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Namensrecht: Unser Traum - ein Nachname


27.06.2006 12:45 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe folgende Fragen zum Namensrecht und freue mich sehr, wenn wir eine kompetente Auskunft hierzu bekommen würden:

Vorgeschichte: Anfang 2002 habe ich meine Ehefrau geheiratet. Da meine Frau eine Tochter aus früherer Ehe mit in unsere Ehe brachte, behielt sie den aus früherer Ehe angenommenen Nachnamen "M".Dies hatte den Hintergrund, dass ihre Tochter den Nachnamen "M" auch hatte und nicht meinem Namen "F" annehmen konnte. Der Ex-Mann meiner Frau und Vater der Tochter würde einer Adoption der Tochter von mir nicht zustimmen und auch nicht zustimmen, meinen Nachnamen "F" zu tragen.
Die gegenwärtige Situation ist also die, dass ich "F", meine Frau und deren Tochter "M" mit Nachnamen heißen. Gegenwärtig ist meine Frau schwanger geworden, wir erwarten ein Kind. Dies hätte dann zur Folge, dass ich zukünftig "F", meine Frau "M", ihre Tochter "M" und das Baby wiederum "F" mit Nachamen heissen würden. Die Situation wäre uns sehr unbefriedigend, da wir auch nach außen hin eine Familie mit einem Namen haben wollen.

Zur Info: Der Mädchenname meiner Mutter lautet "ME", der Mädchenname meiner Frau lautet "G".

Meine Fragen:

1. Sehen Sie als Rechtsexperte eine Möglichkeit, dass wir EINEN gemeinsamen Nachnamen tragen können und wenn ja, welchen ?
2. Wie können wir den Nachnamen ändern und wo ?
3. Besteht die Mögichkeit eine Namensänderung bei einem Notar zu bestimmen, da wir 3/4 des Jahres im Ausland leben und dies günstiger für uns wäre.
4. Brauchen wir hierfür einen Anwalt und wenn ja, wie hoch wären die Gebühren ?

Für eine kompetente Antwort danke ich Ihnen sehr.

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Sehr geehrter Ratsuchender,


ich befürchte, Ihr verständlicher Traum wird sich nicht erfüllen lassen:

Ihre Ehefrau kann zwar den Nachnamen von "M" in "F" ändern. Dieses ergibt sich aus § 1355 BGB (nachzulesen über unsere homepage, so dass ich von einem Abdruck hier absehe)iVm § 12 BGB und § 3 NamÄndG.

Hierzu sollten Sie bei Ihrem Standesamt nachfragen, welche Unterlagen benötigt werden, da dieses teilweise unterschiedlich gehandhabt wird. Teilweise wird die notarielle Beurkundung gefordert, teilweise reicht die Beglaubigung, die der Standesbeamte slbst vornehmen kann aus.


Allerdings wird eine Änderung des Namens der Tochter aus früherer Ehe nicht in Betracht kommen, so dass es deshalb bei einem Traum verbleiben wird. Dieses wäre nur möglich, wenn ein wichtiger Grund vorliegt (BVerwG, Urteil vom 13.12.1995; Az: 6 C 13/94), wobei allein der Wunsch des einhatlichen Namens nicht ausreicht.

Ein solcher Grund wäre nur dann gegeben, wenn eine Verwechslungsgefahr oder eine unglückliche Schreibweise vorliegt, was ich so nicht unterstellen kann. Voraussetzng wäre weiter, dass die Namensänderung dem Kindeswohl förderlich wäre.

Selbst wenn Sie das alles noch begründen könnten (was ich schon für zweifelhaft halte), fehlt es dann offenbar an der Zustimmung des leiblichen Vaters, die aber erforderlich wäre (BGH Urteil vom 10.03.2005, Az: XII ZB 153/03).

Und spätestens dann wird der Antrag mE hier scheitern müssen und eer Traum ein Traum bleiben.


Ich bedauere, Ihnen bei Ihren verständlichen Wunsch keine besseren Informationen erteilen zu können; Schön"schreiberei" nützt aber nicht.

Ich wünschen Ihnen und Ihrer Familie alles Gute.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle




Nachfrage vom Fragesteller 27.06.2006 | 18:24

Herzichen Dank für die Information. Wie definiert man die "Verwechslungsgefahr"; "M" steht für "Müller" - ein Allerweltsname. Ließe sich damit die Verwechslungsgefahr begründen ?Für eine kurze Rückantwort wäre ich Ihnen sehr verbunden, da wir die Sache nun schnellstens angehen wollen.

Freundliche Grüße.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.06.2006 | 18:33

Mit diesem "Allerweltsnamen" wird man sicher die Verwechslungsgefahr ableiten können. Letztendlich besteht diese Verwechslungsgefahr immer dann, wenn allein durch den häufig vorkommenden Namen (wie hier) eine eindeutige Zuordnung zu einer bestimmten Person nicht gewährleistet ist.

Die Chancen steigen zwar dadurch doch etwas, und einen Versuch wird es sicherlich wert sein; gleichwohl sollten Sie wegen der fehlenden Zustimmung des Vaters nicht allzu große Hoffnungen haben.

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