Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Nebenkosten Minderung

| 24.02.2017 09:22 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sascha Steidel


In den Positionen Außenpflege und Hausmeister der WEG sind in meiner Nebenkostenabrechnung 2015 (und die Jahre davor) fälschlicherweise Arbeitsanteile für Instandhaltung und Arbeiten für fremde Geländeteile enthalten, die nicht umgelegt werden können. Entsprechend ist also der Gesamtbetrag zu mindern. Mein Vermieter konnte das in den Angaben der Verwaltung nicht erkennen und die Verwaltung macht jetzt alle möglichen Schwierigkeiten bei der Offenlegung und Bezifferung der Anteile. Eine Erstattung ist nach Monaten noch immer nicht möglich. Die Abrechnung für 2016 ist ja bereits in Sicht. Ab 2016 wird die Verwaltung die Anteile zur Minderung dem Vermieter gleich angeben müssen. Muss sie auch für 2015 (und Vorjahre) die Abrechnung korrigiert meinem Vermieter geben bzw. auch weiteren betroffenen Mietern (andere Vermieter) allgemein bekannt geben? Vermutlich kann ich meinen Anspruch nur direkt über meinen Vermieter einfordern (der auch zu einer geschätzten Zahlung bereit ist)?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Richtig ist zunächst, dass Sie Einwendungen gegen die Betriebskostenabrechnung ausschließlich gegenüber Ihrem Vermieter erheben können und müssen.

Einwendungen gegen die Betriebskostenabrechnung 2015 werden noch möglich sein. Das Gesetz sieht vor, dass Einwendungen binnen eines Jahres nach Erhalt der Abrechnung erhoben werden müssen.

§ 556 Absatz 3 BGB:
"Einwendungen gegen die Abrechnung hat der Mieter dem Vermieter spätestens bis zum Ablauf des zwölften Monats nach Zugang der Abrechnung mitzuteilen. Nach Ablauf dieser Frist kann der Mieter Einwendungen nicht mehr geltend machen, es sei denn, der Mieter hat die verspätete Geltendmachung nicht zu vertreten."

Sofern eine "centgenaue" Differenzierung der Kosten nicht möglich ist, muss eben eine angemessene Schätzung der umlegbaren Kosten erfolgen. Offenbar ist Ihr Vermieter ja gesprächsbereit, so dass eine Lösung gefunden werden sollte.

Anderenfalls können Sie wegen der künftigen Abrechnungen ein Zurückbehaltungsrecht an einem angemessenen Teil der Vorauszahlungen geltend machen. Dies sollten Sie dann aber schriftlich begründen und den Anteil der strittigen Positionen dabei herausrechnen.

Sofern der Vermieter auch für 2014 noch zu einer vergleichsweisen Erstattung bereit ist, würde ich empfehlen, dies zu akzeptieren und es für die Vorjahre dann bei den bisherigen Abrechnungen zu belassen. Aufgrund der obigen gesetzlichen Regelung müssten Sie anderenfalls im Streitfall belegen, dass Ihnen der Fehler in der Abrechnung nicht ersichtlich sein konnte.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 24.02.2017 | 13:55

Teilweise Missverständnis. Es geht darum, dass mein Mieter nichts machen kann, weil der Verwalter ihm die Zahlen nicht gibt. Das mit den Fristen ist nicht das Thema. Muss ich den Vermieter formal zwingen die Zahlen zu holen, notfalls mit einem Anwalt? Erst dann kann er sie mir geben.
Auch das hatte ich gefragt, d.h. wie muss es die Verwaltung handhaben:
Die Abrechnung für 2016 ist ja bereits in Sicht. Ab 2016 wird die Verwaltung die Anteile zur Minderung dem Vermieter gleich angeben müssen. Muss sie auch für 2015 (und Vorjahre) die Abrechnung korrigiert meinem Vermieter geben bzw. auch weiteren betroffenen Mietern (andere Vermieter) allgemein bekannt geben?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.02.2017 | 15:20

Sie können gegenüber der Verwaltung keine Rechte geltend machen, können auch den Vermieter nicht zwingen, die Verwaltung in Anspruch zu nehmen.

Sie können nur ein Zurückbehaltungsrecht geltend machen und die Richtigkeit der Abrechnungen monieren.

Die WEG ( also die einzelnen Vermieter) können die Verwaltung auf Schadensersatz in Anspruch nehmen, sofern diese keine ordnungsgemäßen Abrechnungen erstellt.

Ich hoffe, die Fragen nunmehr verständlich beantwortet zu haben und wünsche ein angenehmes Wochenende.

Bewertung des Fragestellers 24.02.2017 | 17:33

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Die Fragen wurden trotz deutlicher Formulierung nicht umfassend beantwortet. Auch die Nachfrage war dazu nicht ausreichend."