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Namensrecht (Familienname)

12.08.2009 17:09 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Gabriele Haeske


Mein Sohn Patrick wurde am 18.02.1999 als uneheliches Kind geboren und trägt seit Geburt den Familienname der Mutter. Eine gemeinsame Sorgeerklärung (nach § 1626 BGB) konnte nicht abgegeben werden, da die Beziehung zwischen den Eltern während der Schwangerschaft beendet wurde.
Demzufolge besaß die Mutter dass alleinige Sorgerecht und mein Sohn den ihrigen Familienname. Patrick wohnte von GEburt bis Juni 2006 bei der Mutter.

Wegen Gefährdung des Kindeswohles wurde unter Begründung der Paragraphen §§ 1666 Abs 1 und 1666a Abs 1 der Mutter per Gerichtsbeschluss vom 04.04.2006 das Sorgerecht entzogen und allein dem Vater übertragen.

Die Mutter musste meinen Sohn per Gerichtsbeschluss am 18.06.2006 mir übergeben. Seit diesem Zeitpunkt lebt Patrick bei seinem alleinerziehenden Vater.

Ein Umgang zur Mutter besteht nicht mehr, weder persönlich, schriftlich oder telefonisch. Lediglich durch Eigennachforschung des Vaters ist die neue Adresse der Mutter bekannt.

Patrick (10 Jahre) möchte den Familiennamen des Vaters annehmen.

Bitte um Beantwortung der Rechtslage sowie dder Zuständigkeit (Familiengericht?, Standesamt?, Notar?).

Sehr geehrter Fragesteller,

da Sie alleinerziehend sind, also nicht verheiratet sind und somit keinen Ehenamen führen, ist eine sog. Einbenennung nach § 1618 BGB nicht möglich.

Der Fall, dass ein Elternteil nachträglich – also nachdem das Kind bereits einen Geburtsnamen erhalten hat – das alleinige Sorgerecht erwirbt, ist im BGB nicht geregelt. Nach bürgerlichem Recht ist für den nun alleinsorgeberechtigten Elternteil in diesem Fall kein Recht vorgesehen, den Geburtsnamen des Kindes an seinen Namen anzupassen.

Es kommt lediglich eine öffentlich-rechtliche Namensänderung gem. § 3 Namensänderungsgesetz (NÄG) in Betracht. Eine solche Namensänderung hat Ausnahmecharakter. Für die Namensänderung muss ein wichtiger Grund vorliegen. Das ist der Fall, wenn die Namensänderung für das Kindeswohl erforderlich ist. Nicht ausreichend ist es in aller Regel, wenn die Namensänderung nur förderlich für das Kindeswohl ist. Sie müssen die Namensänderung als gesetzlicher Vertreter Ihres Sohnes schriftlich oder zu Protokoll bei Ihrer Stadtverwaltung beantragen.

Ich hoffe, dies hilft Ihnen als erste rechtliche Orientierung in Ihrer Angelegenheit weiter.
Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfrage-Funktion.
Soweit ansonsten aus dem Bereich frag-einen-anwalt.de heraus eine Kontaktaufnahme an mich gewünscht ist, bitte ich auch zunächst ausschließlich um Kontakt per E-Mail. Meine E-Mail-Adresse finden Sie oben unter dem Link „Profil“.

Mit freundlichen Grüßen
Gabriele Haeske
Rechtsanwältin

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