten zu tragen. Auch wenn die Verpflichtung der Hausmeisterehefrau gegenüber ausgesprochen wurde.


2) Nebenkosten
Bei den von Ihnen beschriebenen Kosten für den Hausmeister handelt es sich um Betriebskosten. Dies können auch auf den Mieter umgelegt werden.
Grundsätzlich dürfen nur die Betriebskosten zu Grunde gelegt werden, die tatsächlich entstehen und einer ordnungsgemäßen Bewirtschaftung entsprechen. Nicht umlagefähig sind Kosten der Indstandhaltung und der Instandsetzung des Objektes.

Wenn in diesem Fall tatsächlich Posten berechnet werden, die es nicht mehr gibt,Überhöht sind oder nicht umlagefähig, so dürfen diese auch nicht abgerechnet werden.

Sie haben als Mieter die Berechtigung beim Eigentümer Einsicht in alle Originalunterlagen zu nehmen auf denen die Berechnung beruht. Sollten wirklich Fehler bestehen, so müssen Sie dem Eigentümer die Einwendungen ganz genau schriftlich zukommen lassen und können dann auch die Zahlung verweigern. Die Einwendung muss am besten mit Einschreiben und Rückschein für einen eventuellen Beweis vor Gericht erfolgen. Dies muss auch innerhalb von 12 Monaten nach Abrechnungszugang geschehen.

Ich empfehle Ihnen deshalb. genaue Einsicht in die Abrechnungen des Vermieters zu nehmen.
Sollte sich herausstellen, dass die Abrechnung wirklich fehlerhaft ist, so müssen Sie natürlich nicht zahlen. Im umgekehrten Fall aber, sollten Sie die Zahlungen leisten, denn Anwaltskosten und Kosten des Mahnbescheides und eines etwaigen streitigen Verfahrens müssen Sie bei einem berechtigten Anspruch des Vermieters tragen.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen geholfen zu haben,

mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia Vetter

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