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Namenserteilung rückgängig machen

| 27.04.2015 12:54 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


Hallo,
ich bin 39 Jahre und trage durch eine Namensgebung seit meinem 8. Lebensjahr den Namen meines Stiefvaters, den meine Mutter zu diesem Zeitpunkt auch ehelichte. Mein Stiefvater ist vor über 10 Jahren gestorben und war aus dem Ausland, sodass von mir keinerlei Bezug zu diesem Namen besteht und ich gerne meinen Geburtsname wieder haben möchte. Ich bin zum größten Teil bei meinen Großeltern mütterlicherseits aufgewachsen und habe zu allen Verwanden mütterlicherseits ein enges Verhältnis. Daher möchte ich auch wieder meinen Geburtsnamen zurück, da ich mich zu diesem Familienteil eng zugehörig fühle und keinerlei Beziehung zur den Angehörigen meines Stiefvaters habe. Habe ich Chancen meinen Geburtsname wieder zu bekommen? Wenn ja wie?
Auf unserem Standesamt wurde mir mitgeteilt dass man da als Mann sehr schlechte Karten hat, bzw. es nicht geht.

Gruß

Christian
27.04.2015 | 14:51

Antwort

von


(424)
Hauptstraße 3
64665 Alsbach-Hähnlein
Tel: 06257-506060
Web: http://www.kanzlei-diefenbach.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

in Ihrem Fall kommt eine öffentlich-rechtliche Namensänderung in Frage.
Zutreffend ist, dass hierfür eine ausgiebige Begründung nötig ist und man nicht davon ausgehen kann, dass hier einer Namensänderung stattgegeben wird.
Zunächst zum Ablauf:
Das Namensänderungsverfahren ist gebührenpflichtig.
Die Verwaltungsgebühr bewegt sich im
Falle der Familiennamensänderung innerhalb der
Spanne zwischen 2,50 bis 1.022,00 Euro.
Die endgültige Gebührenhöhe richtet sich nach dem
Verwaltungsaufwand und der Bedeutung oder dem
sonstigen Nutzen der Amtshandlung für den
Antragsteller.

Sie müssen dafür einen Antrag bei Ihrer Gemeinde/Stadt beantragen.
Eine Namensänderung ist aber nur in Ausnahmefällen möglich und dient dazu, Unzuträglichkeiten im Einzelfall zu beseitigen.

Ein Familienname darf nur geändert werden, wenn
ein wichtiger Grund die Änderung rechtfertigt.
Ein wichtiger Grund liegt dann vor, wenn das Interesse
des Namensträgers an der Namensänderung nach
allgemeiner Verkehrsauffassung schutzwürdig ist,
dass heißt wenn seine Gründe, an Stelle seines
Namens künftig einen anderen zu führen, so
wesentlich sind, dass die Belange der Allgemeinheit
dem gegenüber zurücktreten müssen, die vor allem in
der sozialen Ordnungsfunktion des Namens und im
sicherheits-rechtlichen Interesse an der Führung des
überkommenen Namens augenscheinlich werden.

Die Interessen an der Namensänderung müssen Sie ausführlich vortragen.

Ein wichtiger Grund für eine Namensänderung kann
danach beispielsweise vorliegen, wenn der
Familienname
- anstößig oder lächerlich klingt,
- Schwierigkeiten in der Schreibweise oder bei
der Aussprache zu einer nicht nur
unwesentlichen Behinderung verursacht,
- von Kindern angepasst werden sollen, den der
allein sorgeberechtigte Elternteil nach der
Ehescheidung wieder angenommen hat.

Tatsächlich wird das wohl in Ihrem Fall schwierig. Wie die Behörde entscheidet, kann nicht vorausgesagt werden.
Jedenfalls müssen Sie aber alle Gründe für Ihren Wunsch auf Namensänderung vortragen. Sie sollten auch darlegen, dass es sich um einen ausländischen Namen handelt und die Gründe auch nennen, die Sie bereits in der Frage formuliert haben.

Da der Familienname grundsätzlich nicht zur freien
Verfügung des Namensträgers steht, kommt z. Bsp.
eine Namensänderung nicht in Betracht, wenn sie nur
damit begründet wird, dass der bestehende Name dem
Namensträger nicht gefällt oder dass ein anderer
Name klangvoller ist oder eine stärkere Wirkung auf
Dritte ausübt.

Durch einen neuen Familiennamen darf kein falscher
Eindruck über familiäre Zusammenhänge erweckt
werden. Auf mutmaßliche Gefühle und Interessen
anderer Träger des gewünschten Familiennamens ist
Rücksicht zu nehmen, auch wenn diese keinen
Rechtsanspruch darauf haben, dass der Kreis der
Träger dieses Namens nicht durch eine
Namensänderung erweitert wird.

Mit freundlichen Grüßen
Draudt
Rechtsanwältin


Bewertung des Fragestellers 27.04.2015 | 15:14

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