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Nebenkosten - Abrechnung - aufgelöste Wohngemeinschaft

| 04.07.2018 19:22 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


21:01

Zusammenfassung: Wird eine Wohngemeinschaft aufgelöst und übernimmt nur ein verbleibender Mitbewohner Mietvertrag und Wohnung, so ist der Vermieter verpflichtet, die Phasen bis zur Auflösung und nach der Auflösung differenziert abzurechnen.

Sehr geehrte(r) Anwältin, Anwalt,

Meine Wohngemeinschaft hat sich im März aufgelöst, die Wohnung habe ich als einziger behalten und lebe unter neuem Mietvertrag, die Abschläge sind gleich geblieben.

Ehemalige Mitbewohner haben nun gefragt, ob die Nebenkostenabrechnung bereits eingetroffen ist, weil sie Ansprüche anteilig auf Rückzahlung erheben, zu diesem Zeitpunkt gab es die Abrechnung nicht.

Allerdings habe ich nun mehr als ein halbes Jahr alleine in der selben Wohnung gelebt, so dass die Einsparungen definitiv nicht gleichmäßig über alle Monate zu sehen sind.

Meine Frage lautet daher: Bin ich gesetzlich/rechtlich verpflichtet, meine ehemaligen Mitbewohner darüber zu informieren (ich möchte mich nicht der Unterschlagung schuldig machen), wenn die Nebenkostenabrechnung kommt oder reicht es darauf zu warten, dass sich wieder jemand meldet, bisher habe ich nur wahrheitsgemäßg geantwortet, die Abrechnung war noch nicht vorhanden, und im Falle einer weiteren Nachfrage, kann ich eine Gewichtung der Monate vornehmen, so dass der auszuzahlende Anteil geringer ist, als nach hier gelebten Monaten berechnet ?

Für eine kurze Antwort wäre ich sehr dankbar,

Mit besten Grüßen.
04.07.2018 | 20:07

Antwort

von


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Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

Ihr Vermieter hat zu differenzieren: Es muss eine Nebenkostenabrechnung für die Zeit bis zum Zeitpunkt der Auflösung der Wohngemeinschaft im März erstellt werden und eine weitere Nebenkostenabrechnung für die Zeit ab Ihrer Vertragsübernahme bzw. Abschluss des neuen Mietvertrags als einziger Mieter und Vertragspartner des Vermieters. Die beiden Phasen sind aufgrund der Verschiedenheit der Verträge und wohl auch Vertragspartner strikt zu unterscheiden.

Sollte der Vermieter für die Zeit der Wohngemeinschaft eine Rückzahlung an Sie allein vornehmen anstelle an alle damaligen Mitbewohner, so sind Sie in der Tat zur entsprechenden Information und anteiligen Auskehr an Ihre damaligen Mitbewohner verpflichtet. Der Vermieter kann schuldbefreiend nur an alle leisten und würde Ihnen den Betrag nur unter zumindest schlüssiger Auflage der entsprechenden Aufteilung zahlen. Neben dem von Ihnen bereits erkannten Risiko einer Strafbarkeit würden Sie sich ansonsten Rückforderungsansprüchen des Vermieters aussetzen, ggfls. auch Schadensersatzansprüchen.

Sollte der Vermieter nicht von sich aus zwischen den beiden unterschiedlichen Vertragsphasen differenzieren, so sollten Sie ihn entsprechend auffordern und eine Frist setzen. Eigenmächtige Gewichtungen wären willkürlich und nicht prüfbar und können von Ihnen auch nicht verlangt werden. Dies gilt übrigens entsprechend, falls der Vermieter Nachforderungen geltend machen sollte. Bis zur Vorlage einer gesonderten Nebenkostenabrechnung für die Zeit bis zur Auflösung der Wohngemeinschaft könnten Sie daher die Zahlung verweigern.

