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Nebenberuflich Geschäftsführer einer GmbH mit Mitarbeitern?

| 20.10.2021 08:57 |
Preis: 55,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


10:39

Zusammenfassung:

Umfang einer Nebentätigkeitsgenehmigung als Selbstständiger.

Ich arbeite als Angesteller in Vollzeit und habe vor 2 Jahren eine GmbH im Nebenerwerb gegründet, bei der ich alleiniger Geschäftsführer bin. Meinen Arbeitgeber habe ich darüber informiert und er hatte keine Einwände, da sich der Aufwand nicht auf meine Arbeit als Angestellter auswirkt.

Nun möchte ich die GmbH jedoch voranbringen und dazu soll die GmbH Mitarbeiter einstellen, sowohl Mini-Jobs als auch sozialversicherungspflichtige Mitarbeiter in Vollzeit.
Mein Arbeitsaufwand wird sich dadurch nur gering verändern und weiter deutlich unter den 18 Stunden bleiben und so auch weiterhin keine Auswirkung auf meinen Vollzeitjob haben.

Hier nun meine Frage:
- Kann meine Tätigkeit als Geschäftsführer weiterhin als Nebenerweb gelten?
-- Da ja die GmbH als Rechtsperson die Mitarbeiter anstellt und nicht ich persönlich, dürfte das ja kein Problem sein, oder?
-- Die GmbH zahlt mir keinen Lohn als Geschäftsführer - Gilt es weiterhin als Nebenerwerb auch wenn die GmbH mehr Gewinn macht (verbleibt in der GmbH) als mein Einkommen als Angestellter?
-- Muss ich diese Änderung (Einstellung Mitarbeiter in der GmbH) meinem Arbeitgeber melden?

Herzlichen Dank!

20.10.2021 | 10:24

Antwort

von


(9)
Goethestrasse 21
60313 Frankfurt am Main
Tel: 069 2100 5480
Web: https://www.rvu-arbeitsrecht.de/
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Wenn Sie von Ihrem Arbeitgeber eine Nebentätigkeitsgenehmigung erhalten haben, die sich auf alle Geschäftstätigkeiten Ihrer GmbH erstreckt, dann sind Sie Ihrem Arbeitgeber gegenüber nur dann zur Auskunft verpflichtet, wenn sich die Änderung in der Nebentätigkeit auf Ihre Hauptleistungspflicht (also Ihren Pflichten aus dem Angestelltenverhältnis) auswirken würde. Mit anderen Worten, wenn Sie selbst aufgrund des "voranbringen" der GmbH mehr Zeit für Ihre Nebentätigkeit aufwenden wollen/müssen, dann gebietet es Ihre Nebenpflicht aus dem Arbeitsvertrag, Ihren Arbeitgeber rechtzeitig darauf hinzuweisen, damit dieser prüfen kann, ob die Nebentätigkeit weiterhin genehmigt bleiben kann oder nunmehr ein Verweigerungsgrund gegeben ist.

Die weiteren Umstände, die - wie Sie schreiben - keine Auswirkungen auf die Hauptleistungspflichten haben (z.B. Ihr Einkommen als Geschäftsführer, Anzahl der angestellten Mitarbeiter*innen, etc.), müssen Sie nicht mitteilen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen. Über eine positive Bewertung freue ich mich.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Volkan Ulukaya

Rückfrage vom Fragesteller 20.10.2021 | 10:31

Vielen Dank für die Antwort.

Wenn ich es richtig verstehe hat sowohl die Einstellung von Mitarbeitern als auch ein hoher Gewinn der GmbH keinen Einfluss auf den Status der Nebentätigkeit, wenn auch der Arbeitgeber das so sieht.
Es liegt also im Ermessen des Arbeitgebers und nicht der Behörden diese Unterscheidung zu treffen?

Beste Grüße

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 20.10.2021 | 10:39

Sehr geehrter Fragesteller,

nein auf Ihren Status hat das keine Auswirkungen, es hat Ihren Arbeitgeber nämlich nicht zu interessieren, wie lukrativ Ihr Nebenerwerb ist. Wenn er die Nebentätigkeit als Geschäftsführer der GmbH genehmigt hat, kann er sein Einverständnis nur dann widerrufen, wenn objektiv (!) Kollisionen Ihrer Pflichtenkreise aus Haupt- und Nebentätigkeit gegeben sind oder ggfl. mit einer hinreichenden Wahrscheinlichkeit zu befürchten sind.

Nur wenn Ihr Arbeitgeber aufgrund neuer Umstände von einer negativen Auswirkung auf Ihre Hauptleistungspflichten ausgeht bzw. diese aus nachvollziehbaren Gründen befürchtet, kann er seine Genehmigung zurücknehmen. Allerdings ist die Rücknahme einer Genehmigung ein Eingriff in Ihre Grundrechte und kann gerichtlich überprüft werden.

Sie verweisen auf eine Behörde: hat Ihr Arbeitgeber Post von der Rentenversicherung bekommen oder welche Behörde meinen Sie?

Mit freundlichen Grüßen,

Volkan Ulukaya
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 20.10.2021 | 10:43

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Stellungnahme vom Anwalt:

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihr Feedback. Gerne gehe ich auf weitere Fragen ein bzw. unterstütze Sie z.B. mit Formulierungsvorschlägen. Bitte setzen Sie sich hierfür mit mir in Kontakt.

Eine Erstberatung dient aber lediglich einer ersten Einschätzung der Rechtslage und wird von mir bewusst kurz und bündig gehalten, damit Ratsuchende sich nicht erst seitenlange Ausführungen mit §§ usw. durchlesen müssen, sondern eine direkte und klare Antwort auf ihre Frage erhalten. Weitergehende Unterstützung biete ich natürlich auch außerhalb der Erstberatung, z.B. im Rahmen einer Direktanfrage an. Dort können Sie mir z.B. auch Unterlagen (Verträge, Schriftverkehr, etc.) zukommen lassen, die ich dann eingehend prüfen kann. Sofern gewünscht, übernehme ich selbstverständlich auch die weitergehende Kommunikation mit Ihrem Arbeitgeber und/oder Behörden, damit Sie sich damit nicht mehr beschäftigen müssen. Sprechen Sie mich einfach an.

Mit freundlichen Grüßen,

Volkan Ulukaya
Rechtsanwalt

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 20.10.2021
3,8/5,0

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ANTWORT VON

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