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Nebenjob und Arbeitsamt

12.10.2009 09:19 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von


10:25
Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe mehrere kleine Fragen, die alle um dasselbe Thema kreisen:
Zum Sachverhalt:
Ich bin selbständig, jedoch momentan zahlungsunfähig, so dass ich in absehbarer Zeit leider wegen der Firma Privatinsolvenz anmelden muss.
Ich habe noch einen Nebenjob af 400 Euro Basis, den ich aber aufgeben muss, weil ich mein Auto verliere und ohne Auto etwa 2 Stunden pro Strecke zur Arbeitsstätte brauche und Nachts nicht mehr von dort weg komme.
Ich habe einen Mann, der auch selbständig ist (aber Existenzgründer ohne nennenswertes Einkommen) sowie einen vierjährigen Sohn.

Die Fragen:
1) Wie ist das Vorgehen, um Arbeitslosengeld zu bekommen?
Ich denke, ich muss mein Gewerbe abmelden und dann zum Arbeitsamt gehen.
Was ist dann aber mit dem Nebenjob? Kündigen kann ich erst zum 30.11.09. Soll ich die Arbeitslosmeldung so lange rauszögern, oder bekomme ich ohnehin eine Sperre vom Arbeitsamt, weil ICH gekündigt habe? Oder ist es besser für mich, noch MIT Nebenjob zum Arbeitsamt zu gehen? Bin ich dann arbeitslos, wenn ich noch einen 400 Euro Job habe? Den muss ich aber wiegesagt aufgeben, weil ich ohne Auto nicht da hinkomme. Zählt das?

2) Die zweite Frage ist: steht mir überhaupt Arbeitslosengeld zu als EX-Selbständigen und wenn nein: was kann ich sonst beantragen, denn wir müssen ja irgendwie leben, bis die Firma meines Mannes läuft und ich einen Job gefunden habe.

Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen!
12.10.2009 | 10:23

Antwort

von


(344)
Bolkerstr.69
40213 Düsseldorf
Tel: 0211/133981
E-Mail:

Sehr geehrte Ratsuchende,

ich bedanke mich fuer die eingestellten Fragen, die ich Ihnen aufgrund des geschilderten Sachverhalts gerne wie folgt beantworten moechte:

Einen Anspruch auf Arbeitslosengeld I haben Sie nur dann, wenn Sie die sog. "Anwartschaftszeit" erfuellt haben. Das bedeutet, dass Sie in 12 der letzten 24 Monate Sozialbeitraege abgefuehrt haben muessen. Dies ist bei Selbstaendigen in der Regel nicht der Fall. Der 400 Euro-Job hilft in diesem Falle leider nicht. Aus diesem Grunde werden Sie vermutlich keinen Anspruch auf ALG I haben und muessten sich dann direkt an die ARGE wenden, sobald Sie zahlungsunfaehig sind bzw. das Gewerbe abgemeldet haben. Dort wird zunaechst der Bedarf Ihrer Familie berechnet und das Einkommen Ihres Mannes verrechnet. Sollte ein Anspruch auf Leistungen verbleiben, so wird auch Ihr Einkommen aus dem Nebenverdienst angerechnet. Sie haben einen Freibetrag von 100 Euro. Von dem weiteren Hinzuverdienst verbleiben Ihnen 20 %.

Ich empfehle Ihnen, sich fruehzeitig mit der ARGE in Verbindung zu setzen. Im uebrigen hoffe ich, dass ich Ihnen eine erste Orientierung geben konnte. Bitte nutzen Sie ggf. die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Gruessen

RA Jeremias Mameghani

Rechtsanwaelte Vogt
Bolkerstr.69
40213 Duesseldorf
Tel. 0211/133981
Fax. 0211/324021


Rückfrage vom Fragesteller 12.10.2009 | 10:34

Guten Tag,
das hilft mir jetzt leider überhaupt nicht!!!!
Nochmal die Frage:
bekomme ich eine Sperre, wenn ich zum 30.11. den Nebenjob kündige und dann zum 01.12 beim Arbeitsamt vorstellig werde?

was passiert, wenn ich den Nebenjob noch hab, aber nach Antrag bei
der ARGE kündigen muss, weil ich nicht mehr zu arbeit hinkomme? (Wird auch zum 30.11 sein)

Was ist günstiger: vorher oder nachher kündigen???????
Bitte beantworten Sie die Frage, denn darum ging es mir ja!!!!

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 14.10.2009 | 10:25

Sehr geehrte Ratsuchende,

ich bitte die verzoegerte Beantwortung zu entschuldigen.

Eine Sperre gibt es nur beim Bezug von ALG I. Insofern ist dies fuer Sie ohne Bedeutung, da Sie keinen Anspruch hierauf haben. Im uebrigen tritt die Sperrzeit nur ein, wenn Sie ein versicherungspflichtges Beschaetigungsverhaeltnis von sich aus kuendigen. Um ein solches handelt es sich aber nicht bei dem 400 Euro-Job.
Sofern Sie einen Nebenjob waehrend des laufenden Bezus von ALG II kuendigen, hat dies zunaechst auch keine Auswirkungen, es sei denn die Fortfuehrung des Jobs wurde im Rahmen einer Eingliederungsvereinbarung vereinbart.

Ich sehe anhand Ihrer Darstellung keine Anhaltspunkte fuer eine Leistungskuerzung oder sogar einen Leistungsausschluss, sofern Sie den Nebenjob aufgeben, gleichqohl ob die Kunedigung vor oder nach dem 1.12. geschieht.

Fuer weitere Fragen stehe ich Ihnen gerne noch per Mail zur Verfuegung.

Mit freundlichen Gruessen

RA J.Mameghani

ANTWORT VON

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