Ich hoffe, dass Ihnen dieser Ansatzpunkt hilft. Sollte etwas unklar sein, so fragen Sie gerne ohne Mehrkosten nach, damit Sie auf jeden Fall rundum zufrieden mit dieser Beratung sind. Ansonsten wünsche ich Ihnen alles Gute und viel Erfolg.

Mit den besten Grüßen

Dr. Andreas Neumann
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 04.07.2018 | 20:43

Sehr geehrter Herr Dr. Naumann,

Vielen Dank für Ihre ausführliche und gut verständliche Antwort. Eine Nachfrage habe ich jedoch dennoch.

Sie sagen, dass ich mich ggf. Rückforderungsansprüchen und sogar Schadenersatzforderungen ggü. meines Vermieters ausgesetzt sehen könnte. Habe ich dies richtig verstanden, dass dies der Fall wäre, wenn mein Vermiter die Rückzahlung (eine Nachzahlung meinerseits ist praktisch ausgeschlossen) ausschließlich an mich überweisen wird ?
Mein Vermieter hat sich bereits nach meiner Bankverbindung erkundigt.

Warum könnte ich Schadenersatzansprüchen ausgesetzt sein?

Ich möchte das Verhältnis zu meinem Vermieter nicht gefährden, da es gut ist.
Wäre es dann das klügste, meine Kooperation (ggf. Rückzahlung des nötigen Betrages an den Vermieter meinerseits) und mögliche Forderungen der ehem. Mitbewohner ggü meinem Vermieter anzukündigen und meine ehem. Mitbewohner bei Eingang der Zahlung in Kenntnis zu setzen, sich wegen etwaiger Zahlungsansprüche an den Vermieter zu wenden?
Ich danke Ihnen noch einmal im Voraus für Ihre Auskunft und wünsche Ihnen ebenso alles Gute.
Mit Ihrer Beratung bin ich in allen Fällen rundum zufrieden.

Mit besten Grüßen,
Hmk

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.07.2018 | 21:01

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

vielen Dank für Ihre Nachfragen, die ich sehr gerne wie folgt beantworte:

Rückforderungs- und Schadensersatzansprüche könnten entstehen, wenn die damaligen Mitbewohner Ihren Vermieter - gegebenenfalls kostenpflichtig - in Anspruch nehmen sollten, obwohl dieser doch bereits an Sie eine Überzahlung für alle ausgekehrt hat. Letzteres sollten Sie also in der Tat verhindern.

An Ihrer Stelle würde ich daher den Vermieter bitten, eine Abrechnung nur Ihnen gegenüber vorzunehmen und gegenüber den damaligen Mitmietern gesondert abzurechnen. Sollte die zu erwartende Nebenkostenabrechnung dennoch nicht zwischen den beiden Vertragsphasen (vor Auflösung der WG / nach Auflösung der WG) differenzieren bzw. nicht für die Zeit vor Auflösung eine gesonderte Abrechnung erstellt werden, so sollten Sie den Vermieter darauf hinweisen, dass diese Abgrenzung zwischen der Zeit vor und der Zeit nach Auflösung der Wohngemeinschaft eine Pflicht des Vermieters darstellt. Dies wäre allein dann nicht der Fall, wenn Sie auch vorher schon alleiniger Vertragspartner des Vermieters gewesen sind und die anderen lediglich Ihre Untermieter, wovon ich aber nicht ausgehe.

Sollten Sie weitere Nachfragen haben oder es im weiteren Verlauf trotz des guten Verhältnisses zu Problemen kommt, so melden Sie sich gerne bei uns - Port7 Rechtsanwälte in Münster. Unser Partner Florian Träger ist auf das Mietrecht spezialisiert und könnte den Fall nötigenfalls übernehmen und für Sie lösen.

Ansonsten verbleibe ich mit den besten Grüßen

Andreas Neumann

Bewertung des Fragestellers 04.07.2018 | 20:45

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 04.07.2018
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