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Namensgebung für ein uneheliches Kind

| 18.07.2014 15:05 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Sehr geehrte Damen und Herren.
auf Grund eine anstehenden Verpartnerung habe ich heute beim zuständigen Einwohnermeldeamt erfahren, daß der damalige Ehemann meiner Mutter mir 1968 seinen Nachnamen erteilt hat. Ich wurde 1962 unehelich geboren.
Mit diesem Mann verband und verbindet mich nichts, die Eltern sind schon lange wieder geschieden. Ich wuchs bei den Grosseltern auf.

Gerne möchte meinen Geburtsnamen, so wie er in der Geburtsurkunde vermerkt ist wieder annehmen. Mein jetziger Nachname ist ein "Allerweltsname". Ich möchte den Namen der Familie tragen, die mich großgezogen hat.

Gibt es eine Möglichkeit?

Mit freundlichen Grüssen

Sehr geehrte Ratsuchende,

leider wird die Namensänderung schwerlich durchzusetzen sein.

Die beabsichtigte Namensänderung richtet sich nach dem Namensänderungsgesetz. Die Formalien sind das geringste Problem. Der Antrag ist schriftlich zu stellen.

Eine Namensänderung erfolgt aber nach § 3 NamÄndG nur, wenn ein wichtiger Grund vorliegt.

Ob ein wichtiger Grund vorliegt, entscheidet die Behörde.

Als wichtiger Grund reicht leider nicht, dass Sie nun den Namen des damaligen Ehemannes Ihrer Mutter tragen und deren Ehe auch schon längst nicht mehr besteht. Auch allein die Tatsache, dass Sie keine Beziehung zu dem Mann hatten, rechtfertigt allein noch nicht Vorliegen eines wichtigen Grundes.

Ihr Ansinnen muss darüberhinausgehend begründet werden.

Dazu könnte noch ergänzend ausgeführt werden, dass Ihr jetziger Nahmen ein Allerweltsname ist handelt.

Für den Fall, dass Ihre Mutter nach der Scheidung ihren Namen geändert hat und Ihren Geburtsnamen trägt, könnte man weiter damit argumentieren, dass Sie nun wieder Ihren Geburtsnamen tragen wollen, um Ihre Verbundenheit mit der Mutter und der Familie zu zeigen und insbesondere auch im Hinblick auf eine Verpartnerung, wenn daraus Kinder hervorgehen sollten.

Das Problem ist aber der Zeitablauf. Man kann zwar mit Ihrer jetzt neuen persönlichen Situation argumentieren. Sie aber haben schon lange Zeit mit diesem Namen gelebt. Dann wird es auch unter Berücksichtigung der Tatsache, dass der Name Ordnungsfunktion hat, umso schwerer, eine Änderung herbeizuführen.

Ich kann Ihnen leider keine großen Hoffnungen machen.

Sie sollten aber nichts unversucht lassen und unverbindlich anfragen, wie die Behörde einer Namensänderung gegenüberstehen würde; wohlgemerkt noch keinen Antrag stellen, da die Verwaltungskosten hoch sind und diese Kosten nicht aufgewendet werden müssen, wenn eine ablehnende Haltung der Behörde gegeben ist.


Allerdings gibt es grundsätzlich noch die Möglichkeit durch eine Eheschließung den Geburtsnamen annehmen zu können. Sofern Ihr Geburtsname in Ihrer Geburtsurkunde noch eingetragen ist, könnte dieser nach § 1355 Abs. 2 BGB als Ehename gewählt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle, Oldenburg

Bewertung des Fragestellers 21.07.2014 | 06:21

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