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Nebenkosten für 'Keller'


29.06.2005 11:54 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Habe 1992 eine ETW gekauft, welche sich mitlerweile als Keller oder gar als Baurechtlich nicht vorhanden herauskristallisiert.
Die Hausverwaltung bestreitet mittleweile, daß hier eine Wohnung vorliegt, weshalb meine Anliegen auch nicht bearbeitet werden.
Trotzdem soll ich monatlich die vollanteiligen Kosten einer Wohnung an die Hausverwaltung überweisen und habe dies bisher auch getan.
Mich interessiert nun, ob und welche Nebenkosten denn nun wirklich zu bezahlen sind, da ich weder eine Hausverwaltung noch Rücklagen und Versicherungen benötige und bis zu welchem Zeitraum einen ggf. Rückforderung berechtigt ist.
Die Einheit ist auch widerrechtlich in der Teilungserklärung aufgenommen.
Objekt kann nicht vermietet werden, steht seit Jahren leer.
Guten Tag!

Auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben kann ich Ihnen folgendes mitteilen:

Grundlage Ihrer Verpflichtungen gegenüber der Eigentümergemeinschaft ist zunächst die Gemeinschaftsordnung. Dort wird das Recht der Wohnungseigentümer untereinander geregelt.
Die Hausverwaltung ist von der Eigentümergemeinschaft ( also auch durch Sie als ein Teil davon ) zur Verwaltung der Immobilie beauftragt worden. Sie verhält sich widersprüchlich, wenn sie auf der einen Seite behauptet dort wäre keine Wohnung und auf der anderen Seite diese bei der Abrechung der Gemeinschaftskosten voll berücksichtigt.

Ich gehe nach Ihren Angaben davon aus, dass es einen Kaufvertrag über die Wohnung gibt, eine entsprechende Teilungserklärung und auch das Grundbuch für diese ETW entsprechend auf Sie lautet. Wenn dies alles zu unrecht erfolgte, ist das Grundbuch unrichtig und der Kaufvertrag hätte so niemals geschlossen werden dürfen.

Trotzdem sind die Erklärungen, Eintragungen und verträge vorhanden und schaffen eine Rechtssituation, die zu beachten ist.

Solange Sie Mitglied der Eigentümergemeinschaft sind müssen Sie auch den Beschlüssen der Gemeinschaft nachkommen und die entsprechend Umlagen zahlen. Auch wenn Sie der Meinung sind, keine Verwaltung, Versicherung etc. zu benötigen, müssen Sie sich hier dem Gemeinschaftsbeschluss fügen. Als Eigentümer sind Sie auch gesetzlich dazu verpflichtet, Kosten und Lasten des gemeinschaftlcihen Eigentums mitzuragen ( vgl. § 16 WEG ).
Sie können die Angelegenheit bei der nächsten Versammlung zur Sprache bringen. Bitte überlegen Sie sich aber zuvor die Konsequenzen.

Wenn tatsächlich von der Behörde festgestellt wird, dass baurechtlich dort keine Wohnung genehmigt wurde, wird ihnen die Nutzung als solche untersagt werden.

Für den hierdurch eingetretenden Schaden ist grundsätzlich der Verkäufer der ETW haftbar. Eine fehlende Genehmigung stellt einen rechtlichen Mangel dar. Sie haben die Wohnung jedoch bereits 1992 gekauft, so dass inzwischen Verjährung eingetreten sein wird.

Ich hoffe, Ihnen mit meinen Ausführungen geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Susanne Ziegler
Rechtsanwältin, Witten
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