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Namensänderung oder Adoption ohne Zustimmung des Vaters

09.06.2009 12:58 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


Ich würde gerne wissen wie meine Chancen stehen eine Namensänderung oder Adoption meines Kindes durchzubringen ohne Zustimmung des Vaters.

Fall: Meine Tochter ist vier Jahre alt, ich war mit dem kindesvater nicht verheiratet, habe das alleinige Sorgerecht aber bei der Geburt eine erklärung abgegeben dass meine Tochter den Namen des Vaters tragen soll. Beziehung ging kurz nach der Geburt des Kindes auseinander. Zum Vater besteht kein Kontakt. Der Vater hat auch nie versucht Kontakt aufzunehmen will also keinen Kontakt zum Kind. Er bezahlt keinen Unterhalt, ruft nie an oder schreibt auch nie. Kurzum das Kind kennt seinen Vater überhaupt nicht und weiß auch nicht dass es einen solchen gibt. Desweiteren wohnt der Vater 600 km entfernt. Alle haben die deutsche Staatsangehörigkeit.
Da ich im August heirate möchte ich gerne dass meine Tochter auch den Ehenamen trägt. Wahrscheinlich wird der Vater nicht zustimmen oder sich einfach nicht melden.
Wie hoch stehen die Chancen trotzdem eine Namensänderung durchzubringen oder dass mein zukünftiger Mann meine Tochter adoptieren kann. Dazu kann man noch sagen, dass der leibliche Vater nicht arbeitet also nie Unterhalt bezahlt hat, mein zukünftiger Mann jedoch sehr gut verdient und so bestens finanziell für das Wohl des Kindes gesorgt wäre.

09.06.2009 | 15:20

Antwort

von


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Sehr geehrte Ratsuchende,

ohne Zustimmung des Kindesvaters ist die Adoption zwar schwieriger, aber nicht unmöglich.

Es muss dann ein Verfahren auf Ersetzung der Einwilligung eines leiblichen Elternteils zur Adoption beim Gericht eingeleitet werden.

Dabei wird das Gericht mit Hilfe des Jugendamts prüfen, ob zwischen dem Kind und ihrem künftigen Mann sich eine Eltern-Kind-Beziehung entwickelt hat. Berücksichtigt werden aber auch die Belange des Erzeugers. Nur, wenn sich dieser bisher weder um das Kind gekümmert, noch Unterhalt gezahlt hat, werden diese "Belange" kaum entgegengesetzt werden.

Eine Namensänderung ohne Adoption ist hingegen nicht so einfach.

Allein der Wunsch, einen gemeinsamen Namen zu tragen, reicht dabei nicht aus. Namen sind nicht beliebig wechselbar.

Nur dann, wenn ein gewichtiger Grund nachgewiesen werden kann, sollte dieses überhaupt versucht werden. Einen solchen Grund kann ich aber auch nicht nur ansatzweise erkennen. Dann müsste das Kindeswohl schon ernsthaft gefährdet sein. Das liegt aber offenbar nicht vor.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle


Rückfrage vom Fragesteller 09.06.2009 | 15:31

Erstmal Danke für Ihre Antwort.

Gibt es dafür Rechtsgrundlagen und stimmt es dass mein Mann und ich 5 Jahre verheiratet sein müssen damit er meine Tochter überhaupt adoptieren kann?

Was meinen Sie genau mit den Belangen des Exfreundes?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 09.06.2009 | 17:05

Sehr geehrte Ratsuchende,

die gesetzlichen Grundlagen sind in den §§ 1741 ff BGB geregelt. Der Bestand einer fünfjährigen Ehe ist nicht Voraussetzung. Wesentliche Voraussetzung ist, dass die Adoption dem Wohl des Kindes dient und zu erwarten ist, dass zwischen dem Annehmenden und dem Kind ein Eltern-Kind-Verhältnis entsteht.

Der Erzeuger ist ja nun einmal der biologische Vater des Kindes und hat neben den Pflichten auch Rechte, die durch die Adoption wegfallen. Daher werden seine Belange zum Rechtsverlust auch geprüft werden. Nach Ihren Angaben wird aber voraussichtlich kein Richter diese Belange hoch ansetzen, da er sich um das Kind wohl weder gekümmert, noch Zahlungen erbracht hat.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

ANTWORT VON

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