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Nebenberuflich Musiker/Produzent als Kleinunternehmer - Lohnsteuer fällig?

16.10.2018 00:31 |
Preis: 40,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Achim Schroers


Guten Tag,

kurz die Rahmenbedingungen: ich bin Lehrer (verbeamtet) und verdiene mit selbstgeschriebener und produzierter Musik Geld dadurch, dass Musik-Streaminganbieter mir pro Klick Geld bezahlen.
Im Jahr gehe ich von einem Verdienst abzüglich aller Kosten (somit Gewinn) von ca. 14.000 bis 17.000 euro, durch diese Tätigkeit aus. Ich habe keine Angestellten oder sonstige Helfer, ich mache alles alleine.

Mein Jahresbruttoverdienst bei meinem Hauptberuf Lehrer (ledig) liegt bei ca. 43.500 Euro.

Da es momentan so gut läuft mit der Musik, habe ich bereits bei meinem Arbeitgeber (Schulamt/Bezirksregierung) einen Antrag auf Nebentätigkeit gestellt habe und diesen auch bewilligt bekommen.

Der nächste Schritt läuft nun auch und ich melde mich als sog. Kleinunternehmer an.

Meine Fragen zielen nun auf die Versteuerung ab:
1.Muss ich Steuern auf diesen Gewinn in der Nebentätigkeit abführen bzw. wird auf diesen Gewinn Steuern erhoben? Wenn ja was für Steuern?
2. Oder wird der Verdienst aus der Nebentätigkeit auf das Jahresbrutto meines Hauptberufes gemacht und dann versteuert?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ihr Gewinn aus der Tätigkeit als Musikproduzent ist einkommensteuerpflichtig. Sie erzielen mit dieser Nebentätigkeit Einkünfte aus selbständiger Arbeit gemäß § 18 Abs. 1 Nr. 1 EStG. Diese werden den Einkünften aus Ihrer Tätigkeit als Lehrer hinzugerechnet und im Einkommensteuerbescheid zur "Summe der Einkünfte" zusammengefasst.

Da auf Einkünfte aus selbständiger Arbeit keine Lohnsteuer erhoben wird, wird das Finanzamt mit dem nächsten Einkommensteuerbescheid auch einen Vorauszahlungsbescheid gemäß § 37 EStG erlassen und vierteljährliche Einkommensteuervorauszahlungen festsetzen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Achim Schroers
Rechtsanwalt

Ergänzung vom Anwalt 16.10.2018 | 01:39

Liegen die Voraussetzungen des § 19 UStG (Kleinunternehmerregelung) nicht mehr vor, unterliegt der Umsatz aus der Nebentätigkeit auch der Umsatzsteuer. Maßgeblich sind hier die Betriebseinnahmen, nicht der Gewinn.

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