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Namenserklärung nach Einbürgerung


30.11.2010 13:34 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Mack



Bei mir besteht folgende Situation:

Ich komme ursprünglich aus Lateinamerika und habe mich in Deutschland einbürgern lassen. Nach der Einbürgerung wurde eine Namenserklärung von der Standesamt abgelehnt.

Ich besitze 2 Vornamen und 2 Nachnamen (wie im spanisch sprechenden Länder üblich ist, eins vom Vater, eins von der Mutter). Ich möchte mit einer Namenserklärung mein zweiter Nachname weg lassen um so wie alle Deutsche, nur ein Familienname zu besitzen. Dies soll sich auch auch auf mein in Deutschland geborenes Kind übertragen.

Von der Standesamt Stuttgart wurde argumentiert, dass meine aktuelle Namenskonstellation nach deutschem Recht zugelassen sei und somit kein Anspruch auf eine Namenserklärung besteht. Soweit ich weiß ist aber die Bildung eines Doppelnamens, aus Vater- und Muttername in Deutschland grundsätzlich nicht zugelassen. Im Sinne dessen verstehe ich nicht warum die Namenserklärung nicht genehmigt wird. Wenn ich hier geboren wäre könnte ich diese zwei Nachnamen gar nicht haben. In andere Stadte wie z.B. Aachen wurde bei Freunde von mir, die aus meinem Ursprungsland stammen, die Namenserklärung problemlos genehmigt (genau den gleichen Fall, der zweite Nachname wurde weg gelassen).

Zusätzlich ist es so, dass alle meine deutsche Unterlagen unter anderem die Studiumzeugnisse, Arbeitsverträge, Arbeitszeugnisse, Bankkontodaten, Versicherungsverträge, Altersvorsorgeveträge nur der 1. Familienname beinhalten.

Meine Fragen wären ob es eine Möglichkeit gäbe die Nameserklärung beim Standesamt Stuttgart genehmigt zu bekommen und ob die obengenannte Grunde ggf. genug für einen Antrag auf Namensänderung (nicht Namenserklärung) beim Amt für Öffentlichen Ordnung genügend würden. Letztes würde ich gerne vermeiden, da es zusätzliche 300EUR kostet. Die Namenserklärung dagegen nur 20.

Mit freundlichen Grüßen.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Zunächst möchte ich darauf hinweisen, daß dieses Forum lediglich die Funktion hat, Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage zu geben. Eine persönliche Beratung kann durch Ihre Anfrage nicht ersetzt werden.

Dies vorausgeschickt möchte ich Ihre Frage wie folgt beantworten:

Eine Namensänderung ist im Fall eines Doppelnamens grundsätzlich möglich. Allerdings besteht kein automatischer Anspruch auf eine Namensänderung in Ihrem Fall, sondern dies ist eine Ermessensentscheidung der Behörde, die natürlich im Falle der Ablehnung auch durch ein Verwaltungsgericht überprüft werden kann. Hier ist eine ausführliche Begründung erforderlich, warum die Verwendung eines Doppelnamens nicht gewollt ist.

Bezüglich der von Ihnen erwähnten Namenserklärung oder Namensangleichung nach der Einbürgerung verhält es sich so, daß dies nur in den gesetzlich bestimmten Fällen zulässig ist. Dies erfaßt z.B. Fälle von Namensketten, oder Namen die in der deutschen Sprache nicht vorkommen.

Allerdings bestünde z.B. die Möglichkeit einen gemeinsamen Ehenamen anzunehmen und den Namen Ihrer Ehefrau anzunehmen, falls Ihre Ehefrau nur einen Namen hat.

Zu dem von Ihnen angesprochenen Fall in Aachen ist zu sagen, daß es der Behörde nicht verboten ist eine derartige Namensangleichung vorzunehmen. Eine andere Frage ist es allerdings, ob Sie einen Rechtsanspruch auf eine Namensangleichung haben, und dies scheint in Ihrem Fall eines Doppelnamens nicht gegeben zu sein.

Daher sehe ich in Ihrem Fall lediglich die Möglichkeit eine Namensänderung in einem ausführlich begründeten Antrag (z.B. mit Verweis auf Schwierigkeiten für das Kind etc.) durchzusetzen.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben und stehe Ihnen für eine weitergehende Beratung gerne zur Verfügung.
Sie können mich bei weiteren Fragen auch über die Direktanfrage kontaktieren.


Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag und verbleibe mit freundlichen Grüßen


Thomas Mack
Rechtsanwalt


________________________________________________________
Rechtsanwalt Thomas Mack
Throner Str. 3
60385 Frankfurt a.M.
Tel.: 0049-69-4691701
E-mail: tsmack@t-online.de


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