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Nebenberuflich Selbständig - Beitrage Krankenkasse

Sehr geehrter Herr Anwalt,

ich bin hauptberuflich Angestellt (28 Stunden die Woche) und nebenberuflich selbständig (ca. 10 Stunden die Woche). Über das Angestelltenverhältnis verdiene ich ca. 70 % mehr als über die nebenberufliche selbständige Tätigkeit. Im Angestelltenverhältnis bin ich pflichtversichert. Nun meine Frage: kann die Krankenkasse neben meinen Pflichtbeiträgen auf mein Gehalt die direkt vom Gehalt abgeführt werden auch Beiträge auf das Einkommen der selbtständigen Tätigkeit erheben?

DAnke
30.09.2014 | 14:11

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Wenn ein unselbständiges Beschäftigungsverhältnis und eine selbständig Tätigkeit vorliegen, prüft die gesetzliche Krankenversicherung (KV), wo der Schwerpunkt der Tätigkeit liegt.
Wenn Sie überwiegend selbständig tätig sind, dann haben Sie ein Wahlrecht, ob Sie sich freiwillig gesetzlich oder privat krankenversichern. Wählen Sie weiterhin die gesetzliche KV, dann errechnet sich der Beitrag nach Ihrem Einkommen insgesamt. Es werden die Einkünfte aus dem Angestelltenverhältnis mit denen aus der Selbständigkeit zusammengerechnet und daraus errechnet sich die Höhe des Beitrags zur KV. In Bezug auf den Anteil, der auf das Angestelltenverhältnis entfällt, beteiligt sich der Arbeitgeber weiterhin.
Damit es aber nicht so weit kommt, dass auch das Einkommen aus der Selbständigkeit mit in den Beitrag einbezogen wird, muss der Schwerpunkt auf der unselbständigen Tätigkeit liegen.
Der Schwerpunkt wird nach dem zeitlichen Aufwand errechnet.
Wenn Sie 28 Stunden pro Woche als Angestellter arbeiten, muss die wöchentliche Stundenzahl der Selbständigkeit unter 28 Wochenstunden liegen, damit eine untergeordnete und damit noch nebenberufliche Tätigkeit vorliegt.
Dies ist bei Ihnen mit 28 Wochenstunden, die Sie im Rahmen des Angestelltenverhältnisses arbeiten, und 10 Wochenstunden selbständiger Tätigkeit der Fall. Da die Krankenkassen allerdings in der Regel den zeitlichen Aufwand nur schwer bis gar nicht überprüfen können, prüfen diese auch den finanziellen Umfang. Ihre Einnahmen aus der Selbständigkeit dürfen die Einnahmen aus dem Angestelltenverhältnis nicht übersteigen. Sie dürfen also Ihr Jahresbrutto aus unselbständiger Arbeit nicht überschreiten.
Da Sie schreiben, dass Sie als Angestellter ein Vielfaches von dem verdienen, was Sie durch Ihre selbständige Tätigkeit erzielen, ist dies bei Ihnen nicht der Fall.

Hinsichtlich des zeitlichen Umfanges stellen die Krankenkassen auf die einzelnen Monate ab, bezüglich der Einkünfte richtet sich dies nach dem Kalenderjahr. Dabei soll vermieden werden, dass sich jemand auf 500 Euro anstellen lässt, kaum Beiträge zur KV abführt und nebenher 50.000 Euro aus der Selbständigkeit erwirtschaftet und so die Beitragszahlung in angemessener Höhe durch die Hintertüre umgeht.

Aufgrund Ihrer Angaben bleibt Ihr Einkommen aus der selbständigen Tätigkeitunberücksichtigt. Sie führen Ihre Beiträge zu KV weiterhin wie bisher nur von Ihrem Angestelltengehalt über den Arbeitgeber ab.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Stefanie Lindner


